Zehn Jahre Drop In(klusive) in Hüttenfeld

Der Eltern-Kind-Treffpunkt wurde von der Karl Kübel Stiftung initiiert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Virginija Liepolt (Mitte) begleitet seit zehn Jahren Eltern mit Kleinkindern im Drop In(klusive) in Hüttenfeld. Ann-Kathrin Haas (l.) und Linda Stock schätzen das Angebot sehr. © Karl Kübel Stiftung

Das Drop In(klusive) in Lampertheim-Hüttenfeld feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und wird seitdem von Virginija Liepolt begleitet. Die Diplom-Pädagogin heißt als Elternbegleiterin alle Mütter und Väter mit ihren Kindern bis drei Jahre willkommen und steht ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Jeden Dienstag von 9 bis 11 Uhr findet das Drop In(klusive) im Bürgerhaus Hüttenfeld statt, wo sich der große Raum dann in ein Frühstücks- und Spielzimmer verwandelt. Das Besondere an dem Treff: Er ist kostenfrei und man kann spontan vorbei kommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. „Gerade diese Niedrigschwelligkeit ist wichtig, um alle Eltern zu erreichen“, sagt Dr. Aslak Petersen, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung.

Die Stiftung hat das Drop In(klusive) in Hüttenfeld im Januar 2013 initiiert, nachdem die ersten dieser spendenfinanzierten Willkommensorte bereits 2009 in Bensheim starteten. „Im Schnitt kommen zehn Eltern mit ihren Kindern“, so Virginija Liepolt. 

Eltern tauschen sich aus und erhalten wertvolle Tipps

Zu Beginn frühstücken meist alle an einem Tisch und tauschen sich aus. „Ich schätze die liebevolle Art, mit der man hier empfangen wird, und man bekommt wertvolle Tipps zum Beispiel zum Stillen“, erzählt Ann-Kathrin Haas. Die 23-Jährige und ihr Sohn Paul (6 Monate) kommen regelmäßig, ebenso Linda Stock und ihr Sohn Lino (9 Monate). „Es tut gut zu sehen, den anderen Eltern geht´s genauso wie mir “, so Linda Stock. Gerade beim ersten Kind gebe es oft Unsicherheiten und Fragen, weiß Virginija Liepolt. Sie und andere Teilnehmer*innen können dann hilfreich zur Seite stehen.

Neben dem Austausch erleben die Eltern die Stunden hier als qualitative Zeit mit dem Kind, weil es im Mittelpunkt steht. Hier können sie ungestört mit ihrem Kind Zeit verbringen und spielen. Da Virginija Liepolt Erfahrungen als Turnübungsleiterin und Yoga-Lehrerin für Kinder hat, ist ihr aufgefallen, dass Bewegungs-angebote gefragt sind. Deshalb bietet sie zum Abschluss Übungen an. „Wir singen auch immer und ich mache Seifenblasen. Das ist schon ein kleines Ritual“, sagt sie. Die Eltern schätzen das sehr. Neue Gesichter sind übrigens jederzeit herzlich willkommen.

Hessenweit gibt es rund 100 Drop In(klusive)

Zusätzlich zu dem Drop In(klusive) in Hüttenfeld gibt es zwei weitere in Lampertheim: Eines in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Bensheim, Dieselstraße 2. Treff ist dort montags von 9 bis 11 Uhr. Das andere ist im Kath. Familienzentrum St. Michael, Kirchstraße 59 in Hofheim, donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Diese beiden Drop In(klusive) sind Teil des Landesprojekts, das die Karl Kübel Stiftung in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration seit 2017 umsetzt. Insgesamt gibt es hessenweit rund 100 Drop-In(klusive)-Standorte.

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