Die Drop In(klusive) sind ein Erfolgsmodell

Rund 130 Gäste feierten das zehnjährige Bestehen der Bensheimer Eltern-Kind-Treffpunkte mit einem Festakt und Familienfest.

Daniela Kobelt Neuhaus (l.), Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, und Stiftungsmitarbeiterin Inka Kuusela (3.v.l.) mit Müttern und Kindern aus den Bensheimer Drop In(klusive). © Karl Kübel Stiftung/Simone Ruckstuhl

Die Drop In(klusive) der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie sind eine Bereicherung für Eltern, Kinder, Kooperationspartner, die Stadt und das Land. Das wurde bei der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens der offenen kostenfreien Eltern-Kind-Treffpunkte in Bensheim deutlich.

Rund 130 Gäste waren am Sonntag, 25. August, ins Gemeindezentrum der Ev. Stephanusgemeinde gekommen, um das Jubiläum mit einem Festakt und Familienfest zu feiern. Ein Film zu Beginn der Veranstaltung veranschaulichte sehr deutlich, was die wöchentlich stattfindenden Drop In(klusive) sind: ein Willkommensort für Eltern und Kinder bis drei Jahre. Ein Ort, an dem Eltern sich gegenseitig unterstützen können und sehr bewusst Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wertvolle Beziehungszeit.

Aktuell gibt es 108 Drop In(klusive) 

„Ich habe diese Willkommensorte vor vielen Jahren in London kennengelernt und war tief beeindruckt“, erzählte Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung. „Denn dort trafen sich Eltern und Kinder aus verschiedenen Nationen und sozialen Schichten, um sich auszutauschen und zu stärken. Sie konnten einfach ohne Anmeldung vorbeikommen.“ Für sie stand fest: "So ein niedrigschwelliges Angebot, in dem Eltern ihre Kompetenzen einbringen können, möchte ich auch in Deutschland etablieren." Gesagt, getan: 2009 eröffnete das erste Drop In(klusive) in der Ev. Stephanusgemeinde in Bensheim. Seitdem treffen sich dort jede Woche Familien unter fachkompetenter Begleitung. Aufgrund der großen Nachfrage kamen schnell drei weitere Drop In(klusive) in Bensheim hinzu, bei deren Aufbau Inka Kuusela von der Stiftung maßgeblich beteiligt war. Aktuell gibt es 108 dieser Treffpunkte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

In verschiedenen Gesprächsrunden mit Kobelt Neuhaus, Eltern, Vertreter*innen der Kooperationspartner und der Stadt Bensheim wurde deutlich, warum die Drop In(klusive) so gut angenommen werden und so wichtig sind. „Sie haben mir unheimlich viel Selbstsicherheit gegeben. Hier sind alle gleich und werden wertgeschätzt“, sagte Lara Falconetti, die seit zwei Jahren mit ihrem Sohn den wöchentlichen Treff besucht. Frauke Göldenitz vom Familienzentrum Bensheim beobachtete, „dass sich die Eltern auch übers Drop In hinaus vernetzen." Mehr noch: Es entstehen Freundschaften, die bis zur Einschulung der Kinder und darüber hinaus anhalten.

Drop In(klusive) übernehmen eine wichtige Brückenfunktion

Auch für die Stadt Bensheim und den Kreis Bergstraße sind die Willkommensorte der Karl Kübel Stiftung eine Bereicherung. „Wir freuen uns über diese Angebote. Sie füllen eine Lücke für Eltern mit Kindern von null bis einem Jahr, bevor die Kinder Angebote wie Krippe oder Kita nutzen können“, sagte Sybille Becker, Vorsitzende des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses der Stadt Bensheim. Das unterstrich auch Renate Dörr, Fachbereichsleitung Bildung, Betreuung und Erziehung, Kreis Bergstraße: „Diese Brückenfunktion der Drop In(klusive) ist auch für unsere Arbeit wichtig.“ Die Treffpunkte seien gerade für neu zugezogene Familien eine willkommene Anlaufstelle, um Kontakte zu knüpfen und sich bei Unsicherheiten in Erziehungsfragen auszutauschen.

Dass die Drop In(klusive) ein Erfolgsmodell sind, bestätigt laut Kobelt Neuhaus auch die Evaluierung des 2017 gestarteten Landesprojekts „99 Drop In(klusive) in Hessen“, an der 93 Elternbegleiter*innen und 481 Besucher*innen teilgenommen haben. Sie zeige u.a., dass Eltern und Kinder sich dort wohlfühlten, die Kinder sehr viel Neues lernten und die Sprachkompetenz gefördert werde. Während das Landesprojekt vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration finanziell gefördert und in Zusammenarbeit mit der Karl Kübel Stiftung umgesetzt wird, sind die anderen Drop-In(klusive)-Standorte der Stiftung spendenfinanziert.

Spende von der Sparda-Bank Bensheim

Daher freut sich die Stiftung sehr über eine Spende der Sparda-Bank Bensheim in Höhe von 1.500 Euro, die Sparda-Bank-Mitarbeiterin Christiane Linke überreichte. Im Anschluss an den Festakt startete dann das Familienfest mit Geburtstagstorte und zahlreichen Spielangeboten des Vereins „Spielerei Bergstraße“ für Klein und Groß, die allen viel Freude bereiteten. Am späten Nachmittag gab es kann noch eine Überraschung für alle Kinder: kostenloses Eis. Im Nu bildete sich eine lange Schlange vor dem Eiswagen, wo die Kinder sich ihre Lieblingssorte Eis aussuchen konnten. Gegen 18 Uhr klang das schöne Fest aus, das Stiftungsmitarbeiterin Inka Kuusela vorbereitet hatte und bei dem sich auch die Eltern eingebracht hatten. 

Impressionen vom Jubiläum

Die Feier fand in der Ev. Stephanusgemeinde in Bensheim statt, wo 2009 das erste Drop In(klusive) eröffnet wurde.

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