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Kamishibai – Mit Geschichten lernen

Unsere Kamishibai-Bibliothek bietet Lehrkräften Geschichten, Rahmen und Fachliteratur zum Thema.

Das Video zeigt, wie das japanische Erzähltheater Kamishibai funktioniert.

Von 2019 bis 2020 hat die Karl Kübel Stiftung Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in der Methode des japanischen Papiertheaters Kamishibai angeboten. Die niedrigschwellige Methode eignet sich hervorragend für die Bildungsarbeit in Kitas, Familienzentren und Grundschulen und bietet sich insbesondere für die Arbeit mit inhomogenen Gruppen an. Bei den rund 400 Institutionen, die bislang qualifiziert wurden, kam das Weiterbildungsangebot sehr gut an. „Mithilfe dieser Methode können sowohl unsere pädagogischen Fachkräfte als auch Eltern auf eine ganz neue Art mit Kindern ins Gespräch kommen. Das finde ich klasse“, so Katrin Syperek vom Verein Moabiter Ratschlag. Der Verein unterhält die Kurt-Tucholsky-Bibliothek, in deren Räumen eine Kamishibai-Fortbildung veranstaltet wurde.

Die rund 20 Workshop-Teilnehmer*innen schlüpften während des Seminars sowohl in die Rolle des Erzählers als auch in die des Zuschauers. So konnten sie selbst spüren, wie diese Form des Geschichtenerzählens wirkt: berührend sowie generations- und kulturübergreifend, weil es gelingt in Bild und Wort ganz existenzielle Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen. Dr. Jürgen Wüst von der Karl Kübel Stiftung über Kamishibai als Lernmethode:

Wir möchten mit unserem Projekt die Ziele und Botschaften einer nachhaltigen Entwicklung Kindern und Eltern zugänglich machen. Dazu braucht es eine Brücke zwischen den abstrakten globalen Zielen und den Alltagserfahrungen der Menschen. Das bildgestützte Erzählen mit dem Papiertheater ist so eine Brücke.

Zusätzlich zu den Schulungen haben die qualifizierten Institutionen Holzrahmen für das Papiertheater mit passenden Bildergeschichten erhalten.

Niedrigschwellige Methode macht globale Ziele greifbar

Eine Grundschullehrerin, die nach einem Workshop Kamishibai in einer Vertretungsstunde einsetzte, sagt: „Man hätte eine Stecknadel fallen hören, so aufmerksam folgten die Kinder der Geschichte. Die Kinder waren nicht nur gefesselt von der Geschichte, die sie sahen und hörten, sondern berichteten im Anschluss von eigenen Erlebnissen im achtvollen Umgang mit der Natur und begannen selbst Geschichten zu entwickeln.“ Genauso soll es sein!

Bundesweites Bildungsprojekt

Die Karl Kübel Stiftung hat damit pädagogische Fachkräfte aus Kitas, Familienzentren, Grundschulen sowie Fachschulen für Sozialwesen an verschiedenen Standorten in Deutschland qualifiziert und vernetzt und diese im Arbeiten mit dem Erzähltheater Kamishibai zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung geschult. Die teilnehmenden Institutionen haben je einen Kamishibai-Rahmen und die dazugehörigen Bildkarten erhalten, um eine direkte Umsetzung in die Praxis zu ermöglichen.

Das Kamishibai-Projekt der Karl Kübel Stiftung wird von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Bislang konnten schon über 20.000 Kinder und Erwachsene erreicht und für eine nachhaltige Welt sensibilisiert werden.

Kamishibai-Bibliothek für Erzieher*innen

Es gibt in der Karl Kübel Stiftung auch eine Kamishibai-Bibliothek mit rund 25 Geschichten, Rahmen sowie Fachliteratur zum Thema Geschichten erzählen und Sprachförderung. Lehrkräfte, Erzieher*innen und Pädagog*innen können die Materialien für ihre Arbeit in Kitas, Eltern-Kind-Gruppen, im Klassenzimmer oder bei Elternabenden kostenlos ausleihen. Eine Liste der vorhandenen Materialien kann gern angefragt werden.

Themen und Inhalte der Kamishibai-Workshops

Infobroschüre Kamishibai

Die Broschüre "Kamishibai - Kleines Theater, große Wirkung" (43 Seiten) erklärt, wie das Erzähltheater funktioniert und wie es sich einsetzen lässt. Ein Exemplar können Sie kostenlos unter kamishibai@kkstiftung.de bestellen. Der Bezug größerer Mengen ist kostenpflichtig und auf Anfrage möglich.

Ansprechpartner

Dr. Jürgen Wüst
Tel.: (06251) 700516
kamishibai@kkstiftung.de

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