Baumpflanzaktion an der Karl Kübel Schule knüpft ein Band zwischen Bensheim und dem Green Belt Movement in Kenia
Gemeinsam pflanzten Bürgermeisterin Christine Klein, Schulleiter Michael Steffan, Vorstandsmitglied Christoph Penkhues sowie Schülerinnen und Schüler eine Säulen-Hainbuche auf dem Schulgelände.
Auf dem Schulgelände der Karl Kübel Schule wächst nun eine Säulen-Hainbuche, die zu Ehren unserer Karl Kübel Preisträgerin Wanjira Mathai gepflanzt wurde. Der Baum steht für Verantwortung und Zuversicht, die Wurzeln schlagen sollen. Neben unseren Vorstandsmitgliedern nahmen Schulleiter Michael Steffan, Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein und Schülerinnen und Schüler an der Aktion teil.
„Was vor rund 50 Jahren durch die Mutter und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai als panafrikanische Idee begann, hat ihre Tochter Wanjira zu einer globalen Vision weiterentwickelt. Als Gestalterin und Impulsgeberin einer gerechten, grünen Zukunft hat ihre Stimme lokal wie international Gewicht", betonte Ilonka Boltze, Vorstandsmitglied der Stiftung. Mit der Pflanzung entsteht an der Karl Kübel Schule ein Band zur ostafrikanischen Vision eines Grünen Gürtels: Das Green Belt Movement (GBM), setzt sich für Aufforstung, Umweltschutz und die Stärkung von Frauen ein. In diesem Rahmen wurden bislang über 51 Millionen Bäume gepflanzt. Wanjira Mathai führt dieses Erbe als internationale Stimme für Nachhaltigkeit fort und verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Perspektiven.
„Der unermüdlichen Arbeit von Frau Mathai gilt mein größter Respekt. Diesem Baum wünsche ich: gute, feste Wurzeln, kräftiges Wachstum und eine lange Zukunft. Denn was wir heute pflanzen, kann morgen anderen Schatten spenden“, sagte Bürgermeisterin Christine Klein.
Diskussion mit Schüler*innen über Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft
Zuvor tauschten sich Zwölftklässler:innen mit Stiftungsratsmitglied Dr. Kerstin Humberg und Cecil Haverkamp, Referent von Wanjira Mathai, über das Zusammenspiel von Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft aus. „Einen Baum zu pflanzen, ist gleichermaßen ein Beitrag für Umwelt, Wirtschaft und Gemeinschaft“, betonte Humberg. Haverkamp ergänzte: „Viele junge Menschen glauben, sie müssten sich zwischen Wirtschaft und Nachhaltigkeit entscheiden. Wichtig ist zu verstehen, dass beides zusammengehört.“ Ebenso wesentlich sei der gesellschaftliche Aspekt einer nachhaltigen Wirtschaft – und Hoffnung: „Ohne Hoffnung kann es keine Veränderung geben“, so Humberg.
Mit neuen Impulsen und frischer Zuversicht gingen die Schülerinnen und Schüler am Ende des Tages nach Hause. Der Baum auf dem Schulhof wird sie daran erinnern – und sichtbar machen, dass aus einem Setzling Zukunft wachsen kann.