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Chancen für Menschen auf den Philippinen

"Vor Ort helfen, damit Menschen nicht fliehen müssen" – unter diesem Motto stand eine große Spendenaktion: Mitarbeiter und Partner der Agentur Cho-Time aus Mönchengladbach haben 100.000 Euro für verarmte Menschen in Cebu City, Philippinen, an die Stiftung überreicht.

Cho Time GmbH überreicht 100.000 € für verarmte und ausgegrenzte Menschen auf den Philippinen an die Karl Kübel Stiftung

Cho Time GmbH überreicht 100.000 € für verarmte und ausgegrenzte Menschen auf den Philippinen an die Karl Kübel Stiftung

Vor Ort helfen, damit Menschen nicht fliehen müssen – Chancen für Straßenkinder und Müllmenschen auf den Philippinen

Mönchengladbach/Bensheim. Mitarbeiter und Partner der unabhängigen Energieberatung  "CTA Cho-Time, Agentur für Energieberatung" aus Mönchengladbach haben 100.000 Euro für verarmte und ausgegrenzte Menschen in Cebu City auf den Philippinen an die hessische Karl Kübel Stiftung überreicht. Gerade wegen und trotz der Flüchtlingskrise wollen sie vor Ort helfen, um Flüchtlingswellen zu vermeiden und den Menschen in ihrer Heimat Perspektiven zu bieten.

Youtube-Beitrag des TV-Senders CityVision über die Spendenübergabe

Mitarbeiter der Agentur für Energieberatung hatten im Juni eine Dokumentation auf RTL über die Müllmenschen und Straßenkinder sowie über Opfer sexueller Gewalt in der philippinischen Metropole gesehen, die sie zutiefst bewegte und fassungslos machte. Die Bilder ließen sie nicht mehr los: qualmende Müllhalden, die sich über den gesamten Horizont erstrecken, auf und von denen Hunderte Familien leben und auf denen Kinder barfuß spielen. Scherben, Spritzen, Haushalts- und Krankenhausabfälle und mittendrin krabbeln zweijährige Kinder. Junge Mädchen, vom Drogenkonsum gezeichnet, vielleicht dreizehn, vielleicht siebzehn Jahre alt, die am Straßenrand stehen und auf Freier warten. Ihre Eltern sind weit weg, auf einer anderen Insel südlich von Cebu. Sie müssen jeden Tag schauen, wie sie die sechsköpfige Familie durchbringen. Ihnen wurde von Schleppern versprochen, dass es einen guten Job für die Tochter als Zimmermädchen in der Stadt gibt, so dass sie die Familie mit Geld versorgen kann und niemand mehr hungern muss.

Die Dokumentation "Endstation Müll" begleitet den Generalsuperior der Steyler Missionare, Pater Heinz Kulüke, durch die Straßen und Müllhalden der Stadt. Seit mehr als 25 Jahren tut Kulüke alles, "damit Menschen nicht mehr wie Müll behandelt werden", schreibt Pater Matthias Helms von der Missionsprokur in Sankt Augustin. Tagtäglich suchen Kulüke und weitere Ordensbrüder die Straßenkinder und Zwangsprostituierten auf und kümmern sich darum, dass sie zumindest ein Mal am Tag eine warme Mahlzeit erhalten. Sie versorgen sie ärztlich und tun vor allem eines: Sie hören den Kindern zu und geben ihnen das Gefühl, für sie da zu sein. Und sie versuchen, sie aus dem Teufelskreis aus Armut und Abhängigkeit herauszuholen.

Seit vielen Jahren unterstützt die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie aus dem hessischen Bensheim die Arbeit von Pater Kulüke und seinem Team. Mit Umsiedlungs- und Hausbauprojekten bietet sie den Menschen auf den Müllhalden Perspektiven und ermöglicht ihnen, ein neues, menschenwürdiges Leben in der Heimat zu starten. Weitere Projekte bieten den Straßenkindern und Zwangsprostituierten eine Anlaufstelle, wenn sie Hunger oder Probleme haben, Zuflucht suchen, wenn sie schwanger oder krank geworden sind oder wenn sie aussteigen wollen. In dem so genannten Drop In werden die jungen Menschen versorgt und es werden ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, der Ausbeutung zu entkommen.

Spendenkonto der Karl Kübel Stiftung

Sparkasse Bensheim
BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41509500680005050000
Stichwort: "Hilfe für Straßenkinder und Müllmenschen"

Die Cho-Time-Mitarbeiter hatten das tiefe Bedürfnis zu helfen und besprachen sich: Wie wäre es mit einer Spendenaktion? Gemeinsam mit unseren Partnern, Freunden und Mitarbeitern. Die Geschäftsleitung, Mitarbeiter und Freunde waren begeistert von der Idee, alle wollten den Menschen auf Cebu helfen. Und so wurden Gespräche mit Partnerfirmen geführt. Auch von ihnen waren die meisten sofort überzeugt und unterstützten die Aktion. Unter ihnen lekker Energie GmbH, Vattenfall Europe Sales GmbH, SWK Stadtwerke Krefeld AG, Direct Scouts GmbH, Bejob GmbH, CC-Club UG, Deutsche Sicherheitsalarmanlagen GmbH, Adolf Präg GmbH & Co. KG, Gröbak Dienstleistungs-GmbH, Schutzwelt24  GmbH, Versatel Deutschland GmbH, Dialog CT, ODVisionS GmbH,  Voxenergie GmbH, Fliegerspass.de.

Nach drei Monaten ist nun die stolze Spendensumme von 100.000 Euro zusammengekommen. 80.000 Euro davon sollen in Umsiedlungs- und Hausbauprojekte für die Müllsammlerfamilien fließen, 20.000 Euro in das Drop In für Straßenkinder und Opfer sexueller Gewalt. "Ich weiß, wie dringend die Menschen Unterstützung benötigen. Erst Anfang dieses Jahres habe ich sie und unsere Projekte besucht und gesehen, was die Menschen aus ihrem Leben machen, wenn man ihnen eine Starthilfe gibt. Mit dieser großzügigen Summe kann für 18 Familien ein Haus gebaut werden, und der Betrieb des Drop In ist damit für mindestens 15 Monate gesichert", erklärte Ralf Tepel vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung.

„Es gibt keine Hoffnung mehr, aber wir geben nicht auf.“ Mit diesen Worten von Pater Kulüke endet die RTL-Reportage. „Wir geben nicht auf“ – genau das ist der Grund, Projekte für diese ausgegrenzten Menschen fortzuführen und vor Ort zu unterstützen. Helfen auch Sie! Es lohnt sich. Für die Mitarbeiter der Cho-Time ist nach der Spende, vor der Spende: Die nächste Aktion, die den Flüchtlingen in Deutschland zugutekommen soll, sei in Planung, berichten sie.

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00