Projekte in Philippinen

Philippinen - Wohnraumprojekte für Familien aus Elendsvierteln

Familie vor einem Haus

Die Insel Cebu gehört zu der Inselgruppe der Zentralen Visayas, dem Armenhaus der Philippinen. Obgleich die Zentralen Visayas wirtschaftlich und politisch extrem benachteiligt sind, ist die Provinzhauptstadt Cebu City infrastrukturell relativ gut entwickelt. Sie verfügt über einen gut ausgebauten Hafen und einen internationalen Flughafen. Mit Erfolg konnten in der Vergangenheit ausländische Kapitalgeber für Neuinvestitionen geworben und ein gut florierender Tourismussektor etabliert werden.

Am Rand der Gesellschaft

Allerdings profitieren nicht alle Bevölkerungsteile gleichermaßen vom wirtschaftlichen Aufschwung. Ein erheblich großer Teil der Bevölkerung in Cebu City und der umliegenden Peripherie zählt zu der wirtschaftlich und sozial stark marginalisierten Schicht der so genannten Squatter.

Squatter sind Siedler, die aus wirtschaftlicher Not ohne Rechtstitel Land besetzen und dort eine Bleibe errichten - oftmals in Hochrisikogebieten wie Gleisanlagen, Küstengebieten, Hanglagen, aber auch auf Gehwegen.

Squatter gehören im Allgemeinen zur ärmsten Bevölkerungsschicht in Entwicklungsländern. Schätzungen zufolge zählen etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung von Cebu City zu dieser gesellschaftlichen Randgruppe.

Illegale Ansiedlungen, hohe Kriminalität

Die Lebensbedingungen der Squatterfamilien sind in der Regel katastrophal. Armut zwingt die Familien dazu, ihre behelfsmäßigen Hütten illegal auf Freiflächen zu errichten. Mit der Tendenz zur Slumbildung entstehen so illegale Ansiedlungen. Schwierige soziale Bedingungen in den Squattervierteln sowie fehlende Zukunftsperspektiven führen zu einer hohen Kriminalitätsrate und hohem Drogenkonsum.

Chronische Krankheiten sind an der Tagesordnung

Aufgrund fehlender Sanitäreinrichtungen und fehlendem sauberen Trinkwasser leidet ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung, insbesondere Kinder, an chronischen Magen- und Darmwegserkrankungen. Müllabfuhr und Elektrizitätsversorgung sind nicht vorhanden. Ihren Lebensunterhalt verdienen sich diese Familien meist durch Gelegenheitsarbeiten im informellen Sektor wie beispielsweise unregelmäßige handwerkliche Tätigkeiten. Dementsprechend gering ist das erzielte monatliche Familieneinkommen.

Vertreibung bedeutet Verlust der Existenzbasis

Ohne rechtliche Absicherung sind die Squatter zudem ständig von Räumung und Zwangsvertreibung bedroht und der Willkür von Politikern, staatlichen Stellen und einflussreichen Geschäftsleuten ausgeliefert. Je nach Interessenlage werden sie entweder ignoriert, geduldet oder, wie bereits in vielen Fällen in der Vergangenheit geschehen, einfach vertrieben. Neben dem Verlust des angestammten Wohnraumes und des gewachsenen sozialen Umfeldes bedeutet Vertreibung für die betroffenen Menschen in der Regel auch den Verlust der wirtschaftlichen Existenzbasis. Damit wird einer weiteren Marginalisierung und Verelendung dieser Menschen Vorschub geleistet.

Politische Aufklärungs- und Lobbyarbeit

Angesichts der alarmierenden sozialen und wirtschaftlichen Not der Squatter engagiert sich die Karl Kübel Stiftung seit mehreren Jahren für diese besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppe. In Zusammenarbeit mit unserer philippinischen Partnerorganisation setzen wir uns aktiv für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Squatterfamilien ein. Dabei werden die Betroffenen in Selbsthilfegruppen organisiert und es wird politische Aufklärungs- und Lobbyarbeit betrieben, um auf die Notlage der Menschen aufmerksam zu machen und Unterstützung seitens staatlicher Stellen und der Zivilgesellschaft zu mobilisieren.

Hilfe für wirtschaftlichen und sozialen Neuanfang

Darüber hinaus unterstützen wir konkrete Hilfsprojekte wie etwa die Umsiedlung dieser Familien und den Hausbau für Squatter auf legalem Baugrund. Damit wird den betroffenen Menschen ein wirtschaftlicher und sozialer Neuanfang ermöglicht, der langfristig zu einer nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beiträgt und eine menschenwürdige Existenz ermöglicht.

Bild von einer Mutter mit ihrem Kind

Kampf gegen Kinderhandel und Prostitution

Nach Schätzungen werden in Cebu City über 10.000, meist minderjährige, Mädchen und Frauen in Rotlichtvierteln zur Prostitution gezwungen. Die Karl Kübel Stiftung fördert seit Jahren Projekte zur Rehabilitierung und Wiedereingliederung ehemaliger zwangsprostituierter Mädchen und Frauen.

Bild von Strassenkindern

Straßenkinderprojekte

Straßenkinder prägen das Bild philippinischer Städte; in Cebu City leben etwa 10.000 - allein oder in Gruppen in extremer Armut. Sie besuchen keine Schule, sind ständig Gewalt, Kriminalität, Prostitution ausgesetzt. Für die Rückkehr und Reintegration in ihre Familien und zum Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, unterstützt die Karl Kübel Stiftung ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder.

Bild von einem Mann der einen Baum beschneidet

Ländliche Entwicklung

In weiten ländlichen Teilen der Philippinen herrschen feudale Strukturen und Besitzverhältnisse; viele Menschen sind arm und abhängig. Die Karl Kübel Stiftung unterstützt mit integrierten Ansätzen zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation marginalisierter Kleinbauern - z.B. beim Aufbau von Genossenschaften oder der Bereitstellung von Krediten.

Familie vor einem Haus

Wohnraumprojekte für Familien aus Elendsvierteln

Ein Großteil der Bevölkerung in Cebu profitiert nicht vom Aufschwung und zählt zur wirtschaftlich und sozial stark marginalisierten Schicht der sogenannten Squatter, Siedler, die aus Not ohne Rechtstitel Land besetzen und eine Bleibe errichten, in Hochrisikogebieten wie Gleisanlagen oder Hanglagen. Die Lebens-bedingungen sind katastrophal. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung für sie.

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