Freiwillige freuen sich auf ihren Einsatz im Ausland

Karl Kübel Stiftung entsendete 18 weltwärts-Freiwillige nach Indien und auf die Philippinen

Ein weltwärts-Freiwilligendienst ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. Aber die 18 jungen Frauen und Männer, die unsere Stiftung am Freitag (25. Juli 2025) feierlich entsendete, sind gut vorbereitet und freuen sich sehr auf ihren Einsatz. In den kommenden acht Monaten werden sie Projekte in Indien und auf den Philippinen unterstützen. 

„Ich wollte nach der Schule gern ins Ausland gehen, eine neue Kultur kennenlernen und mich sozial engagieren“, sagt Lilli Schietzold (19) aus Hüttenfeld. Der Freiwilligendienst ist da genau das Richtige für sie. Lilli wird sich mit ihrer Tandempartnerin Emilia bei der Partnerorganisation Society of the Helpers of Mary in Mumbai (Indien) einbringen und z.B. Kindern bei den Hausaufgaben helfen und im Altenheim bei der Essensausgabe unterstützen. 

Die Vorfreude ist groß, gleichwohl „bin ich auch etwas unsicher, weil ich nicht weiß, was mich erwartet“, erzählt Lilli. So wie ihr geht es vielen Freiwilligen, z.B. Matilda Sundermann aus Ober-Ramstadt: „Ich habe schon etwas Angst, aus dem gewohnten Umfeld gerissen zu werden. Allerdings ist es auch gut, mal die Komfortzone zu verlassen und auf sich gestellt zu sein, um an sich wachsen zu können.“ Die 19-Jährige wird ihren Freiwilligendienst auf den Philippinen absolvieren. Mit drei weiteren Freiwilligen unterstützt sie die Partnerorganisation Bidlisiw, die sich für Kinderrechte stark macht und gegen Menschenhandel kämpft. 

Der Freiwilligendienst ist ein Lerndienst

Während ihres Einsatzes haben die 18- bis 20-Jährigen Gelegenheit, sich einzubringen, vor allem aber, Neues kennenzulernen – andere Menschen, eine andere Kultur und andere Sicht- und Herangehensweisen. Der weltwärts-Freiwilligen sei in erster Linie ein Lerndienst, betonte Dr. Kirsten Sames auf der Feier im Pfarrer-Reith-Haus in Seeheim-Jugenheim. Sames betreut das weltwärts-Programm in der Karl Kübel Stiftung seit mehr als 15 Jahren. 

Auch Ilonka Boltze, Vorstandsmitglied der Stiftung, hob den Lerncharakter des Freiwilligendienstes hervor. Sie wünschte den jungen Frauen und Männern „Mut für Offenheit und einen Perspektivwechsel, der Euch beschenken wird, Eure eigene Welt zukünftig anders zu sehen.“ Sie unterstrich zudem, wie wichtig gerade in heutiger Zeit interkulturelles Lernen sei. Um in Deutschland eine bessere Willkommenskultur hinzubekommen, brauche es genügend Menschen, die anderen offen und freundschaftlich begegnen. „Wir wünschen uns Kulturbotschafter. Das ist das größte Geschenk, das Ihr der Gesellschaft machen könnt“, so Boltze. 

Mit dem aktuellen Jahrgang sind es bereits 255 Freiwillige, die mit unserer Stiftung „weltwärts“ gegangen sind bzw. gehen. Die Karl Kübel Stiftung beteiligt sich seit dem Start des Freiwilligenprogramms der Bundesregierung im Jahr 2008 daran, um den interkulturellen Austausch und den Dialog mit Partnerorganisationen auf Augenhöhe zu fördern. 

Vorbereitungsseminare liefen Hintergründe zur Kultur und praktische Tipps 

Damit die Freiwilligen für den Start in der Ferne gut gerüstet sind, werden sie in Seminaren intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet. Vergangene Woche standen z.B. Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Kinderrechte und Sicherheitsrisiken auf dem Plan. Auf der Entsendefeier gab´s außerdem noch ein kleines Care-Paket mit nützlichen Dingen wie Tütensuppe und einen Fächer. 

Zum Abschluss zeigten die Freiwilligen, was sie noch während ihres Vorbereitungsseminars gelernt hatten: einen Bollywood-Tanz. Eine schöne Überraschung, die bei den rund 80 Gästen super ankam und mit viel Applaus belohnt wurde. 

Ansprechpartnerinnen

Dr. Kirsten Sames
Tel.: (06251) 700576
E-Mail: weltwaerts@kkstiftung.de

Marie Siebe
Tel.: (06251) 700542
E-Mail: weltwaerts@kkstiftung.de

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