Florian Sitzmann
Florian Sitzmann verlor 1992 im Alter von 15 Jahren durch einen Motorradunfall beide Beine. Viele Operationen folgten, und er überlebte. Durch seine positive Einstellung zum Leben und seine Willensstärke hat er bis heute viel erreicht. 1996 absolvierte er eine kaufmännische Lehre und wurde in den Jahren 2001-2006 im Leistungssport als Handbiker mehrfacher Deutscher Meister, gewann eine WM-Silbermedaille und nahm 2004 an den Paralympics in Athen teil. Zugunsten eines Kinderprojekts in Mannheim fuhr er Mitte 2006 in Rekordzeit das norwegische Langstreckenrennen „Styrkeproven“ (540km). Beruflich folgten einige Jahre in der Musikbranche.
Heute hat der in Darmstadt lebende „Sitzmann“ eine vierjährige Tochter und ist Pressesprecher des Darmstädter Schlossgrabenfestes. Sein Buch „Der halbe Mann, dem Leben Beine machen“ (2009) ist inzwischen in der 5. Auflage erschienen. Florian Sitzmann ist offen, authentisch, ehrlich, positiv und optimistisch - das, was er selbst als „Marke Sitzmann“ bezeichnet. Sein JA zum Leben, sein starker Wille haben ihm geholfen, die Behinderung in sein Leben zu integrieren und sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Viele sprechen bei seiner Geschichte von einem Schicksalsschlag, er von einer großen Chance. Mit seiner Energie, Kraft, Ausstrahlung und der natürlichen Art mit seiner Behinderung umzugehen, möchte er anderen Menschen helfen. Sitzmann, der sich selbst nicht als behinderter Mensch fühlt, hat zwar keine Beine, aber zwei tatkräftige Arme und eine unglaubliche mentale Stärke.
Florian Sitzmann ist dankbar, dass er den Unfall überlebt hat und wieder aufwachen durfte. Vor dem 31.08.1992 war er 2.04 Meter groß, heute ist er die Hälfte. Ein halber Mann, der täglich zeigt, dass das Leben auch mit einem Handicap durchaus lebenswert sein kann - wenn man es will.