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Regionale Beratungs- und Servicestellen - Kinder mit Fluchthintergrund

1. Dezember 2016. Sozialminister Stefan Grüttner: „Das Land Hessen unterstützt Pädagogische Fachkräfte, Tagespflegepersonen, Fachberatungen und Träger bei ihrer Arbeit mit Kindern mit Fluchthintergrund.“

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Wiesbaden/Bensheim. „Die Hessische Landesregierung unterstützt die Fachkräfte in Hessen bei ihrer Arbeit mit Kindern mit Fluchthintergrund. Mit der Einrichtung von drei Service- und Beratungsstellen in Nord-, Mittel- und Südhessen stellen wir nachhaltig sicher, dass Träger von Kindertageseinrichtungen, Fachberatungen, Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen ab 1. Dezember diesen Jahres kompetent Auskunft zu allen Fragen rund um die Arbeit mit Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund bekommen“, so der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, anlässlich der Aufnahme der Arbeit der Stellen.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration habe „frühzeitig“ und „verantwortungsvoll“ auf die Herausforderungen der aktuellen Zuwanderung durch Flüchtlinge reagiert. „Integration beginnt mit dem ersten Tag im neuen Land. Dann wird die allererste Basis für den Zugang zu einer neuen Kultur, Sprache und Werten gelegt. in dieser wichtigen Phase unterstützen wir die Fachkräfte bei ihrer Arbeit“, so der Minister. Schon im Herbst 2015 startete eine Reihe von landesweiten Fachveranstaltungen, die bisher von rund 1.500 Fachkräften genutzt wurden. Bei den Fachveranstaltungen wurde der Bedarf nach noch mehr Unterstützung deutlich. Auf diesen hat das Sozial- und Integrationsministerium mit der Einrichtung der Stellen unmittelbar reagiert. „Viel Zeit, so die Aussage von teilnehmenden Fachkräften, sei für die Informationsbeschaffung verloren gegangen. Wo gibt es Angebote zum Umgang mit Traumatisierung, wer ist der richtige Ansprechpartner bei rechtlichen Fragen oder wo lassen sich Übersetzer finden? Im Alltag gibt es zahlreiche Fragen, die sich rund um das Thema Flucht ergeben. Durch ein Beratungsangebot, das die Fachkräfte in ihrem Alltag spürbar entlastet, tragen wir dazu bei, dass sich die Fachkräfte auf die eigentliche Arbeit mit den Kindern und ihren Familien konzentrieren können“, erläuterte Grüttner.

Bis Ende 2018 werden die drei Beratungsstellen in Nord-, Mittel- und Südhessen den Fachkräften zuarbeiten. Die Gesamtkoordination des Projektes liegt bei der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, die für das Auswahlverfahren für die drei Beratungs- und Servicestellen, die Qualitäts- und Ergebnissicherung sowie für die Dokumentation der gewonnenen Erkenntnisse zuständig ist. „Es gibt viele gute Beispiele, hilfreiche Materialien und sehr viele verschiedene Angebote, die die Praxis noch nicht kennt“, so Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung. „Dies alles auf dem aktuellen Stand zusammenzutragen, zu pflegen und der Praxis über die drei Beratungsstellen zur Verfügung zu stellen, sind wesentliche Teile unserer Arbeit“, so Kobelt Neuhaus weiter. Sozialminister Grüttner zeigt sich überzeugt, dass mit der Karl Kübel Stiftung ein Partner gefunden wurde, der mit seiner Erfahrung gewährleistet, dass sehr nah am tatsächlichen Bedarf gedacht wird.

Aus zahlreichen Bewerbungen von Trägern aus ganz Hessen wurden für Südhessen der DRK Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V., für Mittelhessen das Jugendamt der Universitätsstadt Marburg und für Nordhessen der Dachverband freier Kindertageseinrichtungen DAKITS e.V. in Kassel als Träger der Beratungs- und Servicestellen ausgewählt. „Die große Resonanz auf die Ausschreibung hat gezeigt, dass viele Träger diese Bündelung von Beratungsangeboten begrüßen. Die Auswahl fiel bei den fundierten Bewerbungen nicht leicht. Mit den drei ausgewählten Trägern ist es gelungen, unterschiedliche Kompetenzen und Zugänge zu bündeln“, so Sozialminister Grüttner. Seit dem 1. Dezember sind in allen drei Beratungs- und Servicestellen fachkundige Mitarbeiter erreichbar.

Die drei Beratungs- und Servicestellen im Überblick

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Nordhessen:
DAKITS e.V. (Dachverband der freien Kindertageseinrichtungen)
Motzstraße 4, 34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 7663884
Email: nordhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.dakits.de

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Mittelhessen:
Magistrat der Universitätsstadt Marburg
Karlsbader Weg 5, 35039 Marburg
Tel.: +49 (0) 6421 4875619
Email: mittelhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.marburg.de

Trägerübergreifende Beratungs- und Servicestelle Regierungsbezirk Südhessen:
DRK-Kreisverband Darmstadt-Stadt e.V.
Mornewegstraße 15, 64293 Darmstadt
Tel.: +49 (0) 6151 3606656
Email: suedhessen(at)beratungsstelle-kinder-flucht-hessen.de
Internet: www.drk-darmstadt.de

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