Erfolgsgeschichten aus Kenia: Ausbildung eröffnet neue Chancen

Ausbildungszentrum in der Steppe schafft neue Perspektiven für Jugendliche.

Kamarr Joshua und Samaiyian Legei haben einen großen Schritt gewagt und neue Wege beschritten. Ihre Geschichte zeigt: Mit den richtigen Chancen, einer starken Gemeinschaft und dem Mut, an sich zu glauben, kann echte Veränderung entstehen. 

Die beiden Jugendlichen leben im Norden Kenias und haben dieses Jahr eine berufliche Qualifizierung in einem Ausbildungszentrum absolviert, das wir 2024 gemeinsam mit der lokalen Organisation IMPACT aufgebaut haben – mitten in der nordkenianischen Steppe. Die gesamte Gemeinschaft half beim Bau mit, sodass er innerhalb von nur sechs Monaten fertig war. 

Kamarr Joshua arbeitete früher als Hilfskraft auf Baustellen und unterstütze die erfahrenen Maurer. Mit großem Interesse verfolgte er deren Arbeit, lernte dazu, sammelte Erfahrungen. Das war ihm jedoch zu wenig! Er wollte selbst Verantwortung übernehmen und mehr, als nur zuarbeiten. Deshalb bewarb er sich für eine Qualifizierung in dem Ausbildungszentrum. Von Fundamenten bis hin zu anspruchsvollen Abschlussarbeiten, ergänzt durch Kenntnisse zu Sicherheit und Teamarbeit: All das lernte Kamarr Schritt für Schritt in der Ausbildung zum Maurer. 

Heute gehört er zu den führenden Kräften bei wichtigen Bauprojekten der Gemeinschaft, für ihn eine ganz besondere Ehre. Er hat nicht nur ein verlässliches Einkommen, sondern auch das Vertrauen seiner Community gewonnen. Außerdem gibt er sein Wissen weiter und begleitet junge Nachwuchsmaurer auf ihrem Weg.

Auch Samaiyian Legei hat durch die Ausbildung eine neue Zukunft für sich geschaffen. Sie entdeckte ihre Leidenschaft für Schönheitspflege, erlernte das Friseurhandwerk und eignete sich zusätzlich wichtige Kenntnisse als Kleinunternehmerin an. Mit Kreativität, Ausdauer und starkem Willen gelang es ihr, ein eigenes Einkommen zu verdienen und sogar einen Salon zu eröffnen. Dort schafft sie nun selbst Ausbildungsplätze für andere.

In den Steppen Nordkenias sind die Jugendlichen traditionell für das Hüten der Viehherden verantwortlich. Ein Lebensmodell, das immer stärker von Dürreperioden und heftigen Regenfällen bedroht wird. Auch in der kenianischen Gesellschaft sinkt die Akzeptanz für diese traditionelle Lebensweise. Für die Jugendlichen ist das eine große Herausforderung, denn sie verlieren nicht nur ihre Aufgabe, sondern auch ihre gesellschaftliche Rolle. Die nomadischen Gemeinschaften stehen am Beginn eines Wandels, denn durch ihren abgelegenen Lebensraum mangelt es ihnen an alternativen Möglichkeiten. 

Um ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, haben wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisationen IMPACT das Ausbildungszentrum gebaut – genau dort, wo die Jugendlichen leben. Neben beruflichen Fähigkeiten werden auch allgemeine Lebenskompetenzen vermittelt, um die Jugendlichen dabei zu unterstützen ihre neue Rolle in der Gesellschaft zu finden und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken. 

Unser Projektpartner in Kenia 
Unsere kenianische Partnerorganisation IMPACT arbeitet seit 2002 eng mit den pastoralen Gemeinschaften zusammen, um sich für die Rechte indigener Völker einzusetzen und die Ursachen von sozialer Ausgrenzung, Diskriminierung, Verstaatlichung und Armut zu bekämpfen.

Helfen Sie mit, Jugendlichen in Kenia eine sichere Existenz durch Bildung zu ermöglichen!

Lade Daten