Wo benötigen Fachkräfte der Managementebene Unterstützung?

Dieser Frage ging die neue Koordinierungsstelle „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“ bei ihren drei Auftaktveranstaltungen nach.

Viele Kitas haben in den vergangenen Jahren Familien mit Fluchthintergrund aufgenommen und willkommen geheißen. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sowohl die Fachkräfte in den Einrichtungen vor Ort als auch die der Beratungs- und Managementebene in der frühkindlichen Bildung beschäftigt. Wo gibt es konkrete Unterstützung besonders für die Beratungs- und Managementebene und was wird genau benötigt?

Dieses Thema griffen die drei Auftaktveranstaltungen der Koordinierungsstelle „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“ auf. An den Veranstaltungen „Angekommen in der Kindertagestagesbetreuung – und nun?“ in Kassel, Gießen und Frankfurt nahmen insgesamt rund 200 pädagogische Fachberater*innen, Fortbildner*innen und weitere Multiplikator*innen aus der frühkindlichen Bildung teil.

 Auseinandersetzung mit Haltungen pädagogischer Fachkräfte ist wichtig

Die Fachveranstaltungen waren als gemeinsame Lernwerkstätten angelegt. Neben einem fachlichen Impuls von Prof. Dr. Timm Albers und Maike Hoeft von der Universität Paderborn zu dem Thema „Alles eine Frage der Haltung? Zusammenarbeit mit neu zugewanderten Eltern“, ging es um die konkreten Unterstützungsbedarfe. Die Referent*innen bestärkten die Teilnehmenden, sich mit Haltungen und Einstellungen pädagogischer Fachkräfte in Kitas aktiv auseinanderzusetzen. Sie betonten zudem, wie wichtig es ist, dass pädagogische Fachkräfte die Ressourcen und Stärken der geflüchteten Kinder und Familien in den Blick nehmen. Viele Kinder wachsen heute beispielsweise mehrsprachig auf und bringen ihre Familiensprachen als eine wertvolle Kompetenz in die Kita oder Kindertagespflege ein. Diese und andere Kompetenzen bewusst anzuerkennen, wertzuschätzen und als Teil des pädagogischen Alltags aufzunehmen, stärkt Kinder in ihren Erfahrungen und ihrer Selbstwirksamkeit.

Teilnehmende brachten eigene Ideen ein

In anschließenden Talkrunden und Arbeitsphasen wurden Erfahrungen und Projekte mit zugewanderten und geflüchteten Kindern und Familien ausgetauscht. Die Teilnehmenden nutzen die Möglichkeit, sich zu vernetzen und sich durch die Sammlung von Themen und Fragen an der Gestaltung der Arbeit der Koordinierungsstelle aktiv zu beteiligen. Ein wichtiger Baustein der zukünftigen Arbeit werden Materialtaschen sein, die von der Koordinierungsstelle entwickelt und hilfreiche Materialien rund um das Thema „Kinder mit Fluchthintergrund“ enthalten werden. Die Koordinierungsstelle wird die vielen inspirierenden Ideen und Anregungen aufgreifen und in ihre Arbeit integrieren.

Die neue Koordinierungsstelle ist ein gemeinsames Projekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Karl Kübel Stiftung.

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