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»Es geht darum, die Existenznot der Menschen überwinden zu helfen, ihre Selbsthilfekräfte zu stärken und sie somit in die Lage zu versetzen, ihre Kinder zu ernähren und zu ihrer geistig-seelischen Entwicklung beizutragen.« (Karl Kübel)

Bundesverband der Familienzentren gegründet

Bundesverband Familienzentren Gründung
Die Initiatorinnen stellten die Arbeit des Bundesverbands der Familienzentren vor, v.l.: Stefanie Schulz (Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V.), Daniela Kobelt Neuhaus (Karl Kübel Stiftung), Evelyn Ulrich (Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V.), Dr. Christa Preissing (ISTA INA gGmbH).

Der im Juni 2011 gegründete Bundesverband der Familienzentren ist am 10. November in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, und eine der Initiatorinnen präsentierten die Arbeit des Verbands im LOLA Kulturzentrum. Dabei haben sie alle geeigneten Organisationen und interessierten Personen zur Mitgliedschaft aufgerufen.

Die Anfänge

Im Juni 2011 trafen sich ExpertInnen aus Pädagogik und Wissenschaft in Berlin, um sich über die vielfältige und inzwischen fast unübersichtliche Entwicklung und Ausbreitung von Familienzentren auszutauschen. Einzelne Bundesländer haben bereits Programme aufgelegt, die der Implementierung der Familienzentrumsidee dienen. Jeweils nach länderspezifischen Qualitätsstandards und -vorgaben entstanden in den letzten Jahren eine Vielzahl an Modellen, die sich Familienzentren oder ähnlich nennen. Bislang gibt es kaum einen länderübergreifenden Austausch über die Entwicklung, und das Lernen von den Erfahrungen der Anderen ist wesentlich auf persönliches Engagement Einzelner hin geschehen.

Die Gründung
Die mehr oder weniger zufällig im Diskurs stehenden WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen, TrägervertreterInnen und VertreterInnen anderer Disziplinen entschieden spontan, eine Plattform zu gründen, um den Austausch zu fördern, um Qualitätsstandards zu diskutieren und Fort- und Weiterbildungen anzubieten.  

Was ist der Bundesverband der Familienzentren e.V.?

(1) Der Bundesverband der Familienzentren e.V. soll mit Unterstützung der Praxis zum Fachverband der Familienzentren in der Bundesrepublik Deutschland werden. Als Familienzentrum gelten alle Zentren und Häuser, die in einem sozialen Umfeld unterstützende und bildungsförderliche Angebote für Kinder, Familien, junge und alte Menschen in einem Sozialraum bereithalten, vermitteln und bündeln. Ihr besonderer Auftrag ist die Stärkung der Selbstwirksamkeit von Kindern und Eltern, die Sicherung der Lebensqualität und die Förderung der Bildungschancen für Jung und Alt im Sozialraum.

(2) Der Bundesverband ist überparteilich, unterliegt keiner konfessionellen Bindung und ist unabhängig von den wirtschaftlichen Interessen von Kostenträgern und Leistungserbringern.

(3) Die Ziele des Bundesverbandes sind insbesondere:

a) Bundesweite Vernetzung der Familienzentren mit dem Ziel einer chancengerechten Entwicklung für Kinder und Familien,
b) Interessenvertretung der Familienzentren,
c) Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards für Familienzentren, ohne deren Vielfalt einzuschränken, sowie die Verankerung der Zentren im jeweiligen sozialen Umfeld,
d) Verbesserung der Vernetzung der an der Kinder- und Jugenderziehung Beteiligten.

(4) Zur Erreichung dieser Ziele sieht der Bundesverband unter anderem folgende Aktivitäten vor:
a) Unterstützung des Aus- und Aufbaus von Familienzentren, 
b) Vernetzung der Familienzentren untereinander,
c) Öffentlichkeitsarbeit zur Information über Probleme und Lösungsmöglichkeiten der familienorientierten
Sozialraumgestaltung. Die Aufnahme in die Lobbyliste beim Präsidenten des Deutschen Bundestages wird
angestrebt.
d) Unterstützung bei der Schaffung von Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von und mit Trägern und Einrichtungen,
e) Vermittlung von Kontakten und Unterstützung der Mitglieder bei der Organisation und Durchführung von Informations- und Fachveranstaltungen,
f) Erfahrungsaustausch national wie international,
g) Interessenvertretung,
h) Evaluation und Zertifizierung von Familienzentren,
i) Zusammenarbeit mit Fachverbänden und Trägern aus dem Bereich Kinderbetreuung, Kinderversorgung, mit Ärzten, Kliniken, Therapeuten usw.,
j) Zusammenarbeit mit Kostenträgern,
k) Zusammenarbeit mit Behörden und politischen Gremien,
l) Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen und Seminaren für Familienzentren, Meinungsträger und Leistungserbringer,
m) Informationsangebote im Internet,
n) Messe- und Kongressauftritte,
o) Anregung und Unterstützung von interdisziplinären Forschungsvorhaben.

(5) Ein Rechtsanspruch auf Leistungen des Verbandes besteht nicht.


Wer kann Mitglied werden?
Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die ein Familienzentrum im Sinne der Beschreibung vertreten.  Der Antrag auf Aufnahme in den Bundesverband erfolgt mittels Beitrittsformular, das sie auf der Homepage des Vereins

       www.bundesverband-familienzentren.de

downloaden oder beim Verein anfordern.  Über die Aufnahme entscheidet das Präsidium.
Der Jahresbeitrag für juristische Personen (Familienzentren im beschriebenen Sinne) beträgt 150 Euro.
Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder (nicht übertragbar) beträgt 50 Euro.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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