Projektarbeit in Tansania mit Kindesschutz gestartet

Unser jüngstes Partnerland ist Tansania. Unsere Arbeit in dem ostafrikanischen Land zielt darauf ab, die Misshandlung von Kindern in den Schulen zu stoppen

Auch in Tansania sollen Kinder eine unbeschwerte Kindheit haben – ohne Angst vor Gewalt und Missbrauch. © Karl Kübel Stiftung

Zusätzlich zu unserem Engagement in Asien werden wir in den nächsten Jahren unser Engagement in Afrika, ausgehend von Äthiopien, weiter ausbauen. 2019 kam Tansania als neues Partnerland hinzu. Das politisch stabile ostafrikanische Land ist geprägt von hohem Bevölkerungswachstum und extremer Armut.

Misshandlung an Schulen

Gewalt gegen Kinder ist in Tansania an der Tagesordnung. Die Prügelstrafe in der Schule ist nicht strafbar und wird vielfach exzessiv angewandt. 2018 sorgte der Tod eines 13-Jährigen, der zuvor von seinem Lehrer schwer geschlagen worden war, für Schlagzeilen. Besonders Mädchen sind in der tansanischen Gesellschaft körperlicher, verbaler und sexueller Gewalt ausgesetzt. Missbrauchsfälle werden nicht geahndet.

Wir haben unser erstes Projekt in Tansania 2019 gestartet. In drei verschiedenen Regionen fördern wir aktuell rund 17.900 Menschen, davon 17.000 Schüler*innen.

Kindesschutz auf allen Ebenen verankern

Wir haben unser Engagement in Tansania deshalb mit einem Projekt zum Kindesschutz, einem Kernthema der Karl Kübel Stiftung, begonnen. Es setzt auf verschiedenen Ebenen an und zielt auf die Bekanntmachung und Einhaltung internationaler Kinderschutzstandards ab. Der Fokus unserer Aktivitäten liegt dabei auf den Schulen.

„Mit unserer Arbeit hier möchten wir den rund 17.000 Schülerinnen und Schülern an insgesamt 30 Primarschulen in unseren Projektgebieten eine sichere Lernumgebung ermöglichen, in der die Lehrerinnen und Lehrer mit positiven Erziehungsmethoden arbeiten“, erklärt Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung.

Kinderschutz an Schulen etablieren

Mitarbeiter*innen unserer erfahrenen lokalen Partnerorganisation, Christian Social Services Commission (CSSC), schulen das Lehrpersonal in gewaltfreiem Klassenmanagement und sorgen dafür, dass Kindesschutz an allen beteiligten Schulen institutionell verankert wird. Dies geschieht beispielsweise durch die Erarbeitung von Kinderschutzrichtlinien und die Einrichtung zentraler Anlaufstellen. Außerdem werden kleine „Ressource Center“ errichtet, die mit Unterrichtsmaterialien und Fachliteratur ausgestattet sind. Auch die Kinder erhalten erstmals eine Stimme, etwa in neu errichteten Schülerclubs. „Uns ist es wichtig, alle Beteiligten für dieses Thema zu sensibilisieren“, betont Tepel, „von den Lehrkräften, über die Schulkinder bis hin zu den Eltern.“

Bereits in der Lehrerausbildung auf Kindesschutz achten

„Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass das Thema Kindesschutz in der tansanischen Lehrerausbildung fest verankert wird“, so Tepel. „Nur so kann es gelingen, Prügel und Gewaltanwendungen sukzessive aus den Klassenzimmern in Tansania zu verbannen.“

Die Stiftung wird in den nächsten Jahren ihr Engagement in Tansania und den ostafrikanischen Nachbarländern weiter ausbauen. Kindesschutz, aber insbesondere auch Bildung, qualifizierte Berufsausbildung und Schaffung von Beschäftigung und Einkommen sind wichtige Faktoren für die Zukunft der jungen Generation in Afrika. Dazu wollen wir mit unserer Arbeit beitragen.

Helfen Sie mit, dass Kinder in Tansania frei von Gewalt aufwachsen können!

Schnellnavigation
Zur Suche