Ausbildungen und Kleingewerbe ermöglichen Frauen in Äthiopien ein besseres Einkommen

In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba fördern wir benachteiligte Frauen mit Berufsausbildungen und dem Aufbau von kleinen Gewerben.

Das Leben in den Slums der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist hart – besonders für Frauen und Kinder. Gemeinsam mit unserem äthiopischen Partner MIRAF wollen wir ihre Lebensbedingungen langfristig verbessern. 400 besonders benachteiligte Frauen erhalten im Rahmen des Projekts eine Ausbildung oder gründen ein kleines Gewerbe, das ihnen ein regelmäßiges Einkommen verschafft.

Existenzsicherung in Addis Abeba

Projektlaufzeit

Mai 2019 bis Ende 2022

Begünstigte

400 Frauen u. 100 Schulkinder

Schwerpunkte

Existenzgründung, Ausbildung, Gesundheit

Partner

BMZ, MIRAF, Strahlemann Stiftung, Arche Noah Stiftung

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nach dem Lockdown in Äthiopien nun an Fahrt aufgenommen hat und die Berufsbildungskurse in Kleingruppen wieder stattfinden können“, sagt Projektreferent Hannes Zimmer von der Karl Kübel Stiftung. „Die angespannte politische Lage im Norden Äthiopiens hat glücklicherweise bisher keinen Einfluss auf das Existenzsicherungsprojekt in Addis Abeba.“

Frauen beruflich qualifizieren

Die Maßnahmen orientieren sich am Bedarf der Menschen vor Ort. Interessierte Frauen können beispielsweise das Friseurhandwerk erlernen oder sich zur Schneiderin ausbilden lassen. Die ersten Mädchen und Frauen haben bereits ihre Ausbildung abgeschlossen.

Außerdem unterstützen wir Frauen bei der Einrichtung eines kleinen Gewerbes, indem wir eine Erstausstattung stellen und sie entsprechend schulen.

Drei Beispiele für nachhaltige Existenzsicherung

  • Aufbau einer Fladenbrotbäckerei

    Bewährt hat sich hier beispielsweise die Einrichtung kleiner Fladenbrotbäckereien. In Kleingruppen lernen junge Frauen alles über die Produktion und den Verkauf des beliebten Fladenbrots Injera. Die Begünstigten erhalten einen Kochherd, auf dem sie bis zu 110 Fladenbrote pro Tag backen können. Die Nachfrage ist groß, die Brote werden in der Nachbarschaft sowie an andere Läden verkauft.

  • Herstellung und Verkauf von Flüssigseife

    Auch durch die Herstellung von Flüssigseife können verarmte Frauen zusätzliches Geld erwirtschaften. In unseren Kursen erfahren sie, wie Seife produziert wird und erhalten die notwendige Ausstattung. Die fertige Seife verkaufen sie dann in eigenen Minishops oder auf Märkten. Andere beliefern beispielsweise Hotels.

  • Gemeinsame Geflügelzucht in der Kleingruppe

    Frauen mit Erfahrung in der Tierhaltung helfen wir dabei, gemeinsam mit anderen Frauen eine eigene Geflügelzucht aufzubauen. Von unserem Projektpartner erhält jede Gruppe eine Erstausstattung mit 64 Hühnern, Material für den Stallbau sowie Futter. Zusätzlich werden sie in der Hühnerhaltung geschult.

Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Spargruppen

„Durch diese Aktivitäten erhalten 400 Frauen in Addis Abeba eine dringend benötigte Einnahmequelle, um sich und ihre Kinder ausreichend ernähren zu können“, betont Zimmer. „Außerdem unterstützen wir sie darin, Spar- und Kreditkooperativen zu bilden, um die kleinen Gewerbe zukunftssicher zu machen und um langfristig die Rolle der Frauen in der Gemeinschaft zu stärken.“

Flankierende Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge

Auch die Gesundheit der Menschen im Projektgebiet haben die Mitarbeiter*innen von MIRAF bei ihrer Arbeit im Blick: Mütter bekommen Tipps zur besseren Hygiene und gesunden Ernährung. Sie erhalten auch Saatgut und Hilfe beim Anlegen eines eigenen kleinen Küchengartens, der die Familie mit Gemüse versorgt.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende, damit mehr Familien eine gesicherte Existenz aufbauen und ihren Kindern Zukunftschancen bieten können!

Wie Ihre Hilfe wirkt: Bereits mit 15 Euro ermöglichen Sie eine Schulung in Buchführung. 80 Euro kostet eine Ausbildung. 150 Euro bilden den Grundstock für den Aufbau eines kleinen Gewerbes.

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