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Erstes Eltern-Kind-Zentrum Hamburgs wird zehn Jahre alt

Das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) der „Kita Regenbogen“ aus Hamburg Lohbrügge, seit 2010 Kooperationspartner der Karl Kübel Stiftung, wird zehn Jahre alt. Und noch immer gehen den Mitarbeitenden die Ideen nicht aus.

Das Jubiläumsfest

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2015 beschloss die Einrichtung, ein mobiles Eltern-Kind-Zentrum in einer Wohnunterkunft für geflüchtete Familien im benachbarten Stadtteil einzurichten. An drei Tagen in der Woche zieht ein kleines Team in die Gruppenräume des Verwaltungscontainers. Die Frauen, Männer und Kinder dieser Unterkunft treffen hier stets auf offene Ohren, jede Menge Tipps sowie Spiel- und Freizeitangebote. Aus der Idee und ihrer erfolgreichen Praxis wurde ein Programm. Die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration finanziert mittlerweile hamburgweit mobile Eltern-Kind-Zentren.

Doch nicht nur hier war die Einrichtung, die in Lohbrügge inmitten einer Großwohnsiedlung aus den 1960er-Jahren liegt, Wegbereiterin für innovative Konzepte. Seit 2007 hat sie getreu ihrem Leitsatz „Ohne Eltern geht es nicht!“ ihre Angebote für junge Familien aus der Kita und dem Stadtteil kontinuierlich weiterentwickelt und so neben der Kita ein Eltern-Kind-Zentrum aufgebaut. Denn: „Wenn eine junge Mutter einen Krippenplatz fordert,“ so die Leiterin der Einrichtung, Marion Dornquast,  „dann benötigt sie vielleicht noch viel mehr: Beratung, Vernetzung und Austausch mit anderen Müttern.“

Ob Hebammensprechstunde und Babymassage, die Beratung junger Mütter durch eine Kinderärztin, Bewerbungstrainings, Sozial- und Rechtsberatung oder Elterncafés, das Angebot ist vielfältig und trifft auf viel Zuspruch bei Eltern und Kindern. In seiner Jubiläumsansprache hob Hartmut Duwensee, Geschäftsführer der Kinder-und Jugendhilfe gGmbH des Deutschen Roten Kreuzes Hamburg und Träger der Einrichtung, hervor: „Die zehn Jahre Erfahrung bestätigen uns, dass die `Kita Regenbogen´ den richtigen Weg eingeschlagen hat.“ Und die Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard betonte in ihrem Grußwort die Pionierrolle, die das Team der Einrichtung übernommen hat. Denn dieses Eltern-Kind-Zentrum war das erste Zentrum seiner Art in Hamburg und ist zugleich Modell für viele andere Einrichtungen.

Gefragt nach dem Geheimnis für den Erfolg der Einrichtung antwortet Marion Dornquast: „Es ist die Kontinuität. Das stetige Am-Ball-bleiben, Überdenken und Beratschlagen und der Aufbau von tragfähigen Netzwerken. Und nicht zuletzt unser engagiertes Team, das all dies mitträgt.“ Das Beispiel belegt einmal mehr, dass in der Klugheit eine doppelte positive Erfahrung steckt: sie beweist sich im praktischen Erfolg und sie erweist sich in der sorgfältigen Analyse der Bedingungen und Möglichkeiten. Das ist der Stoff, aus dem die passgenauen Angebote für Familien gewebt sind. Die Einrichtung ist nicht nur seit 2010 Kooperationspartner der Karl Kübel Stiftung sondern auch Konsultationseinrichtung.

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