Informieren

Hessen plant Willkommensorte für Familien mit jüngsten Kindern

„Drop In(klusive)“-Ansatz wird hessenweit ausgebaut – jetzt für Förderung bewerben. Familienminister Stefan Grüttner: „Frühe Unterstützung ist wichtig für Integration und Bildungserfolg.“

Drop In(klusive) als Willkommensorte (© Thomas Neu)

Wiesbaden/Bensheim. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wird ein von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie entwickeltes Projekt, die sogenannten „Drop In(klusive)“, hessenweit ausbauen und in eine Landesförderung übernehmen.

„Drop In(klusive)“ sind offenen Treffpunkte, die allen Eltern mit ihren jüngsten Kindern eine Anlaufstelle in ihrem Lebensumfeld bieten und dazu beitragen sollen, dass möglichst vielen Familien das Ankommen gut gelingt. Bisher gibt es von der Karl Kübel Stiftung bereits acht dieser Willkommensorte für Familien, vier in Bensheim, eine in Worms, eine in Lampertheim-Hüttenfeld, eine in Darmstadt-Kranichstein und eine in Darmstadt-Eberstadt. Künftig sollen hessenweit 99 „Drop In(klusive)“ entstehen. Bezogen auf die drei Regierungsbezirke (RP) bedeutet dies, dass in den 17 Jugendamtsbezirken im RP Darmstadt maximal 51 sowie in den jeweils acht Jugendamtsbezirken im RP Gießen und im RP Kassel jeweils maximal 24 Drop In(klusive)-Treffpunkte gefördert werden können.

„Hessen ist ein attraktives Land und erlebt deshalb seit Jahren einen Zuzug“, so Familienminister Stefan Grüttner. „Damit alle, die hierher kommen, schnell Anschluss finden und Zugang zu den vielfältigen Angeboten an Bildung und Erziehung von Anfang an erhalten, braucht es leicht zugängliche Treffpunkte, die allen offen stehen“. Arbeitsplatzwechsel, veränderte Familiensituationen, aber auch Flucht und Vertreibung – es gibt viele Gründe, warum Eltern und Kinder neu sind in einem Lebensraum. „Familien sind heute so komplexen Anforderungen, u.a. auch an ihre Mobilität, ausgesetzt, dass es für die Entwicklung der Kinder entscheidend ist, wie schnell soziale Kontakte aufgebaut werden“ führt Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, aus. Je früher Eltern mit ihren Kindern in einen regelmäßigen Kontakt mit anderen Eltern und Kindern kommen, desto intensiver können sie von bestehenden Angeboten profitieren. Gerade auch Familien aus anderen Kulturkreisen, denen unsere Strukturen noch fremd sind, können im Austausch mit anderen Eltern die ihnen wichtigen Fragen klären. „Das Drop In(klusive) nimmt alle Eltern als Experten ihrer Kinder ernst. Egal, woher die Eltern kommen, wie lange sie schon hier leben oder wie gut sie die deutsche Sprache beherrschen, sie alle verbindet die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder“, so Kobelt Neuhaus.

Interessierte Träger können sich direkt unter dem unten stehenden „Jetzt bewerben“-Button online bewerben. Die mit durchschnittlich 7.500 Euro angesetzten Jahreskosten für ein Drop In(klusive) werden im ersten Jahr mit max. 5.000 Euro und im 2. Jahr mit max. 2.500 Euro gefördert. Damit soll gewährleistet werden, dass dieses Angebot dort entsteht, wo es lokal verankert ist. Neben der Förderung werden die Bewerber von Anfang an durch die Karl Kübel Stiftung unterstützt. Die Begleitung umfasst alle praktischen Fragen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Angebots stellen. Dazu gehört neben der Qualifizierung der Begleitpersonen des Drop In(klusive) auch die Unterstützung bei der Gewinnung von Partnern und Förderern sowie bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ansprechpartnerin

Inka Kuusela
Tel.: 06251 7005 19
Drop-In-hessen(at)kkstiftung.de

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00