Projekte in Philippinen

Philippinen - Ländliche Entwicklung

Bild von einem Mann der einen Baum beschneidet

Feudale Strukturen auf dem Land

Eine der Hauptursachen für die große Armut in weiten Teilen der philippinischen Bevölkerung liegt in den feudalen Strukturen und Besitzverhältnissen im ländlichen Sektor: Während einige wenige einflussreiche Familien - oft schon seit Jahrhunderten - über große Teile ländlichen Grundbesitzes verfügen, besitzen ca. 70 Prozent der auf dem Land Arbeitenden so gut wie keinen eigenen Boden. Im Rahmen feudaler Patron-Klient-Beziehungen müssen sich die landlosen Bauern entweder unter inhumanen Bedingungen auf den Hazienden der Großgrundbesitzer verdingen oder das zu bebauende Land pachten - wobei ein Großteil der Ernte (bis zu 75 Prozent) an den Grundherrn abgeführt werden muss. Bei Missernten und Unfällen stellt der Patron den Bauern zwar Kredite zur Verfügung, diese führen in der Regel aber zu einer noch stärkeren Abhängigkeit und Ausbeutung.

Reformprogramme schwer umsetzbar

Hinzu kommt, dass Großgrundbesitzer aufgrund ihrer lokalen Autorität nicht nur den Agrarsektor sondern oftmals auch Politik und Administration dominieren. Mittels wirtschaftspolitischem Einfluss verhinderten einflussreiche Grundbesitzer bislang erfolgreich die Umsetzung des Agrarreformprogramms CARP (Comprehensive Agrarian Reform Program) zur Landumverteilung und Förderung der Kleinbauern.

Neben Landbesitz mangelt es den Kleinbauern jedoch vor allem an Beratungseinrichtungen oder Kleinkrediten, um die wirtschaftlich unrentablen Kleinbetriebe auf eine nachhaltige und ökonomisch tragfähige Wirtschaftsweise umzustellen. Dementsprechend gering ist das erwirtschaftete Einkommen, das kaum ausreicht, um die wichtigsten Grundbedürfnisse einer Familie - wie ausreichende Ernährung, hygienisch einwandfreies Trinkwasser, adäquater Wohnraum und Bildung - zu befriedigen.

Förderung von Kleinbauern

Integrierte Ansätze zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation von marginalisierten Kleinbauern stehen im Vordergrund unserer Arbeit. Neben der rechtlichen Unterstützung bei der Zuteilung von Land an die Kleinbauern unterstützen unsere Projekte den Aufbau von Genossenschaften und Vermarktungsstrukturen. Wir stellen Produktionskredite bereit und vermitteln notwendige Fachkenntnisse für die Einführung verbesserter umweltschonender Anbauverfahren.

Umwelt- und Ressourcenschutz gehören dazu

Angesichts der fortschreitenden Zerstörung der artenreichen philippinischen Umwelt - durch Siedlungsdruck, Großplantagen, unangepasste Landnutzung und destruktive Fischfangmethoden - unterstützen wir im Rahmen unserer Projektaktivitäten Maßnahmen beim Umwelt- und Ressourcenschutz. So werden beispielsweise Kleinbauern bei der Einführung standortgerechter, biologischer Anbauverfahren unterstützt, die auf den Einsatz teurer und umweltbelastender chemischer Inputs verzichten.

Bild von einer Mutter mit ihrem Kind

Kampf gegen Kinderhandel und Prostitution

Nach Schätzungen werden in Cebu City über 10.000, meist minderjährige, Mädchen und Frauen in Rotlichtvierteln zur Prostitution gezwungen. Die Karl Kübel Stiftung fördert seit Jahren Projekte zur Rehabilitierung und Wiedereingliederung ehemaliger zwangsprostituierter Mädchen und Frauen.

Bild von Strassenkindern

Straßenkinderprojekte

Straßenkinder prägen das Bild philippinischer Städte; in Cebu City leben etwa 10.000 - allein oder in Gruppen in extremer Armut. Sie besuchen keine Schule, sind ständig Gewalt, Kriminalität, Prostitution ausgesetzt. Für die Rückkehr und Reintegration in ihre Familien und zum Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, unterstützt die Karl Kübel Stiftung ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder.

Bild von einem Mann der einen Baum beschneidet

Ländliche Entwicklung

In weiten ländlichen Teilen der Philippinen herrschen feudale Strukturen und Besitzverhältnisse; viele Menschen sind arm und abhängig. Die Karl Kübel Stiftung unterstützt mit integrierten Ansätzen zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation marginalisierter Kleinbauern - z.B. beim Aufbau von Genossenschaften oder der Bereitstellung von Krediten.

Familie vor einem Haus

Wohnraumprojekte für Familien aus Elendsvierteln

Ein Großteil der Bevölkerung in Cebu profitiert nicht vom Aufschwung und zählt zur wirtschaftlich und sozial stark marginalisierten Schicht der sogenannten Squatter, Siedler, die aus Not ohne Rechtstitel Land besetzen und eine Bleibe errichten, in Hochrisikogebieten wie Gleisanlagen oder Hanglagen. Die Lebens-bedingungen sind katastrophal. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung für sie.

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