Aktuelles

"Kindheit heißt Bildung"

14.06.2017. Im südindischen Coimbatore haben Kinder und Erwachsene ihre Empfehlungen für den G20-Gipfel formuliert. Die Wünsche der Versammlung wurden unter dem Motto „Kindheit heißt Bildung“ zusammengefasst.

Die Teilnehmer des Bürgerdialogs am indischen Bildungsinstitut der Karl Kübel Stiftung in Coimbatore.

Insgesamt 38 Personen verschiedenster Altersgruppen und Herkunft waren auf Einladung der Karl Kübel Foundation for Child and Family (KKF India) in Coimbatore zusammengekommen, um ihre Wünsche an die Politiker des G20-Gipfels zusammenzutragen. Das Treffen unter der Leitung von KKF India-Vorstand Dr. T.K. Nathan war Teil des G20-Bürgerdialogs.

Bürgerbeteiligung zum G20-Gipfel

Das von der IFOK GmbH entwickelte Bürgerbeteiligungsverfahren gibt Bürgern und Bürgerinnen von G20-Staaten weltweit die Möglichkeit, ihre Meinung zu internationalen Themen zu Gehör zu bringen. Dabei erarbeiten die Teilnehmenden eine Agenda mit ihren Hauptanliegen an die Staatsoberhäupter des G20-Gipfels.

Schulausbildung für alle gefordert

Bei dem Bürgerdialog-Treffen in Coimbatore diskutierten Alt und Jung angeregt. Besonders lag den Teilnehmenden die weltweite Beschulung der Kinder am Herzen, idealerweise bis zum 18. Lebensjahr. Bildung – so der allgemeine Konsens - soll unbeschränkt zugänglich und erschwinglich sein. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf benachteiligte Kinder gelegt werden und hier insbesondere auf Mädchen.

Ihre Wünsche fassten die Mitglieder des Bürgerdialogs folgendermaßen zusammen:

  • Die G20-Mitgliedstaaten sollen allen Kindern bis zum 18. Lebensjahr eine Schulausbildung ermöglichen, ohne jede Kompromisse.
  • Für die Reintegration von Kinderarbeitern sollen mobile Schulen und Brückenschulzentren gefördert werden.
  • Vernachlässigte Bevölkerungsgruppen sollen gezielt durch Bewusstseinskampagnen zum Thema Bildung angesprochen werden.
  • Für vernachlässigte Menschen sollen spezielle Universitäts- und Technologiezentren eingerichtet werden.
  • Einheimische sollen die Gelegenheit bekommen, sich im Bereich globaler digitaler Technologie zu bilden. Dabei dürften nicht die Bedarfe der jeweiligen Märkte im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse der Kinder.
  • Die Stimmen der zivilen und Nicht-Regierungs-Organisationen sollen bei politischen und legislativen Entscheidungen in Bezug auf internationale Verpflichtungen und der Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele besonders berücksichtigt werden.
  • Kinder sollen Gehör finden und dazu befähigt werden, mit ihren Ideen die Welt zu verändern.
Kritische Stimmen zum G20-Gipfel

Gleichzeitig wurde aber auch Kritik daran geäußert, dass keine der Entscheidungen des G20-Gipfels rechtlich verbindlichen Status hat. Damit bleibe der Prozess ein „zahnloser Tiger“. Gerade die Rechte und Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche, die in Indien aber auch international in zahlreichen Gesetzen verankert seien, müssten national und international konsequent umgesetzt werden.   

IFOK Bürgernetzwerk: Eine Idee geht um die Welt

G20-Bürgerdialog in Indien

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00