Wie werden Familienzentren den Bedarfen von Familien gerecht?

Um Qualitätssteigerung und bedarfsgerechte Angebote für Familien ging es bei der diesjährigen Fachtagung des Bundesverbandes der Familienzentren e.V. in München.

Gesprächsrunde auf dem Fachtag des Bundesverbands der Familienzentren e.V. (v.l.n.r.): Dr. Jürgen Wüst, Karl Kübel Stiftung, Daniela Kobelt Neuhaus, Präsidentin des BVdFZ, Prof. Dr. Gabriela Zink, Hochschule München, Volker Hausdorf, Stadt München, Dr. Yvonne Kaiser, Familienzentrum Lichtblick Hasenbergl. © Karl Kübel Stiftung

Die diesjährige Fachtagung des Bundesverbandes der Familienzentren e.V. stand unter dem Motto „Familienzentrum – ein Zentrum für Bürger*innen? Zukunft mitgestalten in Stadt und Land“. Die rund 160 Teilnehmer*innen von Familienzentren, Trägern und Jugendämtern diskutierten die Wirkung und den Erfolg von Familienzentren als wichtige Knotenpunkte im sozialen Raum.

„Unser zentrales Anliegen im Bundesverband ist eine flächendeckende Qualitätssteigerung von Familienzentren, ohne deren Vielfalt einzuschränken“, betonte Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung und Präsidentin des Bundesverbandes der Familienzentren. Im Verlauf der acht Workshops wurde deutlich, dass jeder Standort – von Berlin, über das Ostseebad Nienhagen bis nach Bensheim - mit jeweils sehr spezifischen Herausforderungen konfrontiert ist, wenn es darum geht, ein Familienzentrum mit Familien zu gestalten, Bürgerinnen und Bürger im Ehrenamt einzubinden oder sie als Macher in der Kommune zu stärken.

„Wir stellen immer wieder fest, wie unterschiedlich gut es gelingt, Menschen zu beteiligen“, erklärte Kobelt Neuhaus. „Die einen sind glücklich darüber, ‚gebraucht‘ zu werden, andere sind so sehr mit ihrem eigenen Tagesablauf beschäftigt, dass sie keine Kraft haben, sich noch für die Allgemeinheit stark zu machen.“

Große Unterschiede sieht die Präsidentin auch darin, wie Städte und Gemeinden Familienzentren fördern. Wo Familienzentren gut ausgestattet sind – wie etwa in München – gelinge es leichter, die Mitarbeitenden in den Zentren zu motivieren. Als vorbildhaftes Beispiel führt sie das Münchner Familienzentrum Lichtblick Hasenbergl an. Dort werden rund 200 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Familien in effektiven Kleingruppen betreut – und das vom Kindergartenalter bis zum Eintritt ins Berufsleben. Die Eltern werden stets mit einbezogen, beispielsweise in Form von Mutter-Kind-Trainings.

Das Familienzentrum Lichtblick Hasenbergl gehört zu einer Reihe von elf modellhaften Familienzentren, welche die Karl Kübel Stiftung fachlich begleitet und unterstützt. Diese Modellstandorte haben - auch aus Sicht des Bundesverbands der Familienzentren e.V. – eine besondere Qualität in ihrer ressourcenorientierten Arbeit entwickelt. Sie bieten Eltern bzw. Familienangehörige von Kindern Beteiligung an der Entwicklung an und gestalten ein Netzwerk von Akteuren für Familien, die gemeinsam zum Wohle von Kindern und Familien arbeiten.

Für beide Organisationen, Karl Kübel Stiftung und Bundesverband, steht die Stärkung von Eltern im Zentrum. „Wenn es gelingt, Eltern unbesehen ihrer Herkunft, Zugehörigkeit oder Familientradition für kindliche Bildung zu begeistern, dann haben Kinder wirklich eine Zukunft“, betonte die Präsidentin des Bundesverbandes.

Ansprechpartnerin

Andrea Falk
Tel.: +49 6251 7005 69
E-Mail: a.falk(at)kkstiftung.de

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