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»Es geht darum, die Existenznot der Menschen überwinden zu helfen, ihre Selbsthilfekräfte zu stärken und sie somit in die Lage zu versetzen, ihre Kinder zu ernähren und zu ihrer geistig-seelischen Entwicklung beizutragen.« (Karl Kübel)

Nominierte 2011

die Initiative kikuna in Dornstadt, Baden-Württemberg

kikuna steht für Kinder, Kunst und Natur. Die privat gegründete Initiative hat das Ziel, Kindern kreativ Nachhaltigkeit zu vermitteln. Mit zahlreichen Angeboten für Kinder, Familien, Kitas und Grundschulen sowie Fortbildungsangeboten für Multiplikatoren und Unternehmen wird fundiertes Grundlagenwissen für natürliche und globale Zusammenhänge vermittelt. kikuna fördert Ideen und Methoden für praktikablen, nachhaltigen Lebensstil und sensibilisiert für Themen wie globale Gerechtigkeit, Umgang mit Ressourcen und Konsum (www.kikuna-welt.de).

das Projekt Familien lernen Zukunft in der Oberen Altstadt in Minden, Nordrhein-Westfalen

Das Projekt der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e.V. beinhaltet ein Netzwerk bestehend aus 25 Partnern, an Bildung und Erziehung beteiligte Einrichtungen, im Stadtteil "Obere Altstadt" von Minden. Der Stadtteil mit seinen informellen und formalen Lernorten bietet Familien mit kleinen Kindern einen geeigneten Rahmen für das Lernen und Üben von Gastfreundschaft, Weltoffenheit, bürgerschaftlichem Engagement, nachhaltigem Handeln und Initiative-Kompetenzen; diese sind für die Mitgestaltung einer „Stadt der Zukunft" grundlegend (www.friedenswoche-minden.de).

das Projekt Öko-Logisch?! der freien Grundschule Schkola gGmbH in Ostriz, Sachsen

Die freie Grundschule Schkola Ostritz ist als Europäische Umweltmodellschule durch eine Elterninitiative gegründet worden. Das Projekt wird durch eine konsequente Bildung für Nachhaltigkeit unter Einbeziehung zahlreicher Beteiligter und die starke Elternbeteiligung gekennzeichnet. Es gibt zahlreiche schulische und außerschulische Eltern-Kind-Projekte. Im Mittelpunkt des Schulalltags stehen die Förderung der Neugier und Offenheit der Kinder, der ständige Austausch mit polnischen Nachbarschulen sowie das Erlernen von Polnisch ab der ersten Klasse. Im altersgemischten Unterricht wird nachhaltiges Denken und Handeln erlernt, beispielsweises durch die Einführung eines Umweltmanagementsystems (www.schkola.de).

das Projekt Prinzessinnengarten Berlin in Berlin-Kreuzberg

Mit dem Ziel, städtische Brachflächen in soziale und ökologische Landwirtschaften zu verwandeln, wurde das gemeinnützige Unternehmen Nomadisch Grün gegründet. Dieses hat mit dem Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg auf 6000 Quadratmetern ein erstes Pilotvorhaben etabliert, bei dem der Anbau lokaler Nahrungsmittel verbunden wird mit der aktiven Einbindung der Nachbarschaft. Insbesondere Kinder, Jugendliche und Familien finden eine Reihe von Bildungsangeboten zu Themen wie Biodiversität, Klimawandel und ökologischer Anbau. Sie können inmitten einer großen Vielfalt alter Kulturpflanzen Natur sinnlich erfahren und über das aktive und spielerische Mitmachen Kompetenzen für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Welt praktisch einüben (http://prinzessinnengarten.net).

der Lernort Bauernhof Hofgut Oberfeld in Darmstadt, Hessen

Der Lernort Bauernhof ist Teil des Gesamtprojekts Hofgut Oberfeld, in dem mehrere Initiativen Hand in Hand arbeiten. Er richtet sich gleichermaßen an Familien und Bildungseinrichtungen. Die Angebote sind vielfältig: feste Kindergruppen am Nachmittag, Ferienspiele, Projektwochen für Kindergärten und Schulen, Fortbildungen für Pädagogen, offene Angebote für Familien. Familien und Pädagogen werden grundlegende Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion aus biologisch-dynamischem Anbau vermittelt und das Bewusstsein für gesunde Ernährung und nachhaltiges Konsumverhalten sensibilisiert. Auf nachhaltige Bildung wird Wert gelegt; die Basiskompetenzen der Kinder werden gestärkt, damit sie als sozial verantwortungsvolle, selbstbewusste, autonome, teamfähige und neugierige Menschen ihr Leben in Angriff nehmen können (www.initiative-oberfeld.de/lernort).

das Programm KiFa in Bietigheim-Bissingen, Baden-Württemberg

Um Eltern aktiv in den Lernprozess ihrer Kinder einzubinden und zu stärken, verfolgt das Programm KiFa - Kinder- und Familienbildung der Amanda und Erich Neumayer-Stiftung in Kooperation mit der Stadt Ludwigsburg - seit acht Jahren einen ganzheitlichen Ansatz. Es richtet sich an sozial benachteiligte Familien und Kinder. Eltern wirken als Multiplikatoren im Stadtteil und in der Kita, sie werden ausgesucht, qualifiziert und begleitet. Sie leiten Kurse und machen andere Eltern aus ihrem sprachlichen und kulturellen Milieu mit Zielen und Methoden der Elementarbildung vertraut. Dabei wird an den Stärken und Ressourcen der Familien angesetzt, und es werden Themen aus dem Alltag aufgegriffen. Die Eltern erhalten Anregungen, wie sie im Alltag globales Denken, den Umgang mit Ressourcen und die Entwicklung ihrer Kinder ganzheitlich fördern können (www.kifa.de).

Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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