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Solar-Lampen - eine Investition in die Zukunft der Kinder

Energieeffizienz, erneuerbare Energien, verbesserte Landnutzung, Waldschutz und die Unterstützung zur Anpassung an den Klimawandel sind wesentlich für den Klimaschutz und wesentliche Themen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der Karl Kübel Stiftung. Eine ausreichende Energieversorgung ist ein Schlüssel zur Bekämpfung der Armut in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern. Unterstützen Sie die Verbreitung kostengünstiger, erneuerbarer, angepasster Energien in Indien.

Solarlampen, eine Investition in die Zukunft

Solarlampen, eine Investition in die Zukunft

Anpassung an den Klimawandel: Einführung erneuerbarer Energien

Energieeffizienz, erneuerbare Energien, verbesserte Landnutzung und Waldschutz sowie die Unterstützung zur Anpassung an den Klimawandel sind wesentlich für den Klimaschutz und wesentliche Themen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Sie berühren die wichtigsten Förderbereiche der Karl Kübel Stiftung. Der Klimawandel und die Anpassung an den Klimawandel müssen daher als neue, übergreifende Einflussfaktoren gesehen werden; in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Anpassung an den Klimawandel zum Kern der Armutsbekämpfung und der Entwicklungszusammenarbeit gehören.

Eine ausreichende Energieversorgung ist ein Schlüssel zur Bekämpfung der Armut in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern. 2,5 Milliarden Menschen haben derzeit Probleme bei der täglichen Zubereitung von warmen Mahlzeiten, bei der Beleuchtung ihrer Häuser oder bei der Erwärmung von Wasser für die Körperpflege. Häufig fehlen ihnen der Zugang zu Basistechnologien und das Wissen über einfache kostengünstige Lösungen, um ihre persönliche Situation zu verbessern. Dieser Mangel behindert auch massiv die wirtschaftliche Entwicklung, speziell im ländlichen Raum. Die Einführung, Verbreitung und Nutzung kostengünstiger, erneuerbarer und angepasster Energien sind wichtige Faktoren in vielen Projekten in Indien.

Solarlampen

Ein Großteil der Haushalte im ländlichen Indien ist nicht an das Stromnetz angeschlossen. Überwiegend verwenden diese Haushalte Kerosinlampen als Lichtquelle, die beim Abbrennen stark rußen, oft chronische Bronchitis und entzündete Augen verursachen. Umfallende Lampen verursachen schwere Verbrennungen und sind der Grund für häufige Brände in den Holz- und Bambushütten.
Die Umstellung auf Solarlampen in den ländlichen Regionen Indien bringt folgende Vorteile:

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Jede Solarlampe vermeidet rund 0,1 Tonnen CO2 pro Jahr, das bei der Nutzung einer Kerosinlampe entstehen würde.
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Die technisch robusten Solarlampen bieten eine zuverlässige, flackerfreie Beleuchtung, die auch nach Sonnenuntergang das Lesen und Arbeiten für Schularbeiten erlaubt und so Bildungs- und Einkommensmöglichkeiten ermöglicht.
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Sie sind günstige Energiequellen, denn in Indien gibt es jährlich 250-300 Sonnentage.

Zum Einsatz kommen in den ländlichen Gegenden Indiens zwei Typen von Solarlampen:


  • kleine tragbare Solarlampen für den Einzelhaushalt, bestehend aus einem Photovoltaikmodul, einem Akku und einer Leuchtdiode (LED),

  • Straßenlaternen zur Beleuchtung der Straßen und Gehwege in ländlichen Gegenden.

Bereits für 50 Euro kann eine tragbare Solarlampe für eine Familie angeschafft werden; Straßenbeleuchtung kostet pro Straßenlampe rund 460 Euro.

Raucharme Herde, verbesserte energieeffiziente Kochkessel

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung kocht und heizt immer noch mit offenem Feuer oder ineffizien¬ten Herden. Der Rauch, den diese Feuerstellen erzeugen, verpestet die Raumluft. Ruß und andere im Rauch enthaltene Giftstoffe lösen schwere Atemwegserkrankungen und Augenprobleme aus.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, kommen - je nach Region - verschiedene Modelle von raucharmen Herden „chulhas" (in Indien gebräuchlicher Ausdruck für verbesserte, raucharme Herde) zum Einsatz. Der Holzverbrauch bei Nutzung dieser Herde vermindert sich teilweise um mehr als 50 Prozent. Die Anschaffungskosten für einen verbesserten Herd liegen bei 10 bis 20 Euro - je nach Herdtyp:


  • einfache, verbesserte Lehmöfen mit Rauchabzug durch ein einfaches Ofenrohr,

  • Metallherde mit alternativen Energiequellen, wie z.B. Biogas, nutzbar.

Biogasanlagen


Für ca. 60 Prozent der ländlichen Haushalte in Indien ist Holz die primäre Energiequelle. Langfristig führt dies zur Zerstörung der lokalen Ökosysteme. Neben dem Erhalt der Biodiversität wird durch die Nutzung der klimaneutralen Biogasanlagen auch die gesundheitliche Situation der Bevölkerung verbessert.
Bestückt werden die kleinen Biogas-Anlagen mit Kuhdung und organischen Abfällen aus den Haushalten, indem vorhandene tierische und organische Reststoffe aus der Landwirtschaft durch Vergärung unter Luftabschluss zu Methan umgewandelt werden. Das Methan wird über Schläuche zu den einfachen Gaskochern geleitet, das zum Kochen und zur Beleuchtung eingesetzt werden kann und ersetzen damit die bis jetzt gebräuchlichen Energiearten (Holz und Kuhdung). Nebenbei wird also auch die Rodung des Waldes zur Energiegewinnung verhindert. Parallel zu den Biogasanlagen werden Kompostanlagen betrieben, die aus der Biomasse einen landwirtschaftlichen Dünger herstellen.


Der Bau einer Biogasanlage für eine indische Familie kostet im Durchschnitt zwischen 100 bis 150 Euro.

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