Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche von Müllsammlerfamilien in Cebu
In der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben kommen alljährlich immer mehr Familien aus den verarmten Provinzen in die Stadt Cebu City im Süden der Philippinen. Doch die Hoffnungen der Leute erfüllen sich meistens nicht. Es gibt keine Arbeit und selbst die Slums der Stadt sind bereits undenkbar überfüllt. Als letzten Ausweg versuchen die Neuankömmlinge auf den Mülldeponien der Stadt zu überleben. Als "Müllmenschen" fristen sie dort unter katastrophalen Lebensbedingungen ein menschenunwürdiges Dasein. Die aus dem Verkauf von verwertbaren Materialien erzielten spärlichen Einkünfte reichen kaum für das tägliche Überleben aus.
Auch viele Kinder müssen täglich unter der Hitze der Sonne stundenlang beim Müllsammeln helfen und so ihren Beitrag zum Unterhalt der Familie leisten. Wenn die Einkünfte kaum zum Überleben reichen, ist schon gar nicht an die Schulung der Kinder zu denken. Aber gerade die Schulausbildung ist der einzige Weg, den Teufelskreis der "Müllsammlerfamilien" zu unterbrechen. Als ungeschulte und ungelernte Arbeitskräfte haben ihre Eltern auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Das soll einmal anders werden für die Kinder. Der Ausweg aus Armut und Elend geht nur durch die Schule; nur mit einer abgeschlossenen Schulausbildung und später Berufsausbildung haben die Kinder eine Chance auf eine bessere Zukunft.
Zielgruppe
Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 18 Jahren, die mit ihren Eltern auf den Mülldeponien der Metropole Cebu City leben. Aufgrund ihrer Lebenssituation sind diese Heranwachsenden stark von Kinderarbeit betroffen und nicht in der Lage, regelmäßig die Schule zu besuchen. Sie zählen zur Risikogruppe, deren Schulbesuch auf Dauer nicht gesichert ist.Ziel
Zielsetzung des Projekts ist es, diesen besonders benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Abschluss der Primar- und Mittelschule zu ermöglichen. Damit wird der Grundstein für eine selbstbestimmte Entwicklung gelegt, der diesen Kindern und Jugendlichen Zukunftschancen eröffnet und einen Weg zur Überwindung der Armut ermöglicht.Geplante Maßnahmen
Seit vielen Jahren engagieren sich die Karl Kübel Stiftung (KKS) und ihr Projektpartner vor Ort mit großem Einsatz für die extrem benachteiligten und ausgegrenzten Müllsammlerfamilien in Cebu. Im Verlauf dieser Zeit wurden ein Großteil der betroffenen Familien in aktiven Selbsthilfegruppen organisiert sowie ein kleiner Kindergarten aufgebaut, in dem Klein- und Vorschulkinder eine altersgerechte Betreuung und Förderung erhalten.
Um den Schulbesuch in der Primarschule bzw. weiterführenden Schule sicherzustellen, bedarf es jedoch dringend zusätzlicher finanzieller Mittel. Die prekäre wirtschaftliche Situation überfordert das zur Verfügung stehende Haushaltsbudget vieler Müllsammlerfamilien bei weitem. Es besteht die akute Gefahr, dass Kinder und Jugendliche die Schulausbildung abbrechen müssen, um zum Überleben der Familie beizutragen.
Aufgrund dieser Problematik hat der Projektpartner ein Programm initiiert, damit Kinder und Jugendliche aus Risikofamilien eine adäquate Förderung erhalten und einen qualifizierten Abschluss erlangen können.
Von den Spenden werden Unterrichtsmaterialien und Schuluniformen angeschafft sowie Fahrtkosten bezahlt. Begleitende außerschulische Maßnahmen und Angebote sollen lernschwache Schüler zusätzlich unterstützen und fördern; dazu zählen beispielsweise ehrenamtlich organisierte Schulaufgabenbetreuung und Nachhilfestunden. Auch die Eltern sind Teil des Projekts und sollen im Rahmen von niederschwelligen Bildungsangeboten für die Bedeutung und die Vorteile von Schulbildung stärker sensibilisiert werden.
Die Partnerorganisation
Projektträger in Cebu ist der Koordinationspartner der KKS in den Philippinen, die Organisation Justice, Peace and Integrity of Creation-Integrated Development Center (JPIC-IDC). JPIC-IDC ist aus der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare in Cebu hervorgegangen. Zielsetzung der Organisation ist die Förderung besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen.
Die KKS arbeitet seit 1998 mit dem Projektträger zusammen. Die Resultate der gemeinsamen Arbeit sind außerordentlich positiv; die Entwicklungsarbeit ist unmittelbar an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientiert.
Spendenkonto
Konto-Nr. 50 50 000Sparkasse Bensheim
BLZ 509 500 68
Stichwort "Philippinen: Hilfe für Müllkinder"









