Von der Kita zum Familienzentrum: Unsere Modellstandorte machen es vor

Unsere modellhaften Familienzentren bündeln passgenaue Angebote für Familien in vorbildhafter Weise. Der Deutsche Kita-Preis belegt den Erfolg.

Die Karl Kübel Stiftung unterstützt Kindertagesstätten und Familienzentren auf ihrem Weg zu einem ganzheitlichen Angebot für Familien. Sie bietet Vertreter*innen von Kommunen, Trägern und Einrichtungen die Möglichkeit, sich durch Besuche und Hospitationen Anregungen für die eigene Arbeit zu holen.

Unsere modellhaften Familienzentren in neun Bundesländern sind alle aus Kindertageseinrichtungen entstanden. Sie verstehen sich als Knotenpunkte in einem Netzwerk von Akteuren, die das Wohl von Kindern und Eltern im Blick haben. Ziel ist es, Familien mit Kindern früh zu erreichen. Im Dialog mit den Familien werden je nach Bedarf oder Interesse Angebote entwickelt und vorgehalten. 

Gleich zwei unserer modellhaften Familienzentren wurden Zweitplatzierte beim diesjährigen Deutschen Kita-Preis – und das aus über 1.200 Bewerbungen! Ausgezeichnet wurde die Kindertagesstätte "Sonnenkinderhaus" aus Rostock für ihr innovatives Konzept, bei dem die Kinder ihren Kita-Alltag aktiv mitgestalten dürfen und Familien in vorbildlicher Weise miteinbezogen werden. Darüber hinaus engagiert sich das Sonnenkinderhaus-Team aktiv im Sozialraum. Auch die Kita/ das Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ) "Anne Frank" wurde als Paradebeispiel für gelebte Partizipation und Vernetzung geehrt.

Während der Corona-Pandemie erfuhren Familienzentren eine neue Beachtung in der Öffentlichkeit: "Sie leisten in dieser schwierigen Zeit eine großartige Arbeit als Bindeglied zwischen den Familien und der Gesellschaft", sagt Dr. Katharina Gerarts, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, und betont:

In den Familienzentren werden Kinder und Familien gehört, mit ihren Problemen ernst genommen, in schwierigen Situationen begleitet und unterstützt.

Modellstandorte entwickeln passgenaue Angebote für Familien

Alle neun modellhaften Familienzentren orientieren sich bei ihrer Arbeit an der Situation der Familien, den örtlichen Gegebenheiten und den Angeboten, die das Einzugsgebiet zur Verfügung stellt. Sie arbeiten mit den Familien zusammen, sind als Netzwerker unterwegs und öffnen das Haus für zusätzliche weiterführende Unterstützungsangebote. Die Karl Kübel Stiftung vertritt das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Entsprechend  unterstützen die modellhaften Familienzentren so viel Selbstwirksamkeit wie möglich und so viel Begleitung wie nötig.

Neun Standorte, neun Schwerpunkte

Jeder der neun Standorte hat einen anderen Schwerpunkt. Im Familienzentrum St. Marien im saarländischen Ensdorf beispielsweise fällt als erstes ein riesiger Tresen im Eingangsbereich ins Auge, hinter dem eine Fachkraft alle Anfragen der Besucher*innen koordiniert und weiterleitet. Diese „Schaltzentrale“ für Informationen sorgt für einen reibungslosen Tagesablauf. Einen anderen Fokus hat das „Sonnenkinderhaus“ in Rostock. Es kombiniert Kita und teilstationäre Betreuung. Gemeinsam musizieren hier Kinder und Demenzkranke. Sie machen vereint Gymnastik oder feiern zusammen Fasching.

Stiftung schult Fachkräfte an ihren Modellstandorten

Leitungskräfte und Mitarbeiter*innen der modellhaften Familienzentren werden durch die Karl Kübel Stiftung fachlich unterstützt und regelmäßig weitergebildet. Vertreter*innen der Standorte besuchen zudem einmal im Jahr sogenannte Children’s Centres in London, die schon viele Jahre erfolgreich nach dem Early-Excellence-Ansatz arbeiten. 

Best Practice auf dem Weg zum Familienzentrum

Für Einrichtungen, die sich in Richtung Familienzentrum weiterentwickeln möchten, dienen die Modellstandorte der Karl Kübel Stiftung als Best-Practice-Beispiele. Interessierte Fachkräfte und Akteure haben jederzeit die Möglichkeit, in einem der neun Standorte zu hospitieren und sich dabei einen für sie relevanten Schwerpunkt auszusuchen.

Das nächste Zentrum in ihrer Nähe befindet sich hier:

  • DRK-Kindertagestätte „Regenbogen“, Hamburg
  • Familienzentrum Blauer Elefant, Heiligenhafen (Schleswig-Holstein)
  • Kita Leuchtturm, Berlin
  • FamilienKiTa Anne Frank, Jena (Thüringen)
  • Kita Neustadtzentrum, Mainz (Rheinland-Pfalz)
  • Haus für Kinder und Familien St. Marien, Ensdorf (Saarland)
  • Kinderhaus Bachwiesenstraße, Stuttgart (Baden-Württemberg)
  • Lichtblick Hasenbergl, München (Bayern)
  • Ev. Integrative Kindertagesstätte „Sonnenkinderhaus“, Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

Das Eltern-Kind-Zentrum "Anne Frank" in Jena kam auf den zweiten Platz beim Deutschen Kita-Preis 2021. Das Video gibt einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung.

Ansprechpartnerin

Eva Röth
Tel.: (06251) 700564
E-Mail: e.roeth@kkstiftung.de

Early-Excellence-Ansatz

Das pädagogische Konzept der modellhaften Familienzentren basiert auf dem in England entwickelten Early-Excellence-Ansatz. Dieser sieht Kinder als Akteure ihrer Entwicklung. Eltern werden als Experten für ihre Kinder wertgeschätzt und das Lebensumfeld der Familien (Sozialraum) wird als Entwicklungschance wahrgenommen. Dabei orientieren sich die Modellstandorte an der Leitidee von „GaBi - ganzheitliche Bildung im Sozialraum“.

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