Change Your Shoes – Gehen wir nachhaltig?!

Online-Workshop für entwicklungspolitisch interessierte Menschen am Dienstag, 14. Juni 2022, von 16 bis 18 Uhr

Welche Wege führen zu nachhaltigerem Konsum? Gemeinsam finden wir Antworten auf diese Frage. © privat

In diesem kostenfreien Online-Workshop für entwicklungspolitisch interessierte Menschen am Dienstag, 14. Juni 2022, von 16 bis 18 Uhr finden wir Antworten auf die Frage: „Welche Wege führen zu nachhaltigerem Konsum?". Wir betrachten dabei insbesondere den Bereich der weltweiten Schuhproduktion. 

Gerben, schneiden, nähen, kleben: Wir alle wissen, dass Schuhe nicht auf Bäumen wachsen. Doch egal ob Sneakerfan, Highheel-Fashionista, Sicherheitsschuhspezialist*in oder Shoppingmuffel: Spontane Impulskäufe machen mittlerweile fast die Hälfte aller Schuhkäufe aus! Im Europavergleich sind die Deutschen Spitzenreiter beim Schuhkauf. Gleichzeitig wissen wir kaum etwas über die Produktion unserer Schuhe.

Arbeit ohne Arbeitsvertrag, Leiharbeit, unangekündigte bzw. schlecht oder nicht-bezahlte Überstunden sind besonders in der Schuh- und Lederproduktion in Indien, Bangladesch und Pakistan an der Tagesordnung. Der hohe Einsatz giftiger Chemikalien bei der Herstellung des Leders gefährdet die Gesundheit der Arbeiter*innen und zerstört die Umwelt. Hinzu kommt ein starker Preiskampf. Auf Kosten der Arbeiter*innen unterbieten sich die Produktionsländer bei den Löhnen und Arbeitsbedingungen gegenseitig, um Unternehmen Anreize zu bieten. 

Allein in Indien sind eine Million Menschen direkt in der Schuhindustrie beschäftigt und über 2,5 Millionen Menschen in der gesamten Lederindustrie. Wir stehen – im wahrsten Sinne des Wortes – auf ihrer tagtäglichen Arbeit.

Für die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (den sogenannten SDGs) sind Schuharbeiter*innen weltweit ein Schlüssel zu Armutsbekämpfung (Ziel 1), Geschlechtergleichheit (Ziel 5), menschenwürdiger Arbeit (Ziel 8) und nachhaltigen Konsum- und Produktionsstrukturen (Ziel 12).

Wie können wir also nachhaltigere Wege des Konsums finden und uns mit den Menschen des Globalen Südens solidarisieren? Finden wir gemeinsame Antworten darauf in diesem Workshop!

Veranstalter*innen:

Monika Gerz, Karl Kübel Stiftung, Referentin Entwicklungspolitische Bildung

Dr. Kirsten Sames, Karl Kübel Stiftung, Referentin weltwärts

Lena Janda, INKOTA-Netzwerk, Referentin Wirtschaft und Menschenrechte, Lieferkette Textilien und Leder

Maren Schumann, Referentin Junges Engagement, Bildung trifft Entwicklung

Anmeldung bis zum 6. Juni 2022 per E-Mail an Monika Gerz unter m.gerz@kkstiftung.de
Bitte beachtet: Die Anmeldung ist verbindlich, denn ihr erhaltet begleitend zum Workshop einen „Schuhkarton" mit Informationen und einer kleinen Überraschung per Post. Daher unbedingt bei der Anmeldung eure Postadresse angeben!

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Den Online-Link zur Teilnahme erhaltet ihr kurz vor Beginn. 
Maximale Teilnehmer*innen-Zahl: 25 Personen

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