4.000 Mundschutzmasken genäht und verteilt

Unsere Partnerorganisation GSHEC kann dank Spenden notleidenden Menschen in Südindien helfen

Die Ordensschwestern verteilen die Mundschutzmasken an die Dorfbwohner*innen. © Karl Kübel Stiftung/GSHEC

"Bisher haben wir 4.000 Mundschutzmasken hergestellt, die an Gesundheitshelfer, Frauen aus den Selbsthilfegruppen und Bewohner der umliegenden Stammesgebiete verteilt werden“, schreibt uns Schwester Anila Mathew per E-Mail. Sie ist Direktorin unserer Partnerorganisation Good Shepherd Health Education Centre and Dispensary (GSHEC) in Karamadai (Südindien) und dankbar für die Unterstützung unserer Spender*innen, die es ermöglichen, der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Neben den Masken werden in den Dörfern Nahrungsmittelpakete mit Reis, Linsen, Öl, Salz etc. an Familien verteilt.

Die Genehmigung dafür zu bekommen, war gar nicht so einfach, heißt es in einer weiteren E-Mail von Schwester Anila. Denn die lokale Regierung versucht, die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren und gleichzeitig Ausgangssperren und den Schutz der ehrenamtlichen Helfer sicherzustellen. Keine einfache Aufgabe. Doch dank des Einsatzes der Gemeindevorsteherin konnten die Ordensschwestern zusammen mit Gemeindeangestellte Lebensmittel und Mundschutzmasken an 230 bedürftige Familien verteilen.

Wie die Masken hergestellt werden, hat sich Schwester Anila in einem Video angesehen, das wir ihr geschickt haben. Daraufhin schulten die Ordensschwestern die Näherinnen in ihren Berufsbildungs- und Unterrichtszentren. Die Nähwerkstatt auf dem Ordens-Campus wurde übrigens vor 25 Jahren mit Unterstützung der Karl Kübel Stiftung gegründet.

Vom Förderprojekt zur selbstständigen Näherei

„Es war das erste Projekt, das wir mit GSHEC umgesetzt haben“, sagt Vorstandsmitglied Ralf Tepel. „Wir haben damals Nähmaschinen gekauft und Frauen, insbesondere Witwen und Frauen des benachteiligten Adivasi-Stammes geschult. Unsere Förderung lief ein Jahr, seitdem hat die Näherei genügend Aufträge, sodass die Kapazität sogar über die Jahre ausgebaut werden konnte.“ Einige Frauen haben sich auch mit Hilfe eines Kleinkredits eine Nähmaschine gekauft und selbstständig gemacht. Sie arbeiten zu Hause und nähen momentan im Auftrag von GSHEC Mundschutzmasken, die dann kostenlos verteilt werden.

Die Masken bestehen aus 100 Prozent Baumwolle, können also gewaschen und somit länger verwendet werden. Ihre Herstellung wird durch eine Spende der Initiative Making More Health von Boehringer Ingelheim finanziert. „Die Kosten für die Lebensmittelpakete werden durch weitere Spenden gedeckt, die bei uns eingehen. Wir danken allen, die unserem Hilfeaufruf gefolgt sind, damit wir jetzt schnell den notleidenden Menschen in unseren Projekten in Indien sowie auf den Philippinen helfen können“, so Tepel.

Weitere Hilfe notwendig

Millionen Menschen, insbesondere Landarbeiter und Kleinstunternehmer, oftmals Frauen, haben durch Ausgangssperren und den kompletten Lockdown ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren. Soziale Sicherung, wie Kurzarbeitergeld etc. gibt es in Indien und auf den Philippinen nicht. Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Einkommen und bedeutet für viele Familien Hunger! Diesen Menschen wollen wir in der akuten Notlage helfen. Unterstützen Sie uns dabei! Schon mit 10 Euro kann ein Lebensmittelpaket für die nächsten Tage finanziert werden. Hilfe, die dringend benötigt wird, Hilfe, die ankommt!

So hilft Ihre Spende

Fotos: © Karl Kübel Stiftung / GSHEC 

GSHEC setzt sich für Frauen und Kinder ein

Die Nichtregierungsorganisation Good Shepherd Health Education Centre and Dispensary (GSHEC) verfolgt als oberstes Ziel die Förderung und Stärkung der Adivasi Frauen und Kinder durch Aufbau und Stärkung von Selbsthilfegruppen, Durchführung von Bildungsprogrammen für Frauen und Jugendliche sowie Aufklärungs- und bewusstseinsbildende Maßnahmen zu den Themen Gesundheit, Ernährung und Hygiene. Die Karl Kübel Stiftung arbeitet seit 25 Jahren erfolgreich mit GSHEC zusammen, die auch weltwärts-Freiwilligen einen Einsatz ermöglicht.

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
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