Inland

Landesprojekt: 99. Willkommenstreff für Familien mit Kleinkindern eröffnet

Frühe Unterstützung ist zentral für Integration und Bildungserfolg

Offizielle Eröffnung des 99. Drop In(klusive)

Der offene Treffpunkt ist bei der SG Bornheim Grün-Weiß in Frankfurt angesiedelt (© Karl Kübel Stiftung).

Mütter und Projektverantwortliche, darunter Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung ( 6.v.l.), Cornelia Lange, Leiterin der Abteilung Familie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (4.v.r), und Dr. Harald Seehausen, Leiter des Kinder- und Familienzentrums der SG Bornheim (3.v.r.).
Eine Besucherin des Drop (In)klusive mit ihrem Kind und KKS-Vorstandsmitglied Daniela Kobelt Neuhaus.
Cornelia Lange vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit einer Mutter.
Dr. Harald Seehausen, Leiter des Kinder- und Familienzentrums der SG Bornheim, mit einem Jungen.

Bensheim/Frankfurt. Strahlende Gesichter bei der SG Bornheim Grün-Weiß in Frankfurt: Am 18. Juni  wurde der 99. Willkommenstreff für Eltern mit Kleinkindern im Kinder- und Familienzentrum der SG Bornheim offiziell eröffnet. Das von der Karl Kübel Stiftung entwickelte Konzept der so genannten Drop In(klusive) wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gefördert. Mit dem 99. geförderten Standort ist das Angebot jetzt hessenweit etabliert. 

"Das Drop In(klusive) ist eine ideale Ergänzung unseres Angebots",  freute sich Dr. Harald Seehausen, Leiter des Kinder-  und Familienzentrums (Kifaz). "Jetzt gibt es hier für Kinder vom Säuglingsalter bis zum zehnten Lebensjahr sozialpädagogische Angebote." Neben dem Drop In(klusive) sind das z.B. das interkulturelle Familiensportcafé und der Mittagstisch für Grundschulkinder. 

Der neue offene Treffpunkt für Eltern mit Säuglingen und Kindern bis drei Jahre hat sich bereits im Frankfurter Stadtteil herumgesprochen. Seit ein paar Wochen kommen jeden Montag von 9.30 bis 11.30 Uhr Mütter und Väter mit ihren Kindern ins Kifaz. Beim gemeinsamen Frühstück können sie sich kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Derweil spielen die Kinder mit Bauklötzen und anderen Spielsachen. Bei Fragen steht Khadija Souieh, Integrationslotsin und Leiterin des Drop In(klusive), mit Rat und Tat zur Seite. Hier bei den Treffs geht es ganz locker und zwanglos zu.

Konzept von England nach Deutschland gebracht

Genauso soll es sein, betonte Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung. Sie lernte das niedrigschwellige Konzept der Drop In(klusive) vor Jahren in England kennen und brachte es nach Deutschland an die Bergstraße, wo in Bensheim und umliegenden Städten Pilotstandorte entstanden. "In den Drop In(klusive) finden Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund Anschluss und Kontakt", so Kobelt Neuhaus. Dort könnten Ängste abgebaut und ein Gefühl des ‚Hier bin ich richtig‘ aufgebaut werden. Eine Evaluierung der Pilotstandorte habe gezeigt, dass die Eltern und Kinder in den Drop In(klusive) so etwas wie eine Familie gefunden hätten. „Dort gibt es immer jemanden, der helfen kann, sei es mit Tipps zur Freizeitgestaltung oder Infos, wo es den nächsten Kinderarzt gibt", sagte Kobelt Neuhaus. Von den offenen Treffs profitierten Eltern wie Kinder gleichermaßen.

Gerade die Niedrigschwelligkeit sei ein großer Vorteil, fand auch Cornelia Lange, Leiterin der Abteilung Familie im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. In Eltville habe sie schon vor einiger Zeit ein Drop In(klusive) besucht und sei sehr beeindruckt gewesen. "Drop In(klusive) sind echte Willkommensorte!" Vor dem Hintergrund, neu zugezogenen Familien eine Möglichkeit zu bieten, schnell Anschluss zu finden, habe das Land sich für die landesweite Förderung von Standorten entschieden. Und wie kam man auf 99. Standorte?

So kam es zu 99 geförderten Standorten

Lange: „Es gibt 33 Jugendamtsbezirke in Hessen. Wir wollten in jedem Bezirk drei Standorte fördern. Deshalb sind es 99. Standorte.“ Die mit durchschnittlich 7.500 Euro angesetzten Jahreskosten für ein Drop In(klusive) werden im ersten Jahr mit max. 5.000 Euro und im zweiten Jahr mit max. 2.500 Euro gefördert. Damit soll gewährleistet werden, dass dieses Angebot dort entsteht, wo es lokal verankert ist. Neben der Förderung werden die Bewerber von Anfang an von der Karl Kübel Stiftung unterstützt. Die Begleitung umfasst auch die Beantwortung der praktischen Fragen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Angebots stellen. Dazu gehören neben der Qualifizierung der Begleitpersonen des Drop In(klusive) auch die Unterstützung bei der Gewinnung von Partnern und Förderern sowie bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ob und wie es mit der Förderung nach Ablauf des Projekts 2019 aussieht, steht noch nicht fest. Da müsse man überlegen, ob es für 2020 eventuell Anschlussmöglichkeiten gibt, so Lange.

Ansprechpartner:

Inka Kuusela
Tel.: 06251 7005 19
Drop-In-hessen(at)kkstiftung.de

Elisabeth Gehlen
Tel.: 06251 7005 17
Drop-In-hessen(at)kkstiftung.de

Infos zum Download

  • Infoflyer Drop In(klusive) (321 KB)Download

FAQ

  • Hier werden häufig gestellte Fragen zu Drop In(klusive) beantwortet. (295 KB)Download
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