Jungen Menschen eine Zukunft im eigenen Land geben

Erfolgsmodell zur Qualifizierung Jugendlicher wird auf Afrika übertragen

Strahlemann Kalender 2020: Titelblatt August (© Pietro Sutera).

Strahlemann Kalender 2020: Monat August (© Pietro Sutera).

Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Internationale Tag der Jugend am 12. August soll auf die Belange junger Menschen aufmerksam machen. Gerade in sogenannten Entwicklungsländern fehlt Jugendlichen oft jegliche Perspektive. Dass es auch anders geht, zeigt ein gemeinsames Bildungsprojekt der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und der Strahlemann Stiftung

„Wir möchten benachteiligten Kindern und Jugendlichen weltweit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben“, erklärt Ralf Tepel, Vorstandsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung. Damit dies gelingen kann, kooperiert die Stiftung bereits seit vielen Jahren mit der Strahlemann Stiftung. Beide Stiftungen wollen nun ihr in Indien erprobtes Erfolgsmodell zur Qualifizierung junger Menschen ausbauen und nach Afrika exportieren.

Schulen und Unternehmen vor Ort vernetzen

Im südindischen Nagapattinam haben beide Bergsträßer Stiftungen zwischen 2014 und 2018 rund 1.100 Jugendliche aus benachteiligten Familien beruflich qualifiziert, davon fast 50 Prozent Mädchen. Nach dem Vorbild sogenannter „Talent Companies“ wurde die Berufsausbildung direkt an die Schule angedockt. Dort werden in einer Ausbildungsstätte, dem Strahlemann Peace Support Centre (SPSC), berufsbildende Kurse, etwa in der Schneiderei, im Catering oder in der Fahrzeugmechanik durchgeführt. Neben der beruflichen Qualifizierung werden auch Sprachkenntnisse, Persönlichkeitsentwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen vermittelt. Mit Erfolg: 90 Prozent der Ausgebildeten haben bereits eine Anstellung gefunden oder sich selbstständig gemacht. 

Perspektive für Jugendliche in Entwicklungsländern schaffen

Dieses Modellprojekt soll nun an zwei weiteren Standorten in Indien weitergeführt werden. Darüber hinaus soll das Erfolgskonzept nun auch nach Afrika übertragen werden. „Dort ist es besonders wichtig, Jugendlichen vor Ort eine dauerhafte Beschäftigung und eine Lebensperspektive zu geben“, betont Tepel. „Viele junge Afrikaner*innen sehen die Migration als einzigen Ausweg. Durch qualifizierte Berufsausbildungen und den Einstieg in eine Anstellung oder die berufliche Selbstständigkeit schaffen wir eine echte Alternative.“

Berufsbildungsprojekt in Äthiopien

2019 wurde ein erstes Projekt zur beruflichen Qualifizierung Jugendlicher in den Slums der äthiopischen Metropole Addis Abeba gestartet. Die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Trotz rasanten Wirtschaftswachstums lebt fast ein Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Mädchen und Frauen werden häufig diskriminiert (Global Gender Gap Report). Mit Berufsbildungskursen sollen deshalb junge Frauen in den Slums der Hauptstadt Addis Abeba qualifiziert und ihnen bei der Existenzgründung geholfen werden.

Auch im stark benachteiligten ländlichen Äthiopien ist ein weiteres Projekt ab 2020 geplant. Es sieht Schulungen in der Produktion und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte vor.

Strahlemann-Kalender "Ethiopia" für 2020

Um die Maßnahmen zu finanzieren, geben die beiden Stiftungen für 2020 den Strahlemann-Kalender „Ethiopia“ heraus. Die Erlöse aus dem Kalenderverkauf kommen den Projekten in Äthiopien zugute.

Der großformatige Kalender mit Kindermotiven, der Ende 2018 von dem Fotografen Pietro Sutera in Äthiopien aufgenommen wurde, hat folgende Daten:

• Einzelpreis: 29,75 € (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
• 60 x 45 cm Querformat
• Spiralbindung oben
• Auslieferung: ab Oktober 2019

Der Äthiopien-Kalender kann ab sofort bei der Karl Kübel Stiftung per Email bestellt werden: info(at)kkstiftung.de 

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