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Familienzentren schaffen Lebensqualität

Rund 200 Interessierte besuchten den sechsten Fachtag des Bundesverbands der Familienzentren e.V. in Stendal.

Rund 200 Teilnehmer besuchten den Fachtag der Familienzentren 2017 (© Karl Kübel Stiftung).

Stendal/Bensheim. Am 23. November 2017 fand die 6. Fachtagung des Bundesverbandes der Familienzentren e.V. (BVdFZ) in Stendal, Sachsen-Anhalt, statt. Gastgeber war diesmal die Hochschule Magdeburg-Stendal. Zahlreiche Referenten aus Wissenschaft, Politik und Praxis nahmen teil, um mit den Besuchern über aktuelle Aufgaben der Familienzentren in Deutschland an den Schnittstellen von Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden zu diskutieren. Rund 200 Besucher kamen zum Fachtag. Im Anschluss an die Tagung lud der BVdFZ zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung ein. 

„Kinder sind unsere Zukunft. Wir können uns nicht leisten, auch nur eines von ihnen zurückzulassen. Deshalb begrüßen wir, dass bundesweit Kommunen verstärkt in chancengerechte Familienfreundlichkeit investieren und immer mehr Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickelt werden“, sagte Daniela Kobelt Neuhaus, Initiatorin und Präsidentin des Bundesverbands der Familienzentren sowie Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. 

Familienzentren seien wichtige Knotenpunkte im lokalen Netzwerk der familienbezogenen Akteure und Partner für Bildung, Gesundheit und sozioökonomische Sicherheit von Eltern und Kindern. Außerdem seien sie Frühwarnsysteme für Bedarfe heutiger Familien und sie begleiteten Eltern und Kinder ab der Geburt, indem sie Ressourcen aufgreifen, Potenziale fördern und Selbstwirksamkeit stärken.  

Einmal jährlich findet die Fachtagung des Bundesverbands der Familienzentren statt, und zwar jeweils an einem anderen Ort und in Kooperation mit verschiedenen Partnern. Zum Programm der diesjährigen Fachtagung in Stendal, Sachsen-Anhalt, gehörten neben drei Fachvorträgen, die sich inhaltlich mit der kommunalen Gesundheitsförderung, Gesundheit und Bildung sowie Schnittstellen der Frühen Hilfen und Familienzentren auseinandersetzten, auch neun Diskussionsforen und eine Podiumsdiskussion. Für die Tagung kooperierte der Bundesverband mit der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit e.V., dem Verein „Kinder Stärken“ Stendal und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.

Isolde Hofmann, Leiterin Abteilung Familie im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, begrüßte, dass die Tagung in Sachsen-Anhalt stattfand. 

Nachdem es bei den Fachtagungen der letzten Jahre um einheitliche Qualitätsstandards und neue Perspektiven für die Familienzentren in Deutschland gegangen war, lag der Fokus in diesem Jahr auf dem Thema „Bildung und Gesundheit“. „Beides gehört zusammen“, so Kobelt Neuhaus, „und ich werde mich sowohl auf fachlicher, als auch auf politischer Ebene dafür einsetzen, dass Familienzentren bundesweit als niederschwellige, frühpräventive und nachhaltige Generationen- und Professionen übergreifende Bildungs- und Gesundheitszentren eingerichtet werden.“

Mechthild Paul, Leiterin des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, konnte ihr da nur beipflichten: "Familien brauchen verlässliche, wohnortnahe und niedrigschwellige Unterstützung. Durch ihre sozialräumliche Verankerung sind Familienzentren ideal, dieser Ort für Familien zu sein."

Für Prof. Dr. Raimund Geene, Professor für Kindergesundheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Vorsitzender des dortigen An-Instituts „KinderStärken e.V.“ und gleichzeitig Sprecher der „AG Gesundheit“ in der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit (BAG-BEK e.V.) ist vor allem das Präventionsgesetz, das seit 2015 in Kraft ist, ein mögliches Dach für Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und Frühen Hilfen: „Prävention und Gesundheitsförderung sollen dort greifen, wo Menschen leben, lernen und arbeiten: in der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz oder im Pflegeheim. Dazu gehört auch, dass Kranken- und Pflegekassen künftig mehr in Gesundheitsförderung und Prävention investieren, denn nur wenn sich Kinder körperlich, geistig und seelisch wohlfühlen, können sie ihre Potentiale gut entfalten.“

Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Falk
Darmstädter Straße 100
64625 Bensheim
Tel.: 06251 / 7005 69
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