Kamishibai-Fortbildungen stark nachgefragt

Rund 400 Institutionen wurden bereits zum japanischen Papiertheater Kamishibai durch die Karl Kübel Stiftung geschult. Die Resonanz ist durchweg positiv.

Dr. Jürgen Wüst von der Karl Kübel Stiftung überreicht im Rahmen einer Fortbildung eine Kamishibai-Ausstattung an die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Berlin. © Sebastian Rohner

Seit 2019 bietet die Karl Kübel Stiftung Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, in denen die Teilnehmenden das japanische Papiertheater Kamishibai kennenlernen. Die niedrigschwellige Methode eignet sich hervorragend für die Bildungsarbeit in Kitas, Familienzentren und Grundschulen und bietet sich insbesondere für die Arbeit mit inhomogenen Gruppen an. Bei den rund 400 Institutionen, die bislang qualifiziert wurden, kommt das Weiterbildungsangebot sehr gut an. „Mithilfe dieser Methode können sowohl unsere pädagogischen Fachkräfte als auch Eltern auf eine ganz neue Art mit Kindern ins Gespräch kommen. Das finde ich klasse“, so Katrin Syperek vom Verein Moabiter Ratschlag. Der Verein unterhält die Kurt-Tucholsky-Bibliothek, in deren Räumen gerade eine Kamishibai-Fortbildung veranstaltet wurde.

Die rund 20 Workshop-Teilnehmer*innen schlüpften während des Seminars sowohl in die Rolle des Erzählers als auch in die des Zuschauers. So konnten sie selbst spüren, wie diese Form des Geschichtenerzählens wirkt: berührend sowie generations- und kulturübergreifend, weil es gelingt in Bild und Wort ganz existenzielle Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen. „Wir möchten mit unserem Projekt die Ziele und Botschaften einer nachhaltigen Entwicklung Kindern und Eltern zugänglich machen. Dazu braucht es eine Brücke zwischen den abstrakten globalen Zielen und den Alltagserfahrungen der Menschen. Das bildgestützte Erzählen mit dem Papiertheater ist so eine Brücke“, sagte Dr. Jürgen Wüst von der Karl Kübel Stiftung. Zusätzlich zu den Schulungen erhalten die qualifizierten Institutionen Holzrahmen für das Papiertheater mit passenden Bildergeschichten.

Niedrigschwellige Methode macht globale Ziele greifbar

Eine Grundschullehrerin, die nach einem Workshop Kamishibai in einer Vertretungsstunde einsetzte, sagt: „Man hätte eine Stecknadel fallen hören, so aufmerksam folgten die Kinder der Geschichte. Die Kinder waren nicht nur gefesselt von der Geschichte, die sie sahen und hörten, sondern berichteten im Anschluss von eigenen Erlebnissen im achtvollen Umgang mit der Natur und begannen selbst Geschichten zu entwickeln.“ Genauso soll es sein!

Bereits über 20.000 Menschen für Nachhaltigkeitsziele sensiblisiert

Das Kamishibai-Projekt der Karl Kübel Stiftung wird von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Bislang konnten schon über 20.000 Kinder und Erwachsene erreicht und für eine nachhaltige Welt sensibilisiert werden.

Zum Projekt und den Workshop-Anmeldungen

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