NGO Impact on Development, Empowerment and Actions
Bei der Auswertung der Erfahrungen mit NGO-IDEAs I. im Mai 2007 beschlossen die deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO), ein weiteres gemeinsames Vorhaben zu entwerfen, mit dem das Konzept der wirkungsorientierten Steuerung verfeinert und weiterentwickelt werden könnte, insbesondere hinsichtlich der Bildung von Indikatoren, die auf strategische Ziele Bezug nehmen, sowie der Aggregierung, Disaggregierung und Analyse der Daten einschließlich der Dokumentation und Erstellung von Berichten.
Gleichzeitig sollte die Anwendung auf weitere Regionen und Sektoren ausgedehnt werden. Deshalb wurde das Anschlussprojekt NGO-IDEAs II. ins Leben gerufen. Das Projekt wird von 14 deutschen NRO der Entwicklungszusammenarbeit, 30 Partnerorganisationen aus Indien, Bangladesh, Ostafrika und den Philippinen sowie Parität und VENRO getragen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das Projekt finanziell. Seit Oktober 2008 ist die Geschäftsstelle des Projekts NGO-IDEAs II. bei der Karl Kübel Stiftung angesiedelt.
>> www.ngo-ideas.net (Englischsprachige Homepage des Projekts)
Zielgruppen
Zielgruppe des Vorhabens sind ärmere ländliche und städtische Familien, die in Selbsthilfegruppen wie z.B. Frauengruppen, Bauernorganisationen, ethnischen Gemeinschaften oder Organisationen von Menschen mit Behinderungen formell oder informell organisiert sind (Community Approach). Begünstigt werden zunächst die Projektadressaten von Süd-NRO in den ausgewählten Regionen Afrikas und Asiens. Diesen Zielgruppen kommen die verbesserten Projektergebnisse zugute, die durch intensivierte Partizipation, strukturiertere Lernprozesse, an Wirkungen orientierte Projektsteuerung und damit durch die erhöhte Effektivität der NRO-Projekte zu erwarten sind.
30 Süd-NRO (ca. 10 NRO in jeder Projektregion), die ihre Projektsteuerung stärker an Partizipation und Wirkungen orientieren wollen, sind als Mittler eine weitere Zielgruppe dieses Projekts. Diese afrikanischen und asiatischen NRO sind Partner von deutschen NRO, die sich alle aktiv an diesem Projekt in der Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungsphase beteiligen.
Daneben gibt es drei mittelbare Zielgruppen:
1. 14 deutsche NRO, die diese NRO fördern, und die zugleich ihre Projektbegleitung stärker an Wirkungen orientieren wollen und die interne Projektsteuerung sowie das Berichtswesen deutlich stärker auf Wirkungsbeobachtung ausrichten werden;
2. kleinere deutsche NRO und entwicklungspolitische Initiativen, die neue Instrumente für ihre Projektsteuerung suchen;
3. weitere NRO in den Projektregionen (Associated Partners) und weltweit, die ihre Instrumente der partizipativen Wirkungsbeobachtung verbessern wollen.
Ziele
Das Vorhaben soll - mehr noch als das bisherige NGO-IDEAs - den mittleren und kleineren NRO dienen, indem es das Wirkungsmonitoring für eine breite Palette von Projekttypen erprobt und in einer Publikation und in Fortbildungsveranstaltungen vermittelt.
Ziel des Vorhabens ist es, dass die beteiligten NRO befähigt sind, in partizipativer Weise die Wirkungen ihrer Projektarbeit auf ihre Zielgruppen und das gesellschaftliche Umfeld zu erfassen und ihre Steuerungsentscheidungen sowie ihre Kommunikation daran zu orientieren. Sie müssen gemeinsam mit ihren Zielgruppen dazu in der Lage sein:
- Veränderungen festzustellen, zu messen oder beschreiben und zu dokumentieren;
- die Monitoring-Information zu aggregieren, disaggregieren und zu analysieren;
- gemeinsame Lernprozesse zu gestalten;
- zu erkennen, inwieweit ihre eigene Projektarbeit diese Veränderungen bewirkt hat; und
- sich bei Planung und Feinsteuerung an Wirkungen zu orientieren.
Wirkungen
Obwohl die beteiligten deutschen NRO davon ausgehen, dass ihre Partner die Projektadressaten bereits jetzt aktiv involvieren, erwarten sie, dass durch partizipatives Wirkungsmonitoring die Projektwirkungen für die Zielgruppen weiter gesteigert werden können. Im Einzelnen geschieht dies durch:- bewusste Orientierung auf Wirkungen bei der Planung und Durchführung von Projekten,
- häufigere Beobachtungs- und Reflexionsschleifen (intensiveres M&E), die zu Steuerungsentscheidungen einladen;
- stärkere Einbeziehung der Zielgruppen in Steuerungs- und Lernprozesse (partizipatives Monitoring).
Dies wiederum trägt dazu bei, die Qualität, die Legitimität und das besondere Profil der entwicklungspolitischen Arbeit der NRO-Arbeit im Süden und im Norden weiter zu verbessern. Mit den in diesem Projekt weiterentwickelten und erprobten Konzepten leisten die NRO einen Beitrag zur Wirkungsmessung im Kontext der internationalen Diskussion um die Erklärung von Paris über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (Paris Declaration).









