Aktion zum Weltfrauentag setzt farbenfrohe Energie frei

Die Online-Ausstellung "AbstandVerbindet" wird bis Ende März gezeigt.

Wie habe ich als Frau das Corona-Jahr 2020 erlebt? Helfen die Nachhaltigkeitsziele zur Pandemie-Bewältigung? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich die Teilnehmerinnen der Veranstaltung „AbstandVerbindet“ künstlerisch auseinander. Herausgekommen sind 24 farbenfrohe Bilder, die vom 8. bis 31. März in einem virtuellen Raum des Heppenheimer Museums zu sehen sind.

Die Aktion anlässlich des Weltfrauentags (8.März) wurde von der Karl Kübel Stiftung gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten aus Heppenheim initiiert und fand großen Zuspruch. Bevor die Frauen zu Pinsel und Farben griffen, konnten sie sich über die Nachhaltigkeitsziele 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und 5 (Gleichheit der Geschlechter) virtuell austauschen und sich mit bereitgestellten Informationen auf den aktuellen Stand bringen. „Was bedeuten diese Ziele für mich? Wie ist meine Situation, wie die von Frauen in Entwicklungsländern? Mit diesen Fragen ging es dann in die persönliche Gestaltungs-Phase.

„Durch die Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen ist vielen Teilnehmerinnen die politische und globale Dimension des Weltfrauentags erst deutlich geworden“, sagt Monika Gerz, Projektreferentin der Karl Kübel Stiftung. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Frauen hätten gezeigt, wie wichtig das Festhalten und die weitere politische Arbeit an und mit den Zielen sei, um mehr Gerechtigkeit und Teilhabe für die Benachteiligten des Globalen Südens zu erwirken. Dort kämpfen Frauen z.T. noch um das Recht auf Bildung und gegen die Verheiratung minderjähriger Mädchen.

Die Ausstellung soll Identifikation und einen künstlerischen Dialog mit der Öffentlichkeit schaffen. Vor allem aber soll sie deutlich machen, dass wir nicht alleine sind und dass dieser erzwungene Abstand uns miteinander verbindet. Dies wird auch durch die geschickte Kombination der einzelnen Werke deutlich: Je vier Bilder ergeben zusammen ein Set, das durch einen Mittelkreis (ein stilisiertes Corona-Virus) miteinander verbunden sind. Monika Gerz: „Wir haben zwar einzeln zu Hause gemalt, doch diese Bilder zeigen in der Kombination eine Verbundenheit, die uns als Frauen auch international stärkt.“

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