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»Es geht darum, die Existenznot der Menschen überwinden zu helfen, ihre Selbsthilfekräfte zu stärken und sie somit in die Lage zu versetzen, ihre Kinder zu ernähren und zu ihrer geistig-seelischen Entwicklung beizutragen.« (Karl Kübel)

Pater Heinz Kulüke erhält Bundesverdienstkreuz

Pater Heinz Verdienstkreuzverleihung
Pater Heinz Kulüke (rechts) bei der Verleihung seines Bundesverdienstkreuzes mit dem deutschen Honorarkonsul für die philippinische Provinz Cebu, Dr. Franz Seidenschwarz
Pater Heinz Kulüke
Pater Heinz Kulüke bei seiner Arbeit auf der Müllkippe

Infos

Spendenkonto
Konto-Nr.: 50 50 000 bei der Sparkasse Bensheim, BLZ: 509 500 68, Stichwort: Hilfe für Müllmenschen

Philippinen: Familie vor neuem Haus
Stolz steht eine Familie in Cebu vor ihrem neuen Haus

Unermüdlicher Einsatz für die Ärmsten der Armen in den Philippinen

Karl Kübel Stiftung gratuliert ihrem langjährigen Kooperationspartner und Initiator von Hilfsprojekten 
Cebu City/Bensheim. Für seinen jahrelangen, unermüdlichen und oft gefahrvollen Einsatz für verarmte und benachteiligte Familien, Kinder und Jugendliche in den Philippinen ist Pater Heinz Kulüke mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der deutsche Botschafter Dr. Joachim Heidorn hat dem 1956 im westfälischen Spelle geborenen Mitglied des Ordens der Steyler Missionare die Auszeichnung am 17. Januar in Cebu City verliehen; an der Zeremonie nahm von offizieller Seite auch Honorarkonsul Dr. Franz Seidenschwarz teil.

Mit und für Pater Heinz freuen sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Karl Kübel Stiftung von ganzem Herzen. „Wir gratulieren Pater Heinz Kulüke zu seinem Bundesverdienstkreuz. Er hat diese hohe Auszeichnung voll und ganz verdient. Auch unsere Arbeit als Stiftung sehen wir dadurch bestätigt, denn wir arbeiten seit Jahren eng mit Pater Heinz und vielen der mit ihm verbundenen Hilfsorganisationen vor Ort in den Philippinen zusammen", erklärt Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung.

Eigene Nichtregierungsorganisation gegründet

Pater Heinz war auf Einladung der Stiftung mehrfach in Bensheim zu Gast, um über seine Arbeit zu informieren: Begonnen hatte diese vor etwa 25 Jahren mit einem kleinen Projekt auf einer der Mülldeponien der Insel Cebu. Nur zwei Personen waren damals beteiligt. Tägliche Begegnungen mit den Armen forderten Pater Heinz heraus, nach besseren Wegen der Hilfe zu suchen. Deshalb rief er 1999 JPIC-IDC ins Leben, die seit 2001 als Nichtregierungsorganisation nach philippinischem Recht registriert ist.

Heute beschäftigt JPIC-IDC rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um jährlich zwischen 25 und 35 Projekte in Cebu und auch auf Mindanao zu betreuen. In erster Linie geht es darum, Familien und ihren Kindern zu helfen, die in absoluter Armut leben - an Orten wie zum Beispiel auf Mülldeponien, in Stadtslums, auf den Gehwegen der Stadt, in verarmten Fischer- und Kleinbauerndörfern und auch jungen Mädchen in Rotlichtmilieus, die Opfer eines florierenden Menschenhandels geworden sind.

Zu den Programmen gehören der Aufbau von Kindergärten, Stipendien für die Schulung von jungen Menschen in der Grund-, Mittel- und Berufsschule oder auch an Universitäten. Zusätzlich gibt es Programme für die Ernährung, medizinische Versorgung, Einkommen schaffende Maβnahmen und Umsiedlungen von Menschen, die von Vertreibung bedroht sind. Zentrales Instrument ist der Aufbau von Selbsthilfegruppen. Wichtig sind auch Aufklärungsprogramme, die sich für die Rechte von Kindern und Frauen einsetzen, den Menschenhandel bekämpfen und das wachsende Problem von HIV/AIDs an die Öffentlichkeit bringen. Für Straβenkinder, ältere Menschen und junge Mädchen aus Rotlichtmilieus konnten Rehabilitierungsprogramme und Zentren aufgebaut werden.

"Alleine ist so etwas nicht möglich", ...

... erklärt Pater Heinz. „Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz, obwohl an Einzelne verliehen, sind eine gute Gelegenheit, die Arbeit von Teams und internationale Zusammenarbeit anzuerkennen. Unser Dank gilt Menschen hier auf den Philippinen und im Ausland. Gerade deutsche Organisatoren haben die Arbeit von JPIC-IDC durch ihre sehr groβzügige Unterstützung ermöglicht. Unser wichtigster deutscher Partner ist die Karl Kübel Stiftung, die seit mehr als zehn Jahren unsere Arbeit in den Philippinen maßgeblich unterstützt", so Kulüke.

Das Schicksal der Müllmenschen von Cebu City liegt Pater Heinz besonders am Herzen. Erst vor wenigen Wochen wurde dies eindrucksvoll in einem "Weltspiegel-Beitrag" dokumentiert.

Spenden werden dringend benötigt

Für diese besonders verarmten und ausgegrenzten Müllmenschen bittet Pater Heinz Kulüke dringend um Spenden. Den unzähligen Familien und Kindern, die auf den Müllkippen am Rande der Millionenstadt ein unwürdiges  Dasein fristen, möchte  er neue Lebensperspektiven ermöglichen. Damit die Familien vor weiterer Verelendung bewahrt werden, sollen sie in eine neue Siedlung umziehen. Mit dem Bau von 200 einfachen Häusern sollen mehr als 1.200 Personen ein menschenwürdiges Zuhause erhalten; so soll die Grundlage für einen sozialen und wirtschaftlichen Neuanfang gelegt werden. Für die vielen Kinder und Jugendlichen der Müllmenschen steht zudem die Sicherung der Schulausbildung im Fokus, denn nur mit einem qualifizierten Abschluss können sie den Teufelskreislauf der Armut durchbrechen und auf eine bessere Zukunft hoffen. Die Familien erhalten auch eine Anschubfinanzierung für den Aufbau Einkommen schaffender Maßnahmen, damit ihr wirtschaftliches Überleben längerfristig gesichert wird.

Schon für rund 3.000 Euro kann ein kleines Haus für eine sechsköpfige philippinische Familie gebaut werden. Ein Dach kostet 500 Euro, eine Tür rund 100 Euro und ein Fenster etwa 50 Euro. Mit rund 80 Euro ist die Grundschulausbildung eines Kindes für ein ganzes Jahr gesichert.

Spendenkonto der Karl Kübel Stiftung
Konto-Nr.: 50 50 000 bei der Sparkasse Bensheim, BLZ: 509 500 68, Stichwort: Hilfe für Müllmenschen

Hier finden Sie Informationen zum Engagement der Stiftung in den Philippinen.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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