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»Die Qualität des Lebens kann sich nur verbessern, wenn der Mensch selbst sich in seiner Qualität verbessert. So gesehen kann unser Anliegen nur das sein, dem Menschen zu helfen, fähig zu werden, dass er selbstsicher, urteilsfähig, kreativ und aktiv für Solidarität wirkend im Leben steht.« (Karl Kübel)

Karl Kübel Preis 2011

Klaus Töpfer übernimmt Schirmherrschaft

Bensheim/Berlin. Professor Klaus Töpfer übernimmt die Schirmherrschaft über den mit 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis 2011.

Die Entscheidung des prominenten Unterstützers hat der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung, Matthias Wilkes, mit großer Freude aufgenommen: "Als Schirmherr fördert Professor Töpfer ganz grundliegend die Ziele, die wir mit dem Karl Kübel Preis 2011 verfolgen - herausragende Projekte und Initiativen zu würdigen, die sich dem Thema ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für Familien‘ widmen." Töpfer stehe für internationales Ansehen und fachliche Expertise; dies komme dem Anliegen des Preises unmittelbar zugute.

In der Bundespolitik war Klaus Töpfer zuletzt bis 1998 Bundesumweltminister, danach widmete er sich auf internationaler Ebene den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit - bis zum Jahr 2006 als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi. Seit 2001
ist er Mitglied und derzeit stellvertretender Vorsitzender im Rat für Nachhaltige Entwicklung. Anfang 2009 wurde er Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam.

"Es ist sehr zu begrüßen, dass die Karl Kübel Stiftung diesen Preis 2011 unter dem Motto ‚Macht uns stark - Familien lernen Zukunft - ein Beitrag zur UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ veranstaltet. Und es ist gut zu wissen, dass sie dabei mit der deutschen UNESCO-Kommission zusammenarbeitet", begrüßt Töpfer das Preisthema. Die Schirmherrschaft sieht er „als gute Möglichkeit, nicht nur das Thema der Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter zu unterstützen, sondern auch die hohe, verantwortungsvolle und erfolgreiche Arbeit der Karl Kübel Stiftung in aller Öffentlichkeit herauszuarbeiten." Die Verbindung zur Stiftung besteht seit vielen Jahren: 1996 war Klaus Töpfer als Bundesbauminister Schirmherr über den Karl Kübel Preis "Familie und Bauen". Das Engagement der Stiftung habe ihn schon damals außerordentlich beeindruckt.

Viele Argumente sprechen für Preisthema

Aus Sicht des Schirmherren sprechen viele Argumente dafür, sich mit dem Preis besonders der frühkindlichen Bildung anzunehmen: "Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Prozess des lebenslangen Lernens, der mit der Akzeptanz im Elementarbereich als frühkindlichem Lernort auch dort beginnen muss. In den ersten Jahren des Lebens werden viele Verhaltensweisen erworben, trainiert und verinnerlicht. Wenn diese sich nicht größtenteils zu nachhaltigen Lebens- und Konsumformen entwickeln - beispielsweise in Form von wenig Bewegung, unausgewogener Ernährung, fehlendem Verständnis für andere Kulturen oder dem verschwenderischen Umgang mit Ressourcen - müssen sie später mühsam umgelernt werden. Frühe Lernorte bieten Chancen für die Grundlegung nachhaltiger Lebensstile." BNE im Elementarbereich setze auf intensive Einbeziehung der Eltern; gleichzeitig sei der wechselseitige Einfluss der Kinder auf die Eltern nicht zu vernachlässigen.

Der Karl Kübel Preis stellt die höchst dotierte Auszeichnung für beispielhaftes Engagement im Bereich der "Frühen Kindheit" in Deutschland dar. 2009 wurde der Preis anlässlich des 100. Geburtsjubiläums des Stifters Karl Kübel (1909-2006) neu ins Leben gerufen, nachdem er bereits in den 1990er Jahren verliehen worden war. Ab 2010 wird er wieder jährlich für ein wechselndes Schwerpunktthema aus dem Bereich der "Frühen Kindheit" ausgeschrieben. Der Karl Kübel Preis 2010 ging an das Bildungsforum Mengerskirchen (Hessen).

Bewerbungsfrist verlängert
Der Einsendeschluss für Bewerbungen wurde vom 15. Dezember 2010
auf den 20. Januar 2011 verschoben. Die Karl Kübel Stiftung lädt alle Organisationen und Initiativen mit geeigneten Projekten dazu ein, sich um die Auszeichnung zu bewerben. Alle Informationen zur Ausschreibung finden Interessierte unter www.karlkuebelpreis.de.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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