Äthiopien - vom Hungerland zum Hoffnungsträger

Wir verstärken unser Engagement in Afrika

Mit Kleinkrediten unterstützen wir Frauen in Addis Abeba darin, kleine Gewerbe, wie z.B. eine Fladenbrotbäckerei, aufzubauen. © Karl Kübel Stiftung

Afrika ist ein Kontinent im Wandel zwischen Krisen und Reformen. Wir haben uns entschieden, gemeinsam mit unseren Partnern unser Engagement dort auszubauen und reformorientierte Staaten wie Äthiopien stärker zu unterstützen. Wenn wir es schaffen, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort langfristig zu verbessern, ermöglichen wir ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Land und eine lebenswerte Zukunft.

Äthiopien gehört zwar nach wie vor zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt, aber es macht seit mehr 20 Jahren große Entwicklungsfortschritte. Gezielte Investitionen in Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätze haben zu verbesserten Lebensbedingungen geführt und einen raschen Rückgang der Geburtenziffer angestoßen. Daher gilt es, diesen Weg weiter zu beschreiten und die Menschen zu unterstützen, die bisher noch nicht oder kaum von den Investitionen profitiert haben (vgl. die Studie Vom Hungerland zum Hoffnungsträger).

Wir sind in Äthiopien seit 2013 tätig. Mit derzeit zwei laufenden Projekten fördern wir aktuell rund 12.900 Menschen (direkte Zielgruppe).

Armutsbekämpfung auf dem Land

Dazu gehören vor allem die Menschen auf dem Land. Viele Landbewohner*innen schuften als Tagelöhner auf den Farmen ausländischer Investoren. Der dürftige Lohn reicht nicht zum Leben aus (Liportal.de). Die meisten Landbewohner*innen stecken in einem Teufelskreis aus Armut, Analphabetismus und Unterernährung fest. Viele Kleinbäuer*innen leiden zudem immer stärker unter den Folgen des Klimawandels und unter vermehrten Ernteausfällen.

Um für die Folgen des Klimawandels besser gewappnet zu sein, schulen wir gemeinsam mit unseren Partnern die Kleinbäuer*innen in einer nachhaltigen Land- und Weidenutzung. Die Bale-Berge im Hochland von Äthiopien eignen sich z.B. ideal für den Anbau von Obst und Gemüse. Durch die Erschließung neuer Einkommensquellen, wie z.B. moderner Bienenzucht, können die Kleinbäuer*innen ihre Familien ganzjährig ausreichend versorgen.

Ressourcen schützen und Biodiversität erhalten

Die Schulung der Kleinbäuer*innen in nachhaltiger Landwirtschaft trägt dazu bei, die Ressourcen des angrenzenden geschützten Bale-Mountains Nationalparks zu schonen und dessen bedrohte Artenvielfalt zu erhalten. Die Maßnahmen finden in Kooperation mit der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft statt.

Stärkung benachteiligter Frauen in den Slums

Dürreperioden und Konflikte veranlassen immer mehr Menschen, vom Land in die Stadt zu ziehen. Insbesondere in den Slums der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist die Not sehr groß. Viele Frauen dort müssen allein das Überleben ihrer Familie sichern, verdienen aber nicht einmal einen Euro pro Tag. Ihre Kinder sind unter- oder mangelernährt, gehen z.T. nur unregelmäßig zur Schule oder brechen sie vorzeitig ab. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner Miraf haben wir deshalb 2019 ein Projekt zur Förderung besonders benachteiligter Frauen und ihrer Familien gestartet. Es ermöglicht den Frauen eine qualifizierte Ausbildung und einen Zuschuss bei der Gründung von Kleinstgewerben. In Spar- und Kreditkooperativen werden sie in Vermarktung, Buchführung und Führungskompetenz geschult. Danach können sie mit einem eigenen kleinen Gewerbe, wie beispielsweise einer Fladenbrot-Bäckerei, das Familieneinkommen stabilisieren und erhöhen.

Mit Ihrer Spende schenken Sie den Menschen in Äthiopien eine Zukunft!

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