Entwicklungszusammenarbeit

Äthiopien

Mit einem Fördervolumen von rund 365.000 Euro fördert die Karl Kübel Stiftung in Kooperation mit der zoologischen Gesellschaft Frankfurt ein Projekt im Bereich ländliche Entwicklung. Hauptziel des Projektes ist Armutsbekämpfung von 660 einkommensschwachen Kleinbauern und deren Familien, die ungünstigen Produktionsbedingungen ausgesetzt sind und in den Randzonen des kommunalen Schutzgebietes Guassa Menz leben.

Projektbesuch in Äthiopien

Rund die Hälfte der äthiopischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Damit zählt Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt. Fortschreitende Entwaldung, Bodenerosion und die Folgen des Klimawandels ziehen häufige Ernteausfälle und Hungerperioden nach sich. Daneben bestimmen Analphabetismus, Kindersterblichkeit und Kinderarbeit das Leben der Familien.

Der wichtigste Erwerbszweig in Äthiopien ist nach wie vor die Landwirtschaft mit 81 Prozent der Erwerbstätigen. Von der Leistungsfähigkeit der landwirtschaftlichen Produktion hängt die Sicherheit der Lebensmittelversorgung ab. Viele Kleinbauern können sich und ihre Familien mit ihrer Ernte nicht ganzjährig ernähren. Jährlich erhalten daher rund 3 Millionen Äthiopier Nahrungsmittelhilfe zur Überbrückung ihrer Engpässe.

Mit einem Fördervolumen von rund 365.000 Euro fördert die Stiftung in Kooperation mit der zoologischen Gesellschaft Frankfurt ein Projekt im Bereich ländliche Entwicklung.

 

Ziel des Projektes:

Hauptziel des Projektes ist Armutsbekämpfung von 660 einkommensschwachen Kleinbauern und deren Familien,  die ungünstigen Produktionsbedingungen ausgesetzt sind, wie z.B. kleine ausgelaugte Anbauflächen, kaum Weide, keine alternativen Einkommensquellen und die in den Randzonen des kommunalen Schutzgebietes Guassa Menz leben.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist es das Guassa Schutzgebiet vor weiteren zerstörerischen Aktivitäten (Brandrodung, Holzeinschlag, Überweidung, Vermehrung von Krankheiten z.B. Tollwut)) zu schützen, und in den Randzonen des Schutzgebietes eine Ressourcen schonende Nutzung und sozioökonomische Entwicklung einzuleiten. Entwicklungspolitisches Ziel des Projektes ist es, das Schutzgebiet Guassa Menz als intaktes Ökosystem zu erhalten. In den Randzonen soll eine einfache Landnutzungsplanung praktiziert werden können, welche u.a. Nutzungseinschränkungen vorsieht. Damit soll der Schutz der natürlichen Ressourcen und deren nachhaltige Nutzung gefördert werden. Die Schaffung von alternativen einkommensverbessernden Maßnahmen, wie Bienenhaltung, Obstbaumplantagen und Diversifikation der landwirtschaftlichen Produktion  bieten ökonomische Alternativen zur unangepassten Ressourcenausbeutung, wodurch allmählich der Nutzungsdruck auf das Schutzgebiet und die dort vorhandenen Ressourcen nachlässt.

Sensibilisierungsveranstaltungen und Aufklärung über alternative Einkommensquellen, deren Durchführung und finanzielle Unterstützung für den Beginn einer solchen Maßnahme gehören ebenso zu den Maßnahmen wie nachhaltigen Schutz des kommunalen Schutzgebietes durch Verbesserung vorhandener kommunaler Schutzmechanismen, kommunale Parkranger (Scouts) und Einbeziehung der Bevölkerung in den Ökotourismus.

Das Projekt will einen wichtigen Beitrag leisten, um den Verlust der Artenvielfalt in der afromontanen Regionen zu stoppen. Zudem soll langfristig die Existenzgrundlage der ressourcenabhängigen Gemeinden vor Ort gesichert sowie ihre Armut bekämpft werden.

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