Karl Kübel Preis geht an Wanjira Mathai

Die Preisträgerin setzt sich für Kinder und Familien in Verbindung mit ökologischer Verantwortung ein.

Ein Porträt einer lächelnden Frau mit sehr kurzen Haaren

Wanjira Mathai wird den Karl Kübel Preis im September in Bensheim entgegennehmen. © Wanjira Mathai

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie verleiht den mit 25.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis an Wanjira Mathai aus Kenia. Die Umwelt- und Sozialaktivistin wird für ihr außergewöhnliches Engagement für Kinder und Familien in Verbindung mit ökologischer Verantwortung ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 11. September 2026 in Bensheim statt.

Wanjira Mathai bekleidet aktuell eine internationale Führungsfunktion beim World Resources Institute (WRI) und ist Vorsitzende der Wangari Maathai Foundation (WMF) in Kenia. Mit der von ihr 2015 gegründeten Stiftung setzt sie die Arbeit ihrer Mutter, der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, fort und entwickelt sie weiter: Wanjira Mathai überführt die Ansätze in klima- und entwicklungsökonomische Strategien. Die Stiftung fördert Kinder, Jugendliche und Familien und steht für die Vermittlung von Werten wie Nachhaltigkeit und Demokratieförderung sowie für Persönlichkeitsentwicklung und dem Aufbau von Führungsqualitäten bereits im Kindes- und Jugendalter. 

Darüber hinaus setzt sich Wanjira Mathai dafür ein, indigene Gemeinschaften zu unterstützen, damit sie ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig bewirtschaften und eigene Einkommensquellen aufbauen können. Die zentrale Rolle von Frauen für Bildung, Demokratie und nachhaltige Entwicklung in Afrika ist Leitmotiv ihrer Arbeit.

Begründung der Auszeichnung

Werte und Handlungsansätze, die auch der Karl Kübel Stiftung wichtig sind. Mit dem Karl Kübel Preis würdigt sie Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für Kinder und Familien einsetzen und damit zur Chancengerechtigkeit, nachhaltigen Entwicklung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen. Dieses Jahr wird der renommierte Preis zum 26. Mal verliehen.

 „Wanjira Mathai verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und ist ein Vorbild: In ihrem Engagement verbindet sie die Stärkung von Kindern, Frauen und Familien nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe mit der intergenerationellen Verantwortung für Umwelt- und Naturschutz“, begründet Vorstandsmitglied Margot Refle, die Entscheidung der Karl Kübel Stiftung. Wie der Stifter Karl Kübel setze die Kenianerin bevorzugt auf sozialunternehmerische Ansätze, die Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme stärkten. 

Für Wanjira Mathai ist die Auszeichnung eine Ehre: „Ich fühle mich zutiefst geehrt und bin dankbar, in diesem Jahr den Karl Kübel Preis entgegennehmen zu dürfen. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur persönliches Engagement, sondern auch die gemeinsame Kraft von Mitgefühl, Partnerschaft und Zielstrebigkeit beim Aufbau einer Welt, in der jedes Kind und jede Familie sich entfalten kann.“

Der Karl Kübel Preis wird dieses Jahr in Kombination mit dem FAIRWANDLER-Preis verliehen, der sozialunternehmerisches Engagement von jungen Menschen auszeichnet, die beispielhaft gesellschaftlichen Wandel voranbringen – in Deutschland und weltweit. Schirmherrin ist Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan. Zehn Initiativen sind für den FAIRWANDLER-Preis nominiert. Wer ihn bekommt, wird am 11. September im Musiktheater Rex in Bensheim bekannt gegeben.

Dialog-Forum mit Preisträgerin 

Am Vorabend der beiden Preisverleihungen laden die GLS Bank Stiftung und die Karl Kübel Stiftung bereits zu einem Dialog-Forum mit der Karl Kübel Preisträgerin Wanjira Mathai in die Ev. Akademie in Frankfurt ein. Das Thema lautet „Lebensräume der ZukunftMutmachende Beispiele für eine ökologische und soziale Transformation aus Kenia und Deutschland“. Weitere Gesprächspartner sind Prof. Dr. Volker Mosbrugger (Präsident der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt), Dr. Annette Massmann (Vorständin GLS Zukunftsstiftung Entwicklung) und Ilonka Boltze (Vorständin Karl Kübel Stiftung). 

Der Karl Kübel Preis

Der Karl Kübel Preis wurde 1990 zum ersten Mal vergeben, insgesamt 15 Mal an Initiativen aus dem Bereich Kind und Familie. Seit 2015 zeichnet die Karl Kübel Stiftung mit dem Preis prominente Persönlichkeiten für ihr überdurchschnittlich hohes Engagement für Kinder und Familien aus.

2025 ging der Preis Düzen Tekkal und ihre Familie
2024 wurde der frühere Fußballnationalspieler Philipp Lahm ausgezeichnet.
2023 haben wir die Kinderbuchautorin Cornelia Funke ausgezeichnet
2021/2022 ging der Preis an Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus.
2020 wurde der Unternehmer Dietmar Hopp ausgezeichnet.
2019 erhielt Königin Silvia von Schweden den Karl Kübel Preis.
2018 haben wir den Karl Kübel Preis an den Ex-Fußballnationalspieler Gerald Asamoah verliehen.
2017 ging der Preis an die Schauspielerin und Ärztin Dr. Maria Furtwängler.
2016 wurde der Sänger Peter Maffay ausgezeichnet.
2015 erhielt der Journalist Ulrich Wickert den Preis.

Ansprechpartnerin

Nicole Bärenstrauch
Tel.: (06251) 700527
E-Mail: n.baerenstrauch@kkstiftung.de

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