Ein Haus für Nepal

Nach den schweren Erdbeben im Jahr 2015 sind die Spuren der Zerstörung nach wie vor sichtbar.

Kinder in Nepal

Das "Haus für Nepal" als Symbol für den Wiederaufbau in dem von den Erdbeben zerstörten Land

Die Erdbeben im April und Mai 2015 gelten als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals: Zirka 8.800 Menschen verloren ihr Leben, rund 22.300 wurden verletzt. Die sofortige Hilfe der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie konzentrierte sich auf den westlich von Kathmandu gelegenen Distrikt Dhading. Er gehört zu den am stärksten von den Erdbeben betroffenen Distrikten.

Die erste Aufbauphase ist, auch dank der Unterstützung zahlreicher Freunde und Förderer, inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Zunächst konzentrierte sich die Förderung auf den Wiederbau der Schulen. Für die Kinder sollte ein Stück „Normalität“ so schnell wie möglich zurückkehren. Inzwischen wurden 24 voll ausgestattete Klassenräume an neun Schulen wieder aufgebaut, auch dank eines Eigenbeitrages der lokalen Bevölkerung. Alle Gebäude sind in erdbebensicherer Bauweise errichtet. 2.150 Schulkinder können nun wieder regelmäßig zur Schule gehen.

Die Räume werden auch für andere Gemeindeveranstaltungen genutzt. Davon profitieren insgesamt 3.650 Haushalte. Für viele Menschen ist der erste Schritt in ein neues Leben also gemacht.

Der Wiederaufbau geht in die zweite Phase

Noch immer leben Zehntausende Familien in Notunterkünften und sie haben wenige Möglichkeiten, sich selbst zu versorgen. In einer zweiten Förderphase unterstützt die  Karl Kübel Stiftung deshalb nun die Familien im Dorf Gauthale, ebenfalls im Distrikt Dhading, ihre Häuser wieder aufzubauen. Beim Bau von 110 Häusern helfen die  Menschen aktiv mit. Dafür erhalten sie begleitend Schulungen im Maurer- und Schreinerhandwerk. Mit den neu erlernten Fähigkeiten können sie zukünftig auch als Maurer oder Schreiner zum Unterhalt ihrer Familien beitragen und so ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig stabilisieren.

Der Wiederaufbau der Landwirtschaft wird ebenfalls durch Schulungen, den Aufbau einer Saatgutbank, Teilkredite für die Beschaffung von Ziegen (zur Fleischproduktion) und zur Anlage von Kompostgruben und Küchengärten unterstützt. Neue Bewässerungsanlagen und sogenannte „Demonstrationsfelder“, auf denen der Anbau neuer, angepasster Nutzpflanzen gezeigt wird, runden das Programm ab.

Durch dieses Maßnahmenbündel werden die Familien befähigt, ein dauerhaftes Einkommen aus der Landwirtschaft und ihren handwerklichen Tätigkeiten zu beziehen.

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