Eintauchen in eine unbekannte Welt: indische Freiwillige zu Gast an der Bergstraße

Wir begrüßen unsere indischen Freiwilligen und wünschen ihnen einen guten Start an ihren Einsatzstellen.

Willkommen in Deutschland

Ankunft unserer indischen Freiwilligen

Unsere indischen Freiwilligen bei der Ankunft in Frankfurt (© Karl Kübel Stiftung)
Unsere indischen Freiwilligen bei der Ankunft in Frankfurt (© Karl Kübel Stiftung)
Unsere indischen Freiwilligen bei der Ankunft in Frankfurt (© Karl Kübel Stiftung)

Die ersten Tage an der Bergstraße sind für Sheryl Rubina Selvam aus Indien ziemlich aufregend. „Für mich fühlt es sich sehr ungewohnt an, Hosen und feste Schuhe zu tragen“, sagt sie und lacht: „Zuhause trage ich immer Saris und andere indische Kleidung. Ich komme aus einer sehr traditionellen Familie.“

Die 23-Jährige nimmt zusammen mit Ashima Mukherjee, Dinesh Selvam und Kanal Manoharan am weltwärts-Programm der Karl Kübel Stiftung teil. Von Mai bis Dezember absolvieren die vier Inder*innen ihren Freiwilligendienst an der Bergstraße. Hier verbringen sie acht Monate bei Gastfamilien und sammeln Erfahrungen an ihren Einsatzstellen. „Ich finde es spannend, eine neue Kultur und Lebensweise kennenzulernen“, sagt Ashima. Eine Bekannte in Indien hatte ihr von dem Programm erzählt.

Interkulturellen Austausch fördern

Die Idee des Programms ist, dass die Freiwilligen hier interkulturelle Erfahrungen machen und diese dann später in die indische Gesellschaft tragen. Auf jede Menge Input hofft jedenfalls Sheryl, Sozialarbeiterin aus Tamil Nadu (Südindien), die gemeinsam mit Ashima bei der Behindertenhilfe Bergstraße mithelfen wird. Sheryls Traum: In Indien ein Heim für behinderte Kinder eröffnen. Auch Ashima ist voller Wissbegier: „Ich bin gespannt, wie die behinderten Menschen hier motiviert werden, sich in die Gesellschaft einzubringen. Darüber habe ich schon gelesen. Das möchte ich gerne kennenlernen und vielleicht später für meine Arbeit nutzen.“

Erste Eindrücke in Deutschland

Für die Neuankömmlinge ist zunächst vieles hier ungewohnt: die fremde Sprache, die kühlen Temperaturen. Beim Verlassen des Flughafens staunen sie z.B. darüber, wie ruhig und „menschenleer“ es in Deutschland im Vergleich zu Indien ist. „Es dauert auch etwas, sich an das Essen hier zu gewöhnen“, erzählt Dinesh. „Und die Tage hier sind viel länger als in Indien. Weil es dort früher dunkel wird, gehen die Menschen bei uns Zuhause auch früher schlafen.“

Mentorinnen begleiten die Inder*innen

Damit die vier sich im Alltag schnell zurechtfinden, begleiten ihre Mentorinnen Kirsten Sames und Monika Gerz die Freiwilligen bei Behördengängen, üben gemeinsam den Weg zu den Einsatzstellen ein und bereiten sie mit Rollenspielen auf den Alltag in Deutschland vor. „Das ist für uns auch jedes Mal eine spannende Zeit“, sagt Sames, „wir kochen und essen gemeinsam und erleben den Austausch sehr intensiv.“ Die Freiwilligen nutzen die gemeinsamen Gespräche mit den Mentorinnen, um ein wenig Deutsch zu sprechen.

Start in den Einsatzstellen

Nach fünf Tagen beginnt der „Alltag“ in Deutschland. Die Freiwilligen ziehen zu ihren Gastfamilien, beginnen einen Intensivsprachkurs in Deutsch und lernen ihre Einsatzstellen kennen. Kanal und Dinesh werden bei der Darmstädter Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, im Einsatz sein. „Ich hoffe, dort viel über Lebensmittelverteilung zu erfahren“, sagt Dinesh, der in Indien an einer Schule gearbeitet hat. „Bei uns an den Schulen werden Lunchpakete oft einfach weggeworfen. Ich hoffe, hier Ideen zu bekommen, wie sich das ändern lässt.“

Die Freiwilligen möchten die Zeit in Deutschland aber auch nutzen, um in ihrer Freizeit Neues zu entdecken: Kanal beispielsweise plant, verschiedene Universitäten zu besuchen. „Ich möchte Leute aus anderen Ländern kennenlernen, aber auch verstehen, wie die Gesellschaft hier tickt.“

Rückblick So hat unser voriger Jahrgang den Einsatz erlebt

Unsere erprobten Einsatzstellen:
Behindertenhilfe Bergstraße
Darmstädter Tafel

weltwärts-Freiwilligendienst mit der Karl Kübel Stiftung

Der Freiwilligendienst "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren den Aufenthalt in einer völlig anderen Kultur. Die Karl Kübel Stiftung gehört zu den weltwärts-Entsendeorganisationen. Sie bietet jährlich 20 Plätze in ihren Partnerprojekten in Indien und auf den Philippinen an. Die Freiwilligen werden immer in 2er-Teams entsendet. Seit 2016 absolvieren auch jedes Jahr vier junge Inder*innen einen Freiwilligendienst in Südhessen.

Ansprechpartner: 
Monika Gerz
06251-7005-68
m.gerz(at)kkstiftung.de

Kirsten Sames
(06251) 7005-76
k.sames(at)kkstiftung.de

Jede Spende hilft Jetzt spenden Initiative Transparente Zivilgesellschaft BIC HELADEF1BEN
IBAN DE41 5095 0068 0005 0500 00