Jungen Erwachsenen eine Zukunftschance geben

Ausbildungen mit Zukunft: Erfolgsmodell Berufsbildungszentrum

Murugan* hat es geschafft! Der junge Inder aus ärmlichen Verhältnissen lebt im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu und ist heute gutverdienender Mitarbeiter eines Großkonzerns. Und dass obwohl er in der Schule mehrfach durch die Prüfungen gefallen ist und lange Zeit nicht wusste, was aus ihm werden soll. Murugan hatte Glück: Er begann eine Ausbildung als Mechaniker an einem von der Karl Kübel Stiftung geförderten Berufsbildungszentrum, absolvierte ein Praktikum und fand so zu seinem jetzigen Job – und zu mehr Selbstvertrauen. „Heute bin ich glücklich und für meine Familie nützlich“, sagt Murugan.

Murugans Werdegang zeigt, wie unser Berufsbildungszentrum in Südindien die Zukunftsaussichten perspektivloser junger Inder*innen im Distrikt Nagapattinam verbessert. Rund 1.100 arbeitslose junge Menschen haben dort seit 2015 eine Ausbildung in einem zukunftsträchtigen Beruf, wie z.B. Mechaniker*in, Grafikdesigner*in oder als Gastronomiefachfrau/mann absolviert. Über 90 Prozent der Absolvent*innen sind mittlerweile im Job, haben sich selbstständig gemacht oder setzen ihren Bildungsweg fort. Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, sagt:

Das Berufsbildungszentrum in Nagapattinam ist ein Erfolgsmodell. Diese Einrichtung dockt an Schulen an und vernetzt die Absolventen mit potenziellen Arbeitgebern

In dem Zentrum, das die Karl Kübel Stiftung gemeinsam mit der Strahlemann-Stiftung ins Leben gerufen hat, werden benachteiligte junge Erwachsene nicht nur praxisnah und bedarfsorientiert ausgebildet, sie stehen außerdem von Anfang an in engem Austausch mit möglichen Arbeitgebern. Stipendien ermöglichen auch benachteiligten jungen Menschen den Besuch des Zentrums.

Qualifizierte Bildungsangebote für Jugendliche schaffen

Damit geben wir jungen Menschen wie Murugan, die aus unterentwickelten ländlichen Gebieten stammen, eine Jobperspektive und die Chance auf eine bessere Zukunft“, sagt Tepel. Angesichts der rund elf Millionen junger Inder*innen, die jedes Jahr neu auf den Arbeitsmarkt drängen, erscheint eine bedarfsgerechte berufliche Qualifizierung besonders wichtig. Das indische Berufsbildungssystem ist dafür weder ausgelegt, noch ist es für junge Menschen aus benachteiligten Schichten bezahlbar.

Jobperspektiven ermöglichen

Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir deshalb in den kommenden Jahren in weiteren Regionen Indiens an unterversorgten Orten Berufsbildungszentren einrichten, um benachteiligten jungen Erwachsenen eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Die Zentren sind so konzipiert, dass sie nach spätestens vier Jahren finanziell auf eigenen Beinen stehen.

2019 haben wir Berufsbildungsprojekte in zwei indischen Bundesstaaten gestartet. Die berufliche Qualifizierung ist für uns ein wichtiges Instrument zum Empowerment von benachteiligten Menschen und für mehr soziale Gerechtigkeit. Daher ist Berufsbildung auch eine Komponente in vielen unserer Projekte. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba beispielsweise fördern wir seit 2019 Berufsbildungskurse im Friseurhandwerk oder in der Schneiderei für junge Mädchen aus den Slums und ermöglichen Ihnen so eine bessere Zukunft.

* Name geändert

Für diese Angebote benötigen wir Ihre Unterstützung! Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie benachteiligten jungen Menschen im Globalen Süden eine Ausbildung. Geben Sie diesen jungen Menschen eine Chance!

 

Schnellnavigation
Zur Suche