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Junge Menschen FAIRwandeln die Welt

18. November 2016. Der von der Karl Kübel Stiftung initiierte FAIRWANDLER-Preis wird jährlich bundesweit ausgeschrieben. Er würdigt die Initiativen junger Menschen, die sich nach einem längeren Auslandsaufenthalt entwicklungspolitisch engagieren. Initialzündung für FAIRWANDLER-Projekte sind intensive Erfahrungen in der Auslandszeit. Sie machen die jungen Erwachsenen zu Botschaftern für global verantwortungsvolles Denken und Handeln.

Impressionen von der PreisFAIRleihung

 

 

Frankfurt am Main/Bensheim. Erstmals hat die Karl Kübel Stiftung den FAIRWANDLER-Preis für entwicklungspolitisch engagierte junge Menschen verliehen. Fünf innovative Projekte aus verschiedenen Kategorien haben den Preis gewonnen. An der Verleihung in der jugend-kultur-kirche sankt peter nahmen rund 200 Gäste teil.

Die FAIRWANDLER-Preisverleihung am 18. November 2016 in Frankfurt am Main (Video).

Wie gelingt es, dass wir uns in Deutschland für ein interkulturelles Zusammenleben öffnen? Wie können wir Wirtschaft fair und nachhaltig gestalten? Wie können wir ein Sprachrohr für diejenigen sein, die etwas zu sagen haben, aber kein Gehör finden? Dies sind Fragen, auf die die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren ausgezeichneten Initiativen Antworten gefunden haben. Allen gemeinsam ist, dass sie mehrere Monate in einem Entwicklungsland gelebt haben und danach mit veränderten Sichtweisen nach Deutschland zurückgekehrt sind. Für sie waren die intensiven persönlichen Erfahrungen der Auslandszeit die Initialzündung für ihr gesellschaftliches Engagement in Deutschland. Sie setzen sich für soziale Gerechtigkeit ein oder machen mit Aktionen auf globale Missstände aufmerksam. Denn: „Wir alle tragen Verantwortung für die Zukunft unserer Einen Welt. Junge Menschen, die verändern und mitgestalten wollen, sind ein besonderer Gewinn für unsere Gesellschaft“, erklärt Bundesentwicklungs-minister Dr. Gerd Müller, Schirmherr des FAIRWANDLER-Preises.

Ins Leben gerufen hat den FAIRWANDLER-Preis die Karl Kübel Stiftung (KKS) in Kooperation mit anderen Nichtregierungsorganisationen. „Mit unserem bundesweiten Preis wollen wir junges, entwicklungspolitisches Engagement sichtbar machen und fördern“, so Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der KKS. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus Dortmund, Konstanz, Ottersweier, Hamburg und Osnabrück erhalten eine Förderung von jeweils 2.500 Euro für ihre Projekte sowie ideelle Unterstützung von ehrenamtlichen Patinnen und Paten.

Mit dem FAIRWANDLER-Preis knüpft die KKS an das Vermächtnis ihres Stifters an: Schon in den 1990er-Jahren hatte der ehemalige Unternehmer Karl Kübel das Potenzial kritischer junger Menschen als Multiplikatoren für globale Verantwortung erkannt und gefördert. Seit neun Jahren entsendet die Stiftung im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramms weltwärts junge Menschen zu Partnerprojekten in Indien und auf die Philippinen. Dort erhalten sie Einblicke in ökologischen Landbau oder lernen Frauenförderungs- und Bildungsprogramme kennen.

Stellvertretend für den Entwicklungsminister würdigte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn die Preisträgerinnen und Preisträger: „Die ausgezeichneten Fairwandlerinnen und Fairwandler zeigen uns: Auslandsaufenthalte wie Freiwilligendienste können weit mehr sein als eine persönliche Horizonterweiterung oder ein Karrierebaustein für den Lebenslauf. Sie bringen Veränderungsbereitschaft und junges Engagement in unsere Gesellschaft zurück.“

Bewerbungen für den FAIRWANDLER-Preis 2017 werden ab kommenden März möglich sein.

Weitere Informationen zum Preis, den Preisträgerinnen/ Preisträgern:

www.fairwandler-preis.org

Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Projekte

Kategorie: Journalismus / Künstlerisches Engagement:
Lena Dorfschmidt aus Osnabrück: „Open History Project“, ein internationales Zeitzeugenprojekt mit mehr als 400 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit >> Einspieler

Niklas Rudolph aus Dortmund: Projekt „mitten.drin“, ein Online-Magazin, an dem 40 junge Leute mit Auslandserfahrung arbeiten. Es zeigt auf zeitgemäße Weise Möglichkeiten des Engagements in Deutschland auf und motiviert andere zur Nachahmung. >> Einspieler

Kategorie: Interkulturelles Zusammenleben:
Marlene Gärtner aus Konstanz: „Bridging Gaps e.V.“, ein Antirassismus-Projekt mit dem Partnerland Südafrika >> Einspieler

Kategorie: Bildung:
Lisa Ziegler aus Ottersweier: „Sichtwechsel – Stadtbilder Afrika“ – ein Projekt, das ein alternatives Afrikabild zeigen möchte >> Einspieler

Kategorie: Social Entrepreneurship:
Felix Nasser aus Hamburg: „SchokoLüne – ein Partnerschaftlicher Handel des Lünebohne e.V.“, ein Projekt zu alternativem, fairem Handel >> Einspieler

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