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»Sich selbst zu verwirklichen und anderen dabei zu helfen, ist Teilnahme an der Schöpfung Gottes.« (Karl Kübel)

"Selbstbewusst statt Schulfrust"

Spende KKSchule
Anton Brückner, einer der beiden Darsteller der Theaterkooperation Transit-Lakritz
Spende KKSchule
Karla Leisen (links), die zweite Darstellerin

Mit Unterstützung der Karl Kübel Stiftung werden an der Bensheimer Karl Kübel Schule sozialpädagogische Projekte realisiert

Mag man den Presseberichten und Aussagen vieler Lehrkräfte und Ausbildungsbetriebe glauben, so ist immer häufiger zu beobachten, dass einige Schülerinnen und Schüler über einen zu geringen Anteil an Schlüsselqualifikationen verfügen und deshalb häufig nicht die nötige Ausbildungsreife vorweisen. So wird oftmals über den Mangel an Konzentrationsfähigkeit, Motivation, Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit berichtet. Fragt man die Schülerinnen und Schüler, so berichten sie von immer wiederkehrenden negativen Erfahrungen mit Schule, die letztlich bis zur Schulverweigerung führen können.

Schule als Lebensraum und Ort vielfältiger Bildung, das ist die Vision der Schulleiterin der Karl Kübel Schule, Ulrike Rüger: "Die Schüler müssen positive Lernerfahrungen machen - nur dadurch können wir sie motivieren!"
In diesem Sinne hat sie seit diesem Schuljahr für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Berufsfachschule sozialpädagogische Projekte initiiert. Durchgeführt werden diese von den Klassenlehrerinnen Frau Rückert, Frau Deckenbach, Frau Sarsah sowie der Dipl. Sozialpädagogin Frau Höfle-Weinrauch.

Was hat "gestern" mit "heute" zu tun?

Neue Lernerfahrungen erhalten die Jugendlichen dadurch, dass sie in mehreren Zeitabschnitten die beruflichen Lernfelder von Wirtschaft und Gesundheit verlassen und sich der Arbeit in Projekten mit gestalterischen und künstlerischen Themen zuwenden. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, dass Schule nicht nur für Wissen, Fertigkeiten und Kenntnisse zuständig ist, sondern dass Schule auch Raum und Anlässe bieten sollte, dass junge Menschen ihre Persönlichkeit entwickeln können, dass sie ihre Stärken und Möglichkeiten erleben und zeigen können. Und dies nicht nur auf den Gebieten Deutsch, Englisch, Mathe, Wirtschaftslehre und Krankenpflege...

Aktuell steht für die Schüler ein Theaterprojekt auf der Tagesordnung. Der Einstieg erfolgte Mitte Januar über eine Aufführung der Theaterkooperation "Transit-Lakritz" aus Darmstadt. In dem Stück "Wir sind viele" begegnen sich zwei unterschiedliche Menschen nach 15 Jahren in ihrem Klassenzimmer wieder. In diesem Moment stellt sich die Frage, was hat "gestern" mit "heute" zu tun? Ein Stück über Suchen und Finden, über Erinnern und Begegnen, über Verletzen und Versöhnen mit sich selbst und dem anderen...

Im anschließenden Unterricht erfolgt eine theaterpädagogische Nachbereitung und die Jugendlichen werden sich in mehreren Projektstunden mit den Themen unterschiedliche Rollenbilder, Freundschaft sowie Lebensentwürfe und Träume auseinandersetzen.

Initiatoren hoffen auf Motivation bei den Jugendlichen

In einem Folgeprojekt "Realtimecomic" in Kooperation mit dem Haus am Maiberg in Heppenheim erleben die Jugendlichen den sinnvollen Einsatz und Umgang mit Medien. Mit Hilfe von Computerprogrammen werden sie zu einem bestimmten Thema (z.B. Rassismus, Cybermobbing,...) eine Bildergeschichte im Comicformat erarbeiten.

Eine finanzielle Unterstützung erhalten diese beiden Projekte durch die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, vertreten durch Juliane Lehmann, die zur Spendenübergabe an der Schule erschien. Die Karl Kübel Stiftung wählte die Projekte der Karl Kübel Schule aus mehreren Bewerbungen aus. Ohne diese Unterstützung könnten die Kooperationen mit professionellen externen Anbietern nicht in diesem Umfang stattfinden.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Schüler mit einem hohen Engagement und viel Freude an der Projektarbeit teilnehmen und die Initiatoren hoffen, dass sich diese Motivation insgesamt in ihrer Leistungsbereitschaft und im Umgang miteinander niederschlägt.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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