Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den FAIRWANDLER-Preis übernommen.
Youth lead the Change Germany will junge Menschen für Demokratie begeistern und zur Teilhabe ermutigen. © YLCG
Das Gründerteam der Alon Akademie (v.l.): Lukas Loja, Mary-Ann Loja und Alicia Reimer. Sie schaffen moderne Lernorte für Kinder und Jugendliche © Alon Akademie
Sonja Marschall und ihr Team möchten einen Ort für Familien mit schwerkranken Kindern schaffen, wo sie Normalität und Unterstützung finden. © Alpen-Familienhaus
Gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern setzen sich Anna Kierdorf (l.) und Antonia Kura für religiöse und kulturelle Vielfalt im Nahen Osten ein. © Fokus Nahost
Lisa Mauritz, Gründerin der Vielfalt bewusst leben GbR, fördert den Austausch zwischen Schulen in Deutschland und Kamerum und macht sich für Diversity stark. © Vielfalt bewusst leben
Das Team von InSEAlation arbeitet eng mit Partnern im Senegal zusammen. So entstand die Idee, Häuser mit angespültem Seegras zu dämmen. © InSEAlation
Selina Poljak will auf die Gefahren von Nationalismus, Extremismus und Hass aufmerksam machen, indem sie über die Auswirkungen des Bosnienkrieges informiert. © Voices of BiH
Der Verein Beethovians Internacional setzt sich für interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und Südamerika ein. © Beethovians Internacional
Das Team von Ntifafa Sustainibility fördert Nachhaltigkeit in Ghana. © Ntifafa Sustainibility
Jan (Rico) Iken möchte mit seiner Initiative "hoch Zwei" aus alten Textilien nachhaltige Designerkleidung herstellen. © hoch Zwei
Zum Programm des Orientierungsworkshops gehörte auch eine Kernanliegenwanderung im Odenwald. © Karl Kübel Stiftung / Kreatives Unternehmertum
Intensiv arbeiteten die Initiativen an den verschiedenen Themen. © Karl Kübel Stiftung / Kreatives Unternehmertum
Angesichts des schönen Wetters wurde statt im Seminarraum draußen gearbeitet. © Karl Kübel Stiftung / Kreatives Unternehmertum
Gruppenfoto auf dem Trommturm, von dem aus alle die Aussicht auf den Odenwald genossen. © Karl Kübel Stiftung / Kreatives Unternehmertum
Wir freuen uns über die zahlreichen Bewerbungen, die für den FAIRWANDLER-Preis 2026 eingegangen sind. Inzwischen haben wir die Teams nominiert, die mit uns gemeinsam die FAIRWANDLER-Reise antreten.
Mit dem FAIRWANDLER-Preis würdigt die Karl Kübel Stiftung herausragende junge Initiativen, die beispielhaft gesellschaftlichen Wandel als Social Entrepreneurship voranbringen wollen – in Deutschland und weltweit, z.B. im Bereich Bildung, Klima- und Umweltschutz, Gesundheit, Fair Trade, Kunst und Kultur oder Chancengerechtigkeit. Schirmherrin des FAIRWANDLER-Preises 2026 ist Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, worüber wir uns sehr freuen.
Vom 16. bis 18. April waren die nominierten Initiativen zum „FAIRWANDLER-Orientierungsworkshop“ in unser Odenwald-Institut auf der Tromm eingeladen. Dort hatten sie ein ideales Umfeld, um ihr sozialunternehmerisches Engagement zu reflektieren, sich ihrer Bedarfe und Potenziale bewusst zu werden und einen „Kompass“ für die weitere strategische Ausrichtung ihrer Initiative zu finden. „Die Kraft eines jeden Projektvorhabens liegt in der Orientierung und Klarheit der Ausrichtung zu Beginn“, weiß FAIRWANDLER-Coach Sophie Schmierer aus ihrer Erfahrung in der Begleitung junger Sozialunternehmer*innen.
Zwischen einer „Kernanliegenswanderung“ im Odenwald, offenem Austausch und fokussierter Arbeit stand für die Nominierten vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Was will ich wirklich – und welchen Beitrag möchte ich für das, was mir besonders am Herzen liegt, leisten? In tiefgehenden Einzelgesprächen mit den Coaches Sophie Schmierer und Maximilian Redwitz entstanden neue Perspektiven, viele Aha-Momente – und vor allem: Klarheit. Klarheit über die persönliche Situation, die persönliche Motivation, die Anliegen innerhalb des Teams und die nächsten Schritte in der gemeinsamen Initiative.
Am Ende waren sich alle einig: Dass ein Preis – bereits vor der finalen Preisträger-Auswahl – die Potenziale aller Nominierten unterstützt, ist etwas Besonderes in der Preis- und Förderlandschaft. Ein Gewinn für die Teilnehmenden waren die Begegnungen und der intensive Austausch miteinander. „Ich finde es unglaublich schön, dass sich hier in so kurzer Zeit eine so coole Gemeinschaft gebildet hat“, brachte es Alexander Baron (Initiative Sternenräume) auf den Punkt.
Bekanntgegeben und ausgezeichnet werden die neuen FAIRWANDLER-Preisträger*innen im September in Bensheim – im Rahmen der Karl Kübel Preisverleihung an eine engagierte prominente Persönlichkeit. Bis dahin bleibt es spannend, welche der zehn nominierten Initiativen auf der Bühne stehen werden.
Die künftigen Preisträger*innen dürfen sich auf die Teilnahme am weiteren FAIRWANDLER-Jahresprogramm freuen und sie erhalten ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro pro Gewinnerinitiative.
Das Team um Alicia Reimer schafft in Wesel einen Ort, an dem junge Menschen ihre Ideen ausprobieren können – ohne Leistungsdruck, ohne Bewertung, ohne Voraussetzungen. Immer mit dem Ziel, Selbstvertrauen und Handlungskompetenz zu stärken. Das Modellprojekt unterstützt Schulen durch passgenaue Angebote und will zeigen, wie eine offene, zugängliche Zukunftsbildung aussehen kann.
Mit der Organisation von Freiwilligendiensten nach Peru und Bolivien fing 2017 alles an. Inzwischen bietet der Verein auch Bildungsveranstaltungen zu Südamerika, unterstützt soziale Projekte in Peru und fördert Schulpartnerschaften. Ziel ist ein wechselseitiger Austausch von Ideen, Projekten und Menschen zwischen Südamerika und Europa, der ein vertieftes Verständnis für die Situation anderer schafft.
Der Verein will die kulturelle und religiöse Vielfalt im Nahen Osten stärken und sichtbar machen, letzteres auch in Deutschland. Die Mitglieder unterstützen Initiativen und Projekte wie z.B. ein Altenheim in Aleppo, damit die Menschen in ihrer Heimat bleiben können. Mit seinem Engagement für Vielfalt will der Verein zugleich Toleranz und Demokratiebildung fördern.
Nachhaltige Designerkleidung herstellen – das hat sich Jan (Rico) Iken vorgenommen. Er möchte mit internationalen Designer*innen „Upcycling upscalen“, d.h. aus alten Textilien nachhaltige, hochwertige Mode anbieten und so Textilmüll reduzieren. Zunächst ist eine Zusammenarbeit mit Modeschöpfern aus Kenia geplant. Eine weitere Idee: Die Designer*innen stellen ihre Hintergründe vor und gestalten und leiten Upcycling-Workshops.
Wie können Gebäude im Senegal kostengünstig und klimagerecht gedämmt werden? Mit dieser Frage hat sich das Start-up-Projekt befasst und zusammen mit Partnern und Wissenschaftler*innen im Senegal eine super Idee entwickelt: Gebäudedämmung auf Basis von angespültem Seegras. Das Material ist nicht nur nachhaltig, sondern senkt auch den Energieverbrauch, schafft Jobs und bessere Lebensbedingungen im Senegal.
Der Verein setzt sich für einen partnerschaftlichen Austausch zwischen Ghana und Deutschland ein und baut Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und lokale Gemeinschaften, um gemeinsam praktische und wirkungsvolle Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft zu entwickeln. So soll eine neue Generation von global vernetzten, verantwortungsbewussten Akteur*innen gestärkt werden, die gemeinsam an einer nachhaltigeren und gerechteren Zukunft arbeiten.
Sonja Marschall und ihr Team fokussieren mit dem Projekt „Sternenräume“ einen konkreten Teilbereich der Kinderhospizarbeit: den Aufbau von Abschiedshäusern für Familien, die ein Kind verloren haben – von einer Fehlgeburt bis ins Jugendalter. Diese Orte sollen einen geschützten Rahmen bieten, in dem Abschied, Begleitung und Erinnerungsarbeit unter Anwesenheit des verstorbenen Kindes und Fachpersonen für die gesamte Familie möglich werden.
Die Initiative fördert globales Miteinander durch virtuellen Austausch zwischen Schulen in Deutschland und Kamerun zum Thema Nachhaltigkeit. Der binationale Austausch soll die eigene lokale bzw. nationale Sicht um eine globale Perspektive erweitern und zum Erkennen globaler Zusammenhänge anregen. Darüber hinaus bieten Gründerin Lisa Mauritz und ihr Mann Léo Workshops zu Rassismuskritik und Empowerment für Kids of Color an.
Initiatorin Selina Poljak stellt auf ihrem Instagram-Account Voices of BiH Informationen über den Bosnienkrieg der 90er Jahre, insbesondere dem Völkermord in Srebrenica und der Belagerung von Sarajevo zur Verfügung. Zudem erfasst sie Bildungsmaterialien und arbeitet mit Expert*innen aus Wissenschaft und Kunst zusammen. Mit ihrer Initiative will sie auf die Gefahren von Nationalismus, Extremismus und Hass aufmerksam machen und zeigen, mit welchen Problemen Überlebende des Bosnienkrieges heute noch konfrontiert sind.
Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und alles andere als garantiert. Deshalb braucht es gerade auch junge Menschen, die sich einsetzen, um sie zu schützen und zu festigen. Dieser jungen Generation will die Organisation Demokratie erlebbar und erfahrbar machen und sie dafür begeistern ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte einzufordern und wahrzunehmen. Youth Lead the Change Germany unterstützt Kommunen dabei, Jugendbudgets umzusetzen.
Kooperationspartner sind:
Stephanie Himmel
E-Mail: s.himmel@kkstiftung.de