Indien ist eines der Hauptthemen unserer Arbeit. Es eignet sich als Beispiel für ein Entwicklungsland auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht, in dem leider auch alle Schattenseiten der Globalisierung sichtbar werden.
Lebenswirklichkeit oft einseitig dargestellt
Indien als Schulthema bietet besonders für kulturgemischte Klassen vielfältige Aspekte, in denen Schüler aus anderen Herkunftsländern bekannte Traditionen, Werte und Verhaltensweisen wiederfinden.
Indiens Lebenswirklichkeit wird, auch in Schulbüchern, oft einseitig dargestellt. Neben einer romantischen Verklärung der Kultur dominiert eine eurozentrische Sicht auf das Negative: Zwänge des Kastensystems, Unterdrückung der Frau, Kinderarbeit und so weiter. Wenngleich all diese Missstände Fakt sind in der indischen Realität, so steht eine einseitig negative Sicht auf diesen Subkontinent der Bereitschaft entgegen, voneinander zu lernen, Chancen für Veränderungen zu erkennen, gemeinsame Zukunftsaufgaben zu identifizieren und sich solidarisch zu engagieren. Gute Nachrichten über indische Nobelpreisträger, steigende Alphabetisierung, Erfolge von Entwicklungszusammenarbeit, Umweltschutz und Frauenselbsthilfe werden kaum wahrgenommen. Das diffuse Gefühl: "Die kriegen nichts geregelt ...", dominiert die Selektion von Informationen.
Schulpartnerschaften mit Indien
Diesem Gefühl wollen wir Fakten und Erfahrungen entgegensetzen: Darum fördern und unterstützen wir in einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Projekt besonders Schulen, die "Brücken nach Indien" bauen. Dies können Brieffreundschaften sein, Projektwochen zum Thema, Schülerworkshop zu Religion, Wirtschaft und Kultur des Landes.
In besonderem Maße unterstützen wir den direkten Dialog, vernetzen Erfahrungen und führen fächerorientierte Lehrerworkshops durch. Wir setzen uns dafür ein, dass Nord-Süd-Schulpartnerschaften den gleichen Stellenwert erhalten wie der Austausch zwischen europäischen Schulen.
Mit unserer Ausstellung können Lehrer Brücken nach Indien bauen
Zum Sehen, Hören, Fühlen und Riechen ist unsere audiovisuelle Ausstellung "Komm mit mir nach Indien" für Schüler zwischen zehn und 15 Jahren. Lehrer können die Ausstellung bei uns ausleihen und damit ihren Unterricht gestalten (leider ist das nur regional möglich). Das Ziel dabei ist, Kinder in Deutschland zu sensibilisieren für das Menschenrecht auf Bildung, das noch nicht für alle Kinder in Indien realisiert werden kann.
Sie sind interessiert? Dann können Sie sich hier informieren und den Flyer zur Ausstellung in pdf-Format herunterladen.
Bei Fragen wenden Sie sich an:
Renate Tietz
Tel. 06251/7005-42
r.tietz@kkstiftung.de
Audiovisuelle Ausstellung "Komm mit mir nach Indien"
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