Projekte in Philippinen

Philippinen - Kampf gegen Kinderhandel und Prostitution

Bilder von fröhlichen Kindern

Prostitution hat eine lange und traurige Tradition in den Philippinen. Schätzungen zufolge werden allein in der südlichen Metropole Cebu City über 10.000, zumeist minderjährige, Mädchen und junge Frauen in den Rotlichtvierteln der Stadt zur Prostitution gezwungen.

Auf der Tagesordnung: Korruption

Obwohl Prostitution in den Philippinen unter Strafe steht, erfolgt die Strafverfolgung nur äußerst mangelhaft. In der Regel erfolgen lediglich punktuelle oder willkürliche Razzien, bei der zumeist nur die Mädchen und Frauen inhaftiert werden und nicht die Zuhälter und Freier. Die Behörden drücken meist die Augen zu. Korruption, Drogenhandel und Kinderprostitution florieren. Zwischen einem und 40 Euro bezahlt der Kunde, das Bordellmanagement kassiert. Ein minimales Taschengeld bleibt dem Mädchen - kaum genug für die häufig nur zwei Mahlzeiten täglich. Angesichts dieser schweren Menschenrechtsverletzungen hat sich die Karl Kübel Stiftung entschlossen, einen eigenen Arbeitsschwerpunkt gegen sexuelle Ausbeutung von jungen Frauen und Kindern aufzubauen.

Gezwungen zur Prostitution

In vielen Dörfern der Visayas werden immer mehr, zumeist minderjährige Mädchen, von kriminellen Schlepperbanden, aber auch von Familienangehörigen und Nachbarn, unter falschen Versprechungen - wie Arbeitsplätze in Gastronomie oder Handel - in die Städte gelockt und durch Schläge, Nahrungsentzug und Drogen zur Prostitution gezwungen.

Drogenmissbrauch und massive psychische Störungen sind, neben den körperlichen Leiden der jungen Mädchen und Frauen, häufig Folge dieser traumatischen Erlebnisse. Viele junge Mädchen werden ungewollt schwanger, haben bereits wiederholt Abtreibungen hinter sich, leiden an Geschlechtskrankheiten oder sind mit AIDS infiziert worden.

Ausstieg aus der Prostitution

Ohne professionelle Hilfe ist ein Ausstieg aus dem Rotlichtmilieu kaum möglich. Die Karl Kübel Stiftung fördert daher seit einigen Jahren gezielt Projekte zur Rehabilitierung und Wiedereingliederung von ehemaligen zwangsprostituierten Mädchen und jungen Frauen in Cebu City. Ein Drop-In Zentrum im Rotlichtmilieu von Cebu City steht prostituierten Mädchen und jungen Frauen offen, die einen Ausstieg aus der Prostitution suchen. Im Zentrum erhalten sie Beratung und Ansprache. Wenn sich die Bereitschaft zum Ausstieg gefestigt hat, werden diese Mädchen, nach einer Übergangsphase im Drop-In Zentrum, schließlich in ein Rehabilitationszentrum überwiesen.

Reintegration: Zurück zur Familie

Im Rehabilitationszentrum erhalten die Mädchen fachkundige psychologische Betreuung, um die Traumata ihrer Vergangenheit aufarbeiten zu können. Schwangere Mädchen werden auf die Geburt vorbereitet und in der Betreuung ihrer Kinder unterstützt. Im Rehabilitationszentrum wird bereits die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und in die Familien angestrebt, wobei der Schwerpunkt vor allem auf therapeutischen Maßnahmen liegt.

Viele Mädchen können oder wollen nach ihrem Aufenthalt im Balay Isidora Rehabilitationszentrum nicht zu ihren Familien zurückkehren. Sie sind aber einem selbstständigen Leben allein noch nicht gewachsen, so dass sie häufig in das Rotlichtmilieu zurückkehren. Die Karl Kübel Stiftung unterstützt daher auch eine Einrichtung des »Betreuten Wohnens«, wo junge Frauen eine Ausbildung sowie Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche erhalten und schrittweise auf ein selbstständiges Leben oder auf die Rückkehr in ihre Familie vorbereitet werden.

Bild von einer Mutter mit ihrem Kind

Kampf gegen Kinderhandel und Prostitution

Nach Schätzungen werden in Cebu City über 10.000, meist minderjährige, Mädchen und Frauen in Rotlichtvierteln zur Prostitution gezwungen. Die Karl Kübel Stiftung fördert seit Jahren Projekte zur Rehabilitierung und Wiedereingliederung ehemaliger zwangsprostituierter Mädchen und Frauen.

Bild von Strassenkindern

Straßenkinderprojekte

Straßenkinder prägen das Bild philippinischer Städte; in Cebu City leben etwa 10.000 - allein oder in Gruppen in extremer Armut. Sie besuchen keine Schule, sind ständig Gewalt, Kriminalität, Prostitution ausgesetzt. Für die Rückkehr und Reintegration in ihre Familien und zum Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, unterstützt die Karl Kübel Stiftung ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder.

Bild von einem Mann der einen Baum beschneidet

Ländliche Entwicklung

In weiten ländlichen Teilen der Philippinen herrschen feudale Strukturen und Besitzverhältnisse; viele Menschen sind arm und abhängig. Die Karl Kübel Stiftung unterstützt mit integrierten Ansätzen zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation marginalisierter Kleinbauern - z.B. beim Aufbau von Genossenschaften oder der Bereitstellung von Krediten.

Familie vor einem Haus

Wohnraumprojekte für Familien aus Elendsvierteln

Ein Großteil der Bevölkerung in Cebu profitiert nicht vom Aufschwung und zählt zur wirtschaftlich und sozial stark marginalisierten Schicht der sogenannten Squatter, Siedler, die aus Not ohne Rechtstitel Land besetzen und eine Bleibe errichten, in Hochrisikogebieten wie Gleisanlagen oder Hanglagen. Die Lebens-bedingungen sind katastrophal. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung für sie.

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