Offene Treffs für Eltern und Kinder in Bensheim und Worms
Initiatoren und Träger
Das Gemeindehaus der Evangelischen Stephanusgemeinde in Bensheim in Kooperation mit dem Frauen- und Familienzentrum Bensheim und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius in Bensheim und das Familienzentrum in Worms sind Initiatoren und Träger des vor allem mit Hilfe von Spenden finanzierten Projekts.
Motivation für das Projekt
Im Umfeld der Treffpunkte leben zahlreiche Familien in besonderen Belastungssituationen. Das Leben vieler Eltern und Kinder wird von finanziellen Engpässen, Arbeitslosigkeit und mangelnder Integration in das gesellschaftliche Leben geprägt. Kleinkinder und deren Familien verfügen vielfach nicht über ausreichende Bildungs- und Unterstützungsangebote, die einen hoffnungsvollen Start ins Leben fördern könnten.
Das schwierige Umfeld wirkt sich negativ auf die Entwicklung einer positiven Eltern-Kind-Beziehung aus; Entfremdung, Vernachlässigung und weitere Fehlentwicklungen können die Folge sein.
Projektidee
Die Drop Ins wurden vor allem als offene Anlaufstellen für Eltern und weitere Familien aus den Stadtteilen geschaffen; es werden einerseits Beratungsangebote für Eltern und Erziehende und andererseits Bindungs- und Bildungsangebote für Kinder zur Verfügung gestellt. Die Drop Ins werden von erfahrenen Sozialpädagoginnen bzw. Familienbegleiterinnen betreut.
Bei den Drop Ins handelt es sich um offene Angebote, um Familien den niedrigschwelligen Einstieg zu erleichtern.
- Der Schwerpunkt der Drop Ins liegt auf präventiven Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Bildung: Eltern mit Kleinkindern fällt es in diesen Stadtteilen oft schwer, ihre Kinder mit angemessenen Bewegungsangeboten zu unterstützen.
- Spielplätze sind zu wenig altersgerecht; zusätzlich veranlassen andere Faktoren wie mangelnde Hygiene und Angst vor dem Verschlucken von Kleinteilen die Eltern, die Bewegungsmöglichkeiten ihrer Babys und Kleinkinder stark einzuschränken.
- Bewegung ist ein immer wieder angesprochenes Thema bei den Müttern, die alle an einer positiven Entwicklung ihrer Kinder interessiert sind. Häufig fehlen jedoch qualitative Informationen über Wichtigkeit und Notwendigkeit von Bewegung mit konkreten Tipps für den Alltag.
- Zusätzlich haben Kleinkinder und deren Eltern in den Stadtteilen aufgrund von Geldmangel nicht die Gelegenheit, gemeinsam die Musik zu entdecken, um die kindliche Entwicklung zusätzlich zu fördern.
- Für Eltern sollen die Drop Ins Möglichkeiten darstellen, sich bei Problemen mit der Kindeserziehung beraten zu lassen oder einfach einmal in einem positiven Umfeld bei einem Heißgetränk entspannen zu können und die Kinder dabei gut betreut zu wissen (Spielcafé).
Die Kinder werden dabei nicht „geparkt", ...
... sondern stehen im Mittelpunkt. Es gibt Spielanregungen sowie altersgerechte Bewegungsbaustellen, die zum aktiven Tun und Bewegen (mit und ohne Unterstützung der Mutter oder der Kursleiterin) anregt:
- Eltern können gemeinsam mit den Kursleiterinnen die Bewegungsentwicklung und allg. Motorik der Kinder beobachten und positiv unterstützen.
- Die Kinder haben die Möglichkeit, sich im geschützten Rahmen nach ihren eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben, Hürden zu überwinden und Spaß an Bewegung zu erlangen.
- Kleine Filmesequenzen über die Bewegungsentwicklung können das Verständnis erweitern und die Beobachtung der eigenen Kinder vertiefen.
Unterstützungsbedarf
Mit einer Förderung von 5.000 Euro kann sichergestellt werden, dass die Drop Ins ein Jahr lang für einen Vormittag (4 Stunden) pro Woche von einer Sozialpädagogin betreut werden (Kalkulationsbasis: 16 €/Stunde).
Mit weiteren Mitteln ist eine Ausweitung der Angebote jederzeit möglich (Begonnen hatte alles 2009 mit dem ersten Drop In in Bensheim. Jetzt gibt es bereits drei dieser Anlaufstellen.). Zusätzlich können Materialien beschafft werden - von Einrichtungsgegenständen über Spiel- und Bastelmaterial bis hin zu Lernhilfen und kreativen Spielsachen für die Kinder.
Alles in allem würde die Förderung einen Beitrag dazu leisten, dass Babys und Kleinkinder aus sozial schwachen Familien - viele davon mit Migrationshintergrund - in Bensheim, Worms und weiteren Städten bessere Entwicklungs- und Bildungschancen erhalten und ihnen somit ein besserer Start ins Leben ermöglicht wird.








