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Die Karl Kübel Stiftung engagiert sich mit einem neuen Projekt in Myanmar

Die Stiftung weitet ihr entwicklungspolitisches Engagement mit einem Projekt zur Nahrungsmittelsicherheit und Gemeindeentwicklung auf das südostasiatische Myanmar aus.

Die Menschen im Projektgebiet sollen darin geschult werden, energieeffiziente Lehmöffen selbst zu bauen (© Kyaung Htar Mi Khin)

Die Karl Kübel Stiftung starte im November 2017 ein neues Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen von 672 Familien in zwölf Dörfern an der Küste Myanmars. „Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort wollen wir in den kommenden drei Jahren das Einkommen der Menschen in dem zweitgrößten Land Südostasiens nachhaltig sichern und sie dabei unterstützen, ihre natürlichen Ressourcen zu schützen“, erklärt Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung. 

Die einstige Kornkammer Südostasiens zählt nach 50 Jahren Militärdiktatur zu den ärmsten Ländern der Region. Von 51,49 Millionen Einwohnern lebt mindestens ein Viertel unterhalb der Armutsgrenze. Seit 2011 befindet sich Myanmar in einem Demokratisierungsprozess. Das politische Bewusstsein ist bislang allerdings kaum entwickelt. Insbesondere an den Grenzen des Landes kommt es nach wie vor zu ethnischen Konflikten.

Die Familien im Projektgebiet im Rakhine State sind größtenteils in der Landwirtschaft tätig und leben unterhalb der Armutsgrenze. Viele Haushalte sind hoch verschuldet. Veraltete Anbautechniken, schlechtes Saatgut und krankes Nutzvieh führen zu geringen Erträgen. Durch die Abholzung der Wälder schreitet die Bodenerosion fort. 

Das Projekt „Nahrungsmittelsicherheit, Gemeinde- und Zivilgesellschaftsentwicklung“ soll die Lebensbedingungen der Kleinbauern und Landlosen in den zwölf Dörfern dauerhaft verbessern. Das Projekt läuft bis 31. Dezember 2020 und wird zu 75 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. 

Zwei erfahrene lokale Partnerorganisationen führen nachhaltige Produktionsmethoden ein, nehmen Infrastrukturinvestititionen vor und führen Maßnahmen zum Ressourcenschutz durch. Beispielsweise werden die Menschen in den Projektgebieten darin geschult, selbst Lehmöfen zum energieeffizienten Kochen herzustellen. Dies spart zum einen Holz und schützt so die Wälder. Zum anderen müssen die Frauen und Mädchen, die traditionell für das Sammeln von Feuerholz verantwortlich sind, weniger Zeit aufwenden. Mit den Infrastrukturinvestitionen können die Menschen dort zum Beispiel einen neuen Brunnen bauen oder einen kleinen Staudamm errichten.

Das Projekt beschränkt sich jedoch nicht auf die Einführung nachhaltigerer Produktionsmethoden, sondern trägt durch den Aufbau von Selbsthilfegruppen, Dorfentwicklungskomitees und lokalen NGOs zur Organisationsentwicklung und Verbesserung der politischen Teilhabemöglichkeiten der Menschen bei. „So werden Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt, die auch nach Projektende weiter wirken“, betont Tepel. „Langfristig werden wir unsere Zusammenarbeit mit Myanmar weiter ausbauen.“

Der Projektpartner Kyaung Htar Mi Khin (KHMK) wird die Durchführung des Projekts vor Ort koordinieren. Die 2005 gegründete Organisation mit Sitz in Yangon besitzt langjährige Erfahrung, um Projekte im Bereich Sozialstrukturaufbau, Demokratisierung und Landwirtschaft durchzuführen.

Ihr Ansprechpartner

Anja Wittner
Darmstädter Straße 100
64625 Bensheim
Tel.: 06251 / 7005 24
E-Mail: a.wittner(at)kkstiftung.de

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