Von der Mülldeponie zur High-School

Unser Projekt vor Ort verhalf Reinalyn und ihrer Familie, ein würdigeres Leben zu führen.

Reinalyn und ihre sieben Geschwister wuchsen am Rande einer Mülldeponie von Mandaue City auf den Philippinen auf. Schon als Kind durchsuchte sie mit ihren Brüdern und Schwestern die Müllhalde nach Verwertbarem ab, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Auch ihre Eltern arbeiteten täglich auf den Müllbergen.

Reinlayn ging jeden Tag zur Schule, aber: „An der Mülldeponie war es schwierig, sich auf die Schule zu konzentrieren”, erinnert sie sich. Und auch sonst setzte ihr das Lebensumfeld zu, machte sie sich Sorgen. Oft lag Reinalyn die halbe Nach wach, wenn der Regen mal wieder durch das Haus aus recycelten Müllmaterialien tropfte. 

Ein Projekt der Karl Kübel Stiftung und ihrer lokalen Partnerorganisation JPIC-IDC brachte die Wende: Reinalyn und ihre Familie zogen fort von der Mülldeponie in die Bagalnga Wohnanlage. Sie kann sich noch an das genaue Datum erinnern: 26. August 2012. "Wir gehörten zu den ersten zehn Familien, die dort ein neues Zuhause erhielten." Das Haus in der neuen Umgebung war das exakte Gegenteil zum Leben in den Slums. Hier gab es eine angemessene Unterkunft und viel Grün.

Reinalyns Eltern sorgten nun auf vielfältige Weise für den Lebensunterhalt. Einen Teil ihres Landes nutzten sie als Hausgarten zur Eigennutzung und sie züchteten Schweine. Ihre Mutter stieg zusätzlich in die Schmuckfertigung ein und ihr Vater wurde als Hilfsarbeiter eingestellt, um weitere Wohneinheiten zu bauen.

Bildung - ein wichtiger Faktor

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Umsiedlungprogrammes war Bildung. Alle Kinder in der neuen Siedlung wurden motiviert und unterstützt, regelmäßig die Schule zu besuchen, während die Eltern sich um die Versorgung kümmerten.

Dank der anhaltenden Förderung konnten Reinalyn und ihre Geschwister die Grund- und Oberschule absolvieren. Reinalyns Ziel nach ihrem High-School Abschluss 2020: Pädagogik studieren. Doch die Corona-Pandemie machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Um ihrer Familie durch die Krise zu helfen, arbeitete sie in einer nahegelegenen Handwerksfirma. An ihrem Wunsch zu studieren, hält sie trotzdem fest: „Nichts im Leben ist unmöglich, wenn man betet und sich anstrengt“, sagt Reinalyn. „Und in harten Zeiten ist Familie der Ort, auf den man sich verlassen kann. Dort finde ich Stärke und Geborgenheit”.

Unterstützen auch Sie unsere Arbeit, damit mehr Menschen wie Reinalyn und ihre Familie eine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten. Bildung in allen Facetten ist ein Schlüssel dazu.

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