Erstes Drop In(klusive) in Baden-Württemberg erfolgreich etabliert

Der offene Treffpunkt für Eltern mit Kleinkindern in Mannheim öffnete vor einem Jahr in der evangelischen Kindertagesstätte "Am Brunnengarten" seine Pforten. Ein erstes Fazit.

Das einjährigen Bestehen des Drop In(klusive) Mannheim feiern: (v.l.n.r.) Dekanstellvertreterin Anne Ressel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung Daniela Kobelt Neuhaus, Quartiermanagerin Jennifer Yeboah, Kita-Abteilungsleiterin Sabine Zehenter, Kita-Leiter Andreas Elfner, Elternbegleiterin Lina Körner und KKS-Abteilungsleiter Dr. Jürgen Wüst (© de Vos).

Das einjährigen Bestehen des Drop In(klusive) Mannheim feiern: (v.l.n.r.) Dekanstellvertreterin Anne Ressel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung Daniela Kobelt Neuhaus, Quartiermanagerin Jennifer Yeboah, Kita-Abteilungsleiterin Sabine Zehenter, Kita-Leiter Andreas Elfner, Elternbegleiterin Lina Körner und KKS-Abteilungsleiter Dr. Jürgen Wüst (© de Vos).

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und die Evangelische Kirche Mannheim ziehen nach einem Jahr eine durchweg positive Bilanz: Das erste Drop In(klusive) Baden-Württembergs wird in Mannheim gut angenommen. Der kostenfreie Willkommenstreff ist in der evangelischen Kindertagesstätte „Am Brunnengarten“ im Stadtteil Herzogenried angesiedelt.

Es ist ein Ort für Mütter und Väter; ein Angebot, das verlässlich und unverbindlich zugleich ist. Das Drop In(klusive) bietet einen Begegnungsraum ohne vorgegebenes Programm, doch mit qualifizierter Begleitung. Immer montags von 14.30 bis 16.30 Uhr öffnet es seine Türen für alle Interessierten. „Jede und jeder kann hier herkommen“, erläutert Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, das Prinzip. Ohne Anmeldung und verbindlicher Anwesenheitspflicht treffen sich in diesem Zeitraum Eltern mit ihren bis zu drei Jahre alten Kindern in den Räumlichkeiten der Kita „Am Brunnengarten“. Dort gibt es kostenfrei Snacks und Getränke sowie jede Menge Spielmöglichkeiten. 

Bedarf ist enorm groß

„Wir wollen diejenigen erreichen, die institutionelle Angebote eher nicht nutzen wollen“, so Kobelt Neuhaus. Ziel des Drop In(klusive) ist, im Lebensumfeld von Familien das Miteinander zu verbessern und die Eltern zu stärken, damit sie ihre Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten besser fördern können. Kita-Leiter Andreas Elfner sieht, dass der Bedarf nach solchen Orten des Vertrauens, an denen sich Netzwerke und Kontakte entwickeln können, „enorm groß“ ist. Das Mannheimer Drop In(klusive) wird regelmäßig von fünf bis zehn Familien besucht, berichtet Lina Körner. Sie ist als geschulte Elternbegleiterin  und Ansprechpartnerin im Hintergrund stets mit dabei. Besonders wertvoll sei für die Eltern der geschützte Raum und der Austausch mit anderen Müttern sowie der Bewegungsparcours zum Austoben für die Kinder, so Körner.

Weitere Standorte sind im Gespräch

„Eine Stadt wie Mannheim braucht auch für Kinder und Familien ein vielfältiges Angebot“, betont die Stellvertreterin des Dekans Anne Ressel. „Unsere Aufgabe als Kirche ist es, Begegnungen zu fördern und Räume dafür offen zu halten." Gerne würde die Evangelische Kirche Mannheim noch an weiteren Standorten Drop In(klusive) anbieten, so Sabine Zehenter, Abteilungsleiterin evangelische Tageseinrichtungen für Kinder. Doch auch dafür seinen kontinuierliche Förderer notwendig. Das Mannheimer Drop In(klusive) wird aktuell finanziell im Rahmen des BASF-Projekts „Gemeinsam Neues schaffen“ gefördert und muss ab nächstem Jahr auf eigenen Beinen stehen. Die Karl Kübel Stiftung veranschlagt für ein Drop In(klusive) als Jahresbudget je nach Raumsituation einen Betrag von 7.000 bis 10.000 Euro.

Warum Drop In(klusive) ein Erfolgskonzept sind

„Wer kleine Kinder hat“, sagt Vorstandmitglied Kobelt Neuhaus, „ist auf Kontakte angewiesen. Wer neu in einer Stadt oder neu in der Lebenssituation als Familie ist, findet im Drop In(klusive) einen wichtigen Willkommensort“. Die Evaluation der Universität Gießen sei sehr positiv ausgefallen: Ein Drop In(klusive) stärke die Selbstsicherheit von Eltern und Kinder, fördere die Eltern-Kind-Interaktion, unterstütze die Sprachfähigkeit und trage zum Eltern-Kontakt über die Kleinkind-Phase hinaus bei.

Die Drop In(klusive) wurden von Daniela Kobelt Neuhaus nach einem englischen Vorbild entwickelt und werden aktuell in Hessen flächendeckend an über 100 Standorten angeboten. Insgesamt gibt es in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 108 Standorte. 

Öffnungszeiten und Adresse

montags 14:30 bis 16:30 Uhr
in in der evangelischen Kindertagesstätte „Am Brunnengarten“
Am Brunnengarten 3 
68169 Mannheim

Weitere Informationen zum Projekt Drop In(klusive) und den Kontakt zur Stiftung finden Sie hier.

Infos zum Download

  • Evaluation der Drop Ins von Prof. Dr. Norbert Neuß (240 KB)Download
Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00