FAIRWANDLER-Preis

Junges Engagement FAIRwandelt die Welt

Der Endspurt ist eingeläutet! Noch bis 31. Mai 2016 können sich junge Menschen mit ihren entwicklungspolitischen Initiativen und Projekten bewerben.

Rückkehrer der Karl Kübel Stiftung, die einen Freiwilligendienst "weltwärts" absolviert haben

Dieser neue Engagement-Preis richtet sich an junge Erwachsene, die einen längeren Zeitraum in einem Entwicklungsland verbracht haben (z.B. Praktikum oder Freiwilligendienst) und sich jetzt in Projekten entwicklungspolitisch engagieren – ob in Deutschland oder gemeinsam mit Partnern im Ausland.

Die Auszeichnung ist eine Initiative der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. Sie hat die Idee des Preises gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen entwickelt. Ziel ist es, junge Menschen in ihrem entwicklungspolitischen Engagement zu bestärken und ihre beispielhaften Initiativen in der Öffentlichkeit weithin sichtbar zu machen. Der FAIRWANDLER-Preis umfasst eine finanzielle Unterstützung der ausgezeichneten Projekte (2.500 Euro) und bietet zusätzlich individuelle Hilfe durch Patenschaften, Coachings, Beratungsangebote und Qualifizierungskurse.

Ab diesem Jahr wird der Preis jährlich bundesweit ausgeschrieben. Bewerbungsschluss: 31. Mai 2016. Informieren und bewerben unter: www.fairwandler-preis.org.

 

Der „Klick im Kopf“, der die Welt verwandelt

Kaum eine Erfahrung lässt die eigenen Denkmuster so aus den Fugen geraten wie ein Auslandsaufenthalt. Besonders intensiv erleben dies junge Leute, die eine längere Zeit in einem Entwicklungsland verbracht haben. Jenseits der Comfort Zone, weit weg von zu Hause, sehen sie plötzlich Vieles mit anderen Augen. Dieser „Klick im Kopf“ inspiriert und prägt Biographien – oft ein Leben lang. Er wird zum Antrieb, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen.

 

Raus aus der Comfort Zone

Jedes Jahr gehen allein mit Freiwilligendiensten rund 5.000 junge Deutsche in ein Entwicklungsland, um sich in sozialen Projekten zu engagieren.  Hinzu kommen diejenigen, die über Praktika, Ausbildung oder unternehmerische Entsendungen ins Ausland gehen. Alle diese jungen Erwachsenen haben den Mut, sich in einen für sie fremden Kontext zu begeben und den Lebensalltag mit den Menschen an ihrem Einsatzort zu teilen. Sie öffnen sich für andere Kulturen und lernen, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Intensive Erlebnisse und Erfahrungen „verwandeln“ sie.

 

Die Welt mit anderen Augen sehen

Zurückgekehrt nach Deutschland, sehen sie ihr persönliches Umfeld und die globalisierte Welt mit ganz anderen Augen. Der im Ausland angestoßene Perspektivenwechsel wirkt noch lange nach. Bei Vielen wirft er das Denken aus den eingefahrenen Bahnen. Die jungen Menschen hinterfragen ihre bisherigen Deutungsmuster und ihre Art zu leben. Sie stellen in Frage, was ihnen bis dahin selbstverständlich war, zum Beispiel ihr Konsumverhalten. Aus dieser reflektierten Haltung wächst ein starkes Bedürfnis, etwas zu verändern und die Gesellschaft in Deutschland mitzugestalten. Dafür engagieren sie sich mit ihren Projekten ehrenamtlich im sozialen oder politischen Bereich oder geben in ihrem beruflichen Umfeld Impulse für faires und global verantwortungsvolles Wirtschaften. Ihre Mission: die Gesellschaft gerechter und solidarischer machen!

 

Akteure des Wandels

Junge Menschen, die einen Erfahrungszeitraum im Ausland verbracht haben, bringen ein enormes innovatives Potenzial nach Deutschland mit. „Ihre Bereitschaft durch Engagement Verantwortung zu übernehmen, ist überdurchschnittlich hoch und spielt auch eine immer größere Rolle im sozial-karitativen Bereich des deutschen Nonprofit-Sektors“, so Benjamin Haas, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität zu Köln. „Die Erfahrungen eines internationalen Freiwilligendienstes wirken wie ein Katalysator und motivieren junge Menschen besonders stark, nach ihrer Rückkehr etwas in ihrem Umfeld zu bewegen“, so Haas. Gerade für ein Einwanderungsland wie Deutschland sind jene, die selbst einmal „Fremde“ in einer anderen Gesellschaft waren, wichtige Vermittler zwischen Kulturen und Botschafter für Begegnung.

 

FAIRWANDLER-Preis: Anerkennung für junges entwicklungspolitisches Engagement

Die Vielfalt und die Kreativität des Engagements junger Rückkehrerinnen und Rückkehrer sind in der Öffentlichkeit bislang kaum präsent. Hier setzt das Konzept des FAIRWANDLER-Preises an: Er will ein Forum zur Wertschätzung ihrer entwicklungspolitischen Initiativen bieten – und das erstmals organisations- und trägerübergreifend.

Mit großem persönlichem Einsatz meistern viele junge Menschen den Spagat zwischen ehrenamtlicher Arbeit und beruflichem Vorankommen in der Ausbildung oder im Studium. Der FAIRWANDLER-Preis möchte sie in mehrfacher Hinsicht in ihrem Engagement bestärken und unterstützen.

Weitere Informationen

Dr. Stephanie Himmel
Koordinatorin FAIRWANDLER-Preis
Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie
Darmstädter Straße 100, D 64625 Bensheim

Telefon +49 (6251) 7005 72
Fax +49 (6251) 7005 8872
E-Mail s.himmel(at)kkstiftung.de

www.fairwandler-preis.org

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00