Kein Traum – weltwärts-Einsatz in Deutschland beginnt!

Die Karl Kübel Stiftung begleitet vier junge Inderinnen und Inder während ihres Aufenthaltes

Die weltwärts-Freiwilligen aus Indien

Die ersten Tage in Bensheim

Das viele Grün an der Bergstraße ist den jungen Frauen und Männern aus Indien gleich positiv aufgefallen, als sie vom Frankfurter Flughafen zur Karl Kübel Stiftung nach Bensheim fuhren. Und nicht nur das. „Hier ist es auch viel ruhiger“, sagt Pavithra Kandasamy und fügt schmunzelnd hinzu: „Als wir gelandet sind, habe ich mir kurz in die Hand gekniffen, damit ich weiß, dass das alles kein Traum ist. Ich freue mich sehr, hier zu sein!“

Die 23-Jährige nimmt zusammen mit Christable Britto, Sujay Kiran und Arun Maruthachalm am weltwärts-Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teil. In den kommenden acht Monaten werden Pavithra und die drei anderen bei Gastfamilien wohnen und jede Menge Erfahrungen an ihrem Einsatzorten sammeln.

Pavithra hat sich für die Darmstädter Tafel entschieden. Die junge Inderin hat gerade ihr Studium als Sozialarbeiterin beendet und möchte hier Erfahrungen im Umgang mit Menschen sammeln. „Wie ich auf sie zugehen kann. Außerdem möchte ich gern wissen, wie die Tafel arbeitet. Und fürs Kochen interessiere ich mich auch“, erzählt Pavithra. Ihr Ziel: Sie möchte später in Indien für eine Nichtregierungsorganisation arbeiten, die sich um Kinder kümmert. Bereits während ihres Studiums hat sie sich ehrenamtlich engagiert und u.a. Kindern bei den Hausaufgaben geholfen. 

Tipp von ehemaliger weltwärts-Teilnehmerin

Vom weltwärts-Programm erfahren hat sie durch eine ehemalige weltwärts-Teilnehmerin: Aishwarya. Sie war im vergangenen Jahr in Bensheim und half im Naturschutzzentrum Bergstraße mit. Auch Arun, der künftig auf dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt im Einsatz ist, hat von Aishwarya von dem Freiwilligendienst erfahren und sich beworben. „Ich möchte so viel wie möglich über Landwirtschaft ohne Einsatz von Pestiziden lernen.“ Da ist er auf dem Bio-Hofgut genau richtig! Der 21-Jährige hat ein Studium als Sozialarbeiter abgeschlossen und sich in den vergangenen Monaten ganz praktisch auf seinen Aufenthalt vorbereitet: Gemeinsam mit seinem Vater, einem Landarbeiter, hat er Gemüse angepflanzt.

Christable, die künftig bei der Behindertenhilfe Bensheim Erfahrungen sammelt, ist schon im Umgang mit behinderten Menschen erprobt. „Ein Junge in meiner Nachbarschaft hat eine geistige Behinderung. Wir sind sozusagen zusammen aufgewachsen. Ich weiß wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderungen zu fördern.“ Sie freue sich, hier Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen kennenzulernen. Die 21-Jährige interessiert sich auch sehr für die deutsche Geschichte und liebt alte Burgen. Willkommen an der Bergstraße! Das gilt natürlich auch für Sujay, der sich kurzfristig für den weltwärts-Freiwilligendienst bewarb und gemeinsam mit Pavithra bei der Darmstädter Tafel im Einsatz ist.

Superintensivkurs in Deutsch 

Erste deutsche Vokabeln haben die vier jungen Erwachsenen schon in Indien gelernt. Ab jetzt startet sozusagen der super Intensivkurs im Alltag. Damit die Inderinnen und Inder sich hier schnell einleben und zurechtfinden, bekommen sie in den ersten Tagen viele Tipps und praktische Unterstützung z.B. bei der Vorbereitung auf die Einsatzstelle, bei der Kontoeröffnung oder beim Fahrkartenkauf von der weltwärts-Rückkehrerin Finya Strobel und den beiden Stiftungs-Mitarbeiterinnen  Kirsten Sames und Monika Gerz, die ihnen als Mentorinnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die nächsten Monate werden bestimmt spannend und eine Bereicherung für beide Seiten sein: Für die weltwärts-Freiwilligen aus Indien und die Deutschen, die sie kennenlernen.

weltwärts-Freiwilligendienst mit der Karl Kübel Stiftung

Der Freiwilligendienst "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren den Aufenthalt in einer völlig anderen Kultur. Die Karl Kübel Stiftung gehört zu den weltwärts-Entsendeorganisationen. Sie bietet jährlich 20 Plätze in ihren Partnerprojekten in Indien und auf den Philippinen an. Die Freiwilligen werden immer in 2er-Teams entsendet. Aktuell ist noch ein Platz für einen jungen Mann in Indien frei. Seit 2016 absolvieren auch jedes Jahr vier junge Inder_innen einen Freiwilligendienst in Südhessen.

Ansprechpartner: 
Kirsten Sames
(06251) 7005-76
k.sames(at)kkstiftung.de

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